Besuch am Strand von La Pelosa
Mit ihrem fast karibischen Flair zählt die La Pelosa zweifellos zu den schönsten Stränden der Insel. Sardinien hat zwar viele Küstenabschnitte zu bieten, doch im äußersten Norden sorgt das Panorama für den entscheidenden Unterschied. Ganz in der Nähe der Felsen von Capo Falcone liegt dieses kleine Paradies bei Stintino, einem hellen Fischerdorf. Der Strand ist ein so kostbares Juwel, dass er mittlerweile unter Naturschutz steht. Um das Ökosystem zu bewahren, ist der Zugang in den Sommermonaten begrenzt: Pro Tag sind nur 1.500 Badegäste zugelassen.
Ein tropischer Strand mit Blick auf die Inseln
Der weiße Sand ist außergewöhnlich fein und lässt das Wasser in einem fast unwirklichen Türkis erstrahlen. Die Reinheit dieses Ortes rechtfertigt die strengen Schutzmaßnahmen, die hier seit Kurzem gelten. Das Baden ist dank des flachen Wassers ein Genuss, was den Strand ideal für Familien, aber auch für Fans vom Schnorcheln macht. Manche Schwimmer wagen sich so weit hinaus, dass sie fast die Torre della Pelosa berühren könnten, die auf ihrem kleinen Eiland thront. Sie ist nur durch die Bucht von La Pelosetta getrennt, die viele Besucher einfach durchwaten. Dieser aragonesische Turm aus dem Jahr 1578 ist das Wahrzeichen des Ortes und verleiht ihm eine fast abenteuerliche Note. Im Hintergrund leuchten die rauen Felsen von Capo Falcone, einem Kap, das zahlreichen Vögeln als Lebensraum dient. Die Isola Piana fällt durch ihr flaches Relief auf, hinter dem in der Ferne die Felsen der Insel Asinara auftauchen. Überall, wo der Blick hinfällt, beeindruckt die Kulisse, die vom typischen mediterranen Macchia-Bewuchs und den gelben Blüten der Ginstersträucher eingerahmt wird. Die La Pelosa ist ein außergewöhnlicher Ort, der sich auf der Anfahrt bereits durch zahlreiche Restaurants ankündigt, in denen fangfrischer Fisch serviert wird.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Sehr bekannter Strand im Norden Sardiniens, der Opfer seines eigenen Erfolgs geworden ist. In der Hochsaison kann man da nicht einfach so spontan hinfahren, man muss seinen Platz Tage im Voraus reservieren! Das kostet natürlich Eintritt. Auch das Parken ist kostenpflichtig. Bei der Ankunft bekommt man eine Art Matte, die man unter sein Handtuch legen muss. Angeblich, um den Ort zu schonen, aber vor allem, um zwischen denen zu unterscheiden, die bezahlt haben und denen, die es nicht haben. Achtung, es gibt Kontrollen und Bußgelder für diejenigen, die versuchen zu schmuggeln.
Trotz alledem ist der Strand völlig überlaufen und auch nicht gerade besonders sauber.
Schade, denn die Farben des Meeres sind wirklich herrlich. Die smaragdgrünen Untiefen erstrecken sich über Dutzende Meter und kleine Inseln davor runden das Bild ab, zusammen mit einem alten, verfallenen Turm.