Laugavegur, die pulsierende Hauptschlagader von Reykjavík
Die farbenfrohen Fassaden in der Laugavegur bilden das Rückgrat von Reykjavík. Auf einer Länge von etwa einem Kilometer bündelt diese gewundene Straße das Wesen der isländischen Hauptstadt: Designerboutiquen, dampfende Cafés, auffällige Streetart und eine Energie, die vom frühen Morgen bis tief in die Nacht spürbar ist.
Warum die Laugavegur ein Muss ist
Der Name bedeutet wörtlich Weg der heißen Quellen. Er erinnert an die Zeit, als die Bewohner von Reykjavík diesen Pfad nutzten, um ihre Wäsche in den geothermischen Becken von Laugardalur zu waschen. Heute verkörpert diese historische Verkehrsader das Herz der Stadt. Hier treffen Einheimische auf Reisende, Tradition auf Moderne, in einer Atmosphäre, die typisch für Island ist.
Vom Hlemmur-Platz im Osten bis zur Bankastræti im Westen zeigt jeder Abschnitt eine andere Facette der isländischen Gegenwartskultur.
Shopping und lokales Kunsthandwerk
In der Laugavegur findet sich die höchste Dichte an Geschäften in der Hauptstadt. Isländische Marken stehen hier neben aufstrebenden Designern in einer abwechslungsreichen Mischung.
Was du als Andenken mitnehmen kannst
- Lopapeysa-Pullover aus isländischer Wolle, die nach traditionellen Techniken gestrickt werden, in Geschäften wie der Handknitting Association of Iceland
- Minimalistisches nordisches Design bei Kirsuberjatréð oder Kraum, wo die Arbeiten lokaler Kunsthandwerker ausgestellt werden
- Vinylschallplatten und Einblicke in die isländische Musikszene bei 12 Tónar, einem Laden, der seit 1998 besteht
- Geothermische Kosmetikprodukte auf Basis von Algen und vulkanischen Mineralien
Aufstrebende Designer
In den angrenzenden Nebenstraßen wie der Laugavegur 19-21 finden sich zahlreiche Concept Stores. Dort gibt es Schmuck aus Lava, Kleidung aus Fischleder oder Keramik, die von der isländischen Landschaft inspiriert ist. Die Preise spiegeln die handwerkliche Qualität und die lokalen Lebenshaltungskosten wider.
Cafés, Restaurants und nordische Spezialitäten
Die Straße bietet eine beachtliche Auswahl an gastronomischen Einrichtungen. Da Isländer ihren Kaffee lieben, übertreffen sich die Cafés in der Laugavegur mit gemütlichem Ambiente.
Reykjavik Roasters serviert den für viele besten Kaffee der Stadt, während die Sandholt Bakery seit 1920 skandinavisches Gebäck und Sauerteigbrot backt. Für eine vollständige Mahlzeit reicht das Spektrum vom legendären Hotdog am Stand Bæjarins Beztu Pylsur bis hin zu gehobenen Restaurants, die Lammfleisch und frischen Fisch servieren.
Streetart und Straßenkultur
Ein Blick nach oben lohnt sich: Die Wände der Laugavegur und der parallelen Straßen dienen als Leinwand für urbane Künstler. Die Wandgemälde wechseln regelmäßig und schaffen ein Museum unter freiem Himmel, das sich stetig weiterentwickelt.
Besonders am Wochenende erwacht die Straße zum Leben, wenn die Bars und Clubs für das Nachtleben von Reykjavík ihre Türen öffnen. Die Stimmung erreicht nach Mitternacht ihren Höhepunkt, wenn die Menschenmenge gut gelaunt von einem Lokal zum nächsten zieht.
Ein Tipp unter Freunden: Besuche die Laugavegur an einem Samstagmorgen gegen 10:00 Uhr. Die Straße erwacht langsam, Einheimische trinken trotz der Kühle ihren Kaffee auf der Terrasse und du kannst die Boutiquen ohne den großen Ansturm in Ruhe erkunden. Das ist zudem der beste Zeitpunkt, um die bunten Fassaden ohne Menschenmassen zu fotografieren.
Laugavegur ist die Hauptstraße von Reykjavik. Ich hatte die Gelegenheit, sie kreuz und quer abzulaufen, da unsere Unterkunft ganz am Ende der Stadt lag. Genau dort findet man die Restaurants, Bars und Geschäfte. Hier sieht man auch den Regenbogen, der auf den Boden gemalt ist, sowie zahlreiche hochwertige Wandmalereien. Die Häuser sind mit ihren Formen und Farben ein bisschen verrückt, und genau das macht ihren Charme aus.