Porto Piccolo, der kleine Hafen von Ortigia
Zwischen den goldenen Stadtmauern von Ortigia und dem türkisfarbenen Wasser des Ionischen Meers liegt Porto Piccolo, der intimere der beiden Häfen von Syrakus. Hier schaukeln einige Dutzend Freizeitboote und Fischerkähne im Wasser, während das Licht am späten Nachmittag jeden Bootsrumpf in einen kupferfarbenen Schein taucht.
Ein echter Hafen, keine Postkartenkulisse
Porto Piccolo ist nicht der große Handelshafen von Syrakus. Es ist sein unaufgeregtes Gegenstück, das sich an die Westseite der Insel Ortigia schmiegt und dem Festland zugewandt ist. Der Hafen erfüllt vor allem einen praktischen Zweck, denn hier legen Freizeitkapitäne und lokale Fischer an. Genau diese Authentizität macht ihn zu einem angenehmen Zwischenstopp bei einem Rundgang um die Insel.
Die Uferpromenade bietet einen ungewohnten Blick auf Ortigia. Von der Wasserseite aus verschwinden die barocken Fassaden und die engen Gassen des historischen Zentrums. Stattdessen dominieren die massiven Mauern der alten Befestigungsanlagen und die niedrigen Terrassen der Häuser, die sich zum Wasser hinabsenken.
Warum sich ein Besuch lohnt
Man kommt nicht wegen einer bestimmten Attraktion nach Porto Piccolo. Man passiert ihn einfach. Einheimische treffen sich hier am Tagesende, sitzen auf den Pollern oder lehnen an den Balustraden. Einige Restaurants und Bars säumen die Kaimauern in der Nähe, alle mit direktem Blick auf das Meer.
Der Hafen ist ein guter Ausgangspunkt, um die via Molo Sant'Antonio in Richtung Norden entlangzuspazieren oder in wenigen Minuten zu Fuß die Fontana Aretusa (Arethusa-Quelle) im Südosten zu erreichen. Er fügt sich ganz natürlich in einen Spaziergang durch Ortigia ein, ohne dass man einen Umweg in Kauf nehmen muss.
Geheimtipp: Komm am späten Nachmittag vorbei, wenn das tiefe Sonnenlicht auf die westlichen Fassaden trifft. Zu dieser Zeit kehren die Fischer zurück und das Hafenleben ist am aktivsten. Am Vormittag wirken die Kais hingegen fast verlassen.
Geeignet, wenn du...
- einen kompletten Rundgang um Ortigia machst
- eine ruhige Pause abseits der Touristenströme suchst
- die Atmosphäre von Fischerhäfen ohne viel Inszenierung magst
Weniger geeignet, wenn du...
- einen lebhaften Hafen mit vielen Restaurants an der Kaimauer und Kreuzfahrtschiffen erwartest
- nur wenig Zeit hast und dich auf die Hauptsehenswürdigkeiten von Syrakus konzentrieren möchtest
Öffnungszeiten
Der Zugang zu den Kais des Porto Piccolo ist frei und rund um die Uhr öffentlich zugänglich, da es sich um einen städtischen Hafenbereich entlang des Lungomare di Levante (östliche Uferpromenade) in Syrakus handelt.
Die Hafendienste, Verwaltungsbüros und die Anlegehilfe sind in der Regel von Montag bis Freitag, von 9:00 bis 13:00 Uhr und von 15:00 bis 18:00 Uhr besetzt. Diese Zeiten können je nach den privaten Betreibern der jeweiligen Stege variieren.
Tipp vom Experten: Wenn du auf dem Seeweg anreist, kontaktiere unbedingt vor dem Manöver den Hafenmeister oder den Betreiber deines Liegeplatzes per Funk (VHF-Kanal) oder Telefon. Die Zugänge zu den privaten Anlegebereichen sind häufig durch codierte Tore gesichert.
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane 30 bis 45 Minuten für einen Spaziergang entlang der Kaianlagen ein. Eine Stunde reicht aus, wenn du dich noch auf eine Terrasse setzen und den Blick auf die Boote genießen möchtest.
*Angaben können sich ändern
Wie der Name schon sagt, ist dieser Jachthafen wirklich klein, aber genau das macht seinen Charme aus. Da er direkt am Eingang der Altstadt liegt, kommt man sowieso daran vorbei. Es ist ein authentischer und ziemlich niedlicher Ort. Die Atmosphäre dort ist friedlich. Der perfekte Ort, um sich auszuruhen und die Boote zu beobachten.