Die Ruinen von Petra besuchen: Das Juwel des jordanischen Erbes
Im Süden von Jordanien, etwa 200 km von der Hauptstadt Amman entfernt und direkt am Rande der Wüste, liegt die antike nabatäische Stadt Petra. Die Felsenstadt gehört zum Unesco-Welterbe und ist weltberühmt für ihr Schatzhaus, das Al-Khazneh. Dieser aus rotem und rosafarbenem Sandstein gehauene Tempel verbirgt sich am Ende des Siq, einer engen Felsschlucht. Der Ort diente bereits als Inspiration für Agatha Christie, Hergé und zahlreiche Hollywood-Produktionen.
Geschichte und nabatäisches Erbe
Bereits im 6. Jahrhundert vor Christus ließen sich die Nabatäer, ein arabisches Nomadenvolk mit einer Schlüsselrolle im Gewürz- und Aromatenhandel, in diesem Teil des Landes Edom nieder. Die Stadt florierte an der Weihrauchstraße und weckte Begehrlichkeiten. Europäer entdeckten den Ort jedoch erst recht spät, denn die ersten archäologischen Ausgrabungen fanden erst 1929 statt.
Wichtige Sehenswürdigkeiten und Tipps für den Besuch
Petra ist der absolute Höhepunkt jeder Reise in den Nahen Osten und besticht durch eine Atmosphäre, die man so schnell nicht vergisst. Das Gelände ist weitläufig, rechne also damit, viel zu Fuß unterwegs zu sein und gut 1.000 Stufen zu erklimmen. Auch wenn Kamel- oder Maultierritte angeboten werden, wirst du den Großteil der Strecke zu Fuß zurücklegen. Kleide dich entsprechend. Die Königsgräber, das Kloster El-Deir, der Opferplatz sowie die abendliche Show Petra by Night, die jeweils montags, mittwochs und donnerstags stattfindet, sind feste Programmpunkte.
Empfohlene Routen und beste Fotomomente
Wenn du in der Unterstadt ankommst, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du folgst dem klassischen Weg nach links zum Kloster El-Deir oder du hältst dich rechts Richtung Königsgräber. Mit der zweiten Route entgehst du dem größten Touristenandrang und gehst den Weg sozusagen rückwärts. Für das Al-Khazneh ist 8:30 Uhr die beste Zeit, um vom optimalen Lichteinfall zu profitieren, während die Königsgräber besonders zum Sonnenuntergang lohnen. Auch wenn die Beduinen heute nicht mehr direkt in der Anlage wohnen, wirst du ihnen ständig begegnen, da sie die Restaurants und Souvenirläden betreiben.
Halte deinen Reisepass bereit, um deine Tickets abzuholen. Wenn du die Stätte in Ruhe erkunden möchtest, bevor die Reisebusse eintreffen, solltest du zwischen 6:00 und 8:00 Uhr vor Ort sein.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Die archäologische Stätte ist riesig, man kann sich gut mehrere Tage Zeit nehmen, um alles zu sehen. Allerdings verbringt man sehr viel Zeit mit Laufen und Treppensteigen, das ist echt anstrengend!