Biodola, der Sandstrand auf Elba, der in der ersten Liga spielt
Der Sand von Biodola ist etwas Besonderes. Durch seine Zusammensetzung aus Quarz und Glimmer funkelt er im Licht des späten Nachmittags wie eine Handvoll Goldstaub. Das Wasser vor dem Ufer wechselt innerhalb weniger Meter seine Farbe von hellem Türkis zu tiefem Kobaltblau, ein Farbverlauf, der fast wie ein handgemaltes Hintergrundbild wirkt.
Warum lohnt sich ein Besuch am Strand von Biodola?
An der Nordküste von Elba, genau auf halbem Weg zwischen Portoferraio und Procchio, bildet der Golf von Biodola ein natürliches Amphitheater. Die Hänge des Serone delle Cime, des Capannone und des Colle Pecorara sind dicht mit mediterraner Macchia bewachsen und schirmen die Bucht von drei Seiten ab. Diese Lage isoliert den Strand erstaunlich effektiv vom Rest der Welt.
Da der Golf vor den Winden aus dem Süden geschützt ist, bleibt das Wasser die meiste Zeit der Saison ruhig. Im Hintergrund bilden die markanten Silhouetten des Monte Capanne und des Monte Perone, der beiden höchsten Gipfel der Insel, einen beeindruckenden Abschluss zum Landesinneren hin.
Der Strand zwischen Freiheit und Komfort
Biodola erstreckt sich je nach Gezeitenstand über etwa 600 bis 750 Meter. Der Boden fällt so sanft ab, dass man auch nach dreißig Metern noch problemlos stehen kann. Das macht diesen Abschnitt zu einem der wenigen Strände auf der Insel, die ideal für Familien mit kleinen Kindern sind.
Der Strand ist in verschiedene Bereiche unterteilt: Es gibt einen öffentlichen Teil, der kostenlos zugänglich ist, sowie bewirtschaftete Zonen mit Mietliegen und Sonnenschirmen. Das Serviceangebot ist umfassend:
- Tauchzentrum und organisierte Schnorchelausflüge in der Bucht
- Verleih von Booten, Tretbooten und Kajaks
- Windsurf- und Segelschule
- Restaurants, Strandbar, warme Duschen
- Spielplatz für Kinder
- Musikalische Abende während der Saison
Tipp vom Experten: Der Parkplatz direkt am Strand ist im Juli und August bereits ab 10:00 Uhr überfüllt. Nimm stattdessen den Stadtbus ab Portoferraio. Er fährt Biodola direkt an, erspart dir die Parkplatzsuche und die kurvenreiche Strecke bietet Ausblicke auf die Bucht, die allein schon die Fahrt wert sind.
Scaglieri und Forno, die vergessenen Nachbarn
Ein Pfad zwischen den Felsen am Ende von Biodola führt in wenigen Minuten zum Strand von Scaglieri. Er ist mit seinen knapp hundert Metern deutlich kleiner und besonders bei Surfern und Kajakfahrern beliebt. In der anderen Richtung liegt Forno, eine diskrete und wesentlich ruhigere Bucht, die ebenfalls zum Golf gehört. Hier ist weniger los, bei gleicher Kulisse.
Der Sonnenuntergang in Biodola
Durch die west-nordwestliche Ausrichtung der Bucht ziehen sich die Sonnenuntergänge besonders im Herbst lange hin. Gäste des Hotel Biodola, dessen Zimmer erst kürzlich vollständig renoviert wurden, bleiben oft bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf der Terrasse sitzen, um das Farbspiel am Himmel zu verfolgen. Wir haben es selbst erlebt: Es ist eines dieser Erlebnisse, die man nicht auf dem Zettel hat, die aber im Gedächtnis bleiben.
Das gefällt uns an Biodola
- Goldener Sand mit feiner Körnung und extrem flach abfallendem Boden, ideal für Kinder
- Intakte Naturkulisse: Macchia bis ans Wasser und Blick auf die Gipfel der Insel
- Umfassendes Serviceangebot, ohne die Ruhe in der Nebensaison zu stören
- Zugang zu drei verschiedenen Stränden von einem Punkt aus
- Sonnenuntergänge, die zu den schönsten der Insel zählen
Wichtige Hinweise
- Sehr gut besucht im Juli und August: früh kommen oder den September bevorzugen
- Begrenzte Parkmöglichkeiten, die in der Hochsaison oft erschöpft sind
- Der Privatbereich des Hotels belegt einen Teil des Strandes
Öffnungszeiten
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
*Angaben können sich ändern
Also ja, der Ort ist paradiesisch, mit feinem Sand und einem wunderschönen natürlichen Golf. Außerdem gibt es keinen Mangel an Wasseraktivitäten für die ganze Familie. Ich kann euch allerdings nicht empfehlen, im August dorthin zu fahren. Oder ihr müsst wirklich früh da sein, picknicken und wieder abhauen. Manchmal sieht man Autos, die am Straßenrand geparkt sind, um den Strand zu erreichen. Nicht unbedingt die praktischste Lösung!