Wadi Musa besuchen: Das Tor zu Petra und mehr
Eine Stadt im Dienst der Petra-Besucher
Wadi Musa, wörtlich übersetzt das Tal des Moses, ist eine kleine jordanische Stadt in unmittelbarer Nähe zum weltberühmten archäologischen Gelände von Petra. Diese Lage macht den Ort für Reisende in der Region fast unvermeidbar. Die Stadt hat sich ganz auf die Bedürfnisse der Besucher eingestellt und bietet eine große Auswahl an Unterkünften, Restaurants und Läden mit lokalem Kunsthandwerk. Dennoch hat Wadi Musa auch eigene Reize, denen man durchaus Zeit widmen sollte.
Was gibt es in Wadi Musa und Umgebung zu sehen?
Neben Petra, für das Wadi Musa als Ausgangsbasis dient, bietet die Stadt selbst interessante Anlaufpunkte. Das Petra Museum am Eingang des Geländes präsentiert eine umfangreiche Sammlung an Artefakten und historischen Hintergründen, die das Verständnis für die nabatäische Zivilisation erleichtern. Die Quelle des Moses ist ein bescheidener, aber symbolträchtiger Ort, der an die biblische Legende erinnert.
Ganz in der Nähe liegt das Dorf Beidha, das oft als "Little Petra" bezeichnet wird und eine ruhigere Atmosphäre bietet. Diese neolithische Stätte ist historisch bedeutsam und besticht durch gut erhaltene Höhlenruinen.
Aktivitäten, die du nicht verpassen solltest
Wadi Musa ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Natur. Geführte Wanderungen in die umliegenden Berge ermöglichen es, spektakuläre Landschaften abseits der großen Touristenströme zu erleben. Die bekannte Al-Khubtha-Wanderung führt beispielsweise zu einem geheimen Aussichtspunkt, der einen beeindruckenden Blick auf das Schatzhaus von Petra bietet.
In der Stadt selbst ist ein Bummel durch den lokalen Souk ein lohnendes Erlebnis. Hier findest du traditionelles Handwerk wie beduinischen Schmuck oder farbenfrohe Stoffe.
Die lokale Gastronomie entdecken
Wadi Musa ist ein idealer Ort, um die traditionelle jordanische Küche kennenzulernen. Probiere unbedingt Mansaf, das Nationalgericht aus Lammfleisch in fermentierter Joghurtsoße, das auf einem Reisbett serviert wird. Wenn du es süß magst, ist Knafeh, ein Dessert aus Käse und Grieß, das mit Zuckersirup übergossen wird, genau das Richtige für dich. Einige Restaurants bieten zudem traditionelle Beduinenmahlzeiten an, die direkt im heißen Sand gegart werden, ein Erlebnis für sich.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die optimalen Monate für einen Besuch in Wadi Musa sind das Frühjahr (März bis Mai) und der Herbst (September bis November). Das Klima ist dann angenehm mild und schont dich vor der drückenden Hitze des Sommers sowie der Kälte des Winters. Im Oktober finden zudem kulturelle Veranstaltungen statt, wie etwa die Beduinennächte rund um Petra.
Wie kommst du hin?
Wadi Musa ist von der jordanischen Hauptstadt Amman aus erreichbar, die etwa 250 km entfernt liegt. Die Fahrt mit dem Auto oder Taxi dauert 3 Stunden, wobei du für eine Privatfahrt mit Kosten zwischen 80 und 100 JOD (ca. 105 bis 131 Euro) rechnen musst. Lokale Busse wie die von JETT sind eine günstigere Alternative, mit Tickets ab 11 JOD (ca. 14 Euro). Der nächstgelegene Flughafen ist der in Amman, der von vielen internationalen Fluggesellschaften angeflogen wird.
Das wird wahrscheinlich die Stadt sein, in der Sie ein paar Nächte verbringen, wenn Sie Petra besuchen.
Komfortable Hotels, hochwertige Gastronomie, wenn man bereit ist, etwas mehr auszugeben. Wie zu erwarten, sind die Preise in dieser Region höher als im Rest des Landes.