Stanley Park, 400 Hektar alter Wald direkt am Ozean
Der Duft von Riesenlebensbäumen steigt dir in die Nase, noch bevor du den Gehweg verlassen hast. Nur wenige Schritte trennen die gläsernen Hochhäuser des West End von einem Regenwald, in dem einige Bäume fast 800 Jahre alt sind. Dieser Kontrast zwischen der urbanen Kulisse und der unberührten Wildnis macht den besonderen Reiz des Stanley Park aus.
Warum lohnt sich ein Besuch im Stanley Park?
Der Park wurde 1888 auf dem angestammten, nicht abgetretenen Land der Musqueam, Squamish und Tsleil-Waututh eröffnet und erstreckt sich über eine 405 Hektar große Halbinsel. Archäologen fanden hier Artefakte, die über 3.000 Jahre alt sind, insbesondere am Ort des ehemaligen Dorfes X̱wáýx̱way in der Nähe des heutigen Lumberman's Arch.
Jedes Jahr kommen acht Millionen Besucher in den Park. Sein Bestand aus Douglasien und riesigen Lebensbäumen wird von 27 km Wanderwegen durchzogen.
Der Seawall als Rückgrat des Parks
Die Uferpromenade Seawall bildet eine 8,8 km lange Schleife um die Halbinsel. Zu Fuß solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Mit dem Fahrrad ist die Strecke, die gegen den Uhrzeigersinn befahren wird, in einer Stunde zu schaffen. Fußgänger und Radfahrer nutzen dabei jeweils eigene Wege.
Zahlreiche Verleihstationen befinden sich an der Denman Street. Ein klassisches Fahrrad kostet etwa 30 bis 40 CAD (ca. 20 bis 27 Euro) pro Tag. Mit E-Bikes lässt sich die Tour bequem bis nach Granville Island entlang des False Creek ausweiten.
Stationen, die einen Stopp verdienen
Brockton Point und die Totempfähle
Die Sammlung von Totempfählen am Brockton Point gehört zu den meistfotografierten Motiven in British Columbia. Die seit den 1920er Jahren aufgestellten, aus rotem Zedernholz geschnitzten Pfähle repräsentieren das Erbe verschiedener indigener Völker. Die geführte Tour Spoken Treasures vermittelt wertvolle Einblicke in ihre Bedeutung.
Prospect Point und Siwash Rock
Prospect Point überragt die Meerenge aus 60 Metern Höhe und bietet einen Blick auf die Lions Gate Bridge und die Frachter, die Richtung Hafen ziehen. Ein Café lädt zum Verweilen ein. Etwas weiter liegt der Siwash Rock, ein isolierter Felspfeiler im Wasser, der für die Völker der Coast Salish ein bedeutender spiritueller Ort ist.
Lost Lagoon und Beaver Lake
Die Lost Lagoon, die direkt am Eingang der Georgia Street liegt, verdankt ihren Namen den Gezeiten, durch die sie früher zeitweise verschwand. Im Frühjahr nisten hier Schwäne im Schilf. Tiefer im Park liegt der Beaver Lake, ein ruhiges Sumpfgebiet, in dem Reiher und Schildkröten abseits der Menschenmassen leben.
Strände und das Aquarium
Am Second Beach gibt es ein beheiztes Freibad, das im Sommer geöffnet ist. Der Third Beach liegt isolierter an der Burrard-Bucht und ist bei Einheimischen der beliebteste Ort für den Sonnenuntergang. Das Vancouver Aquarium ist das größte Aquarium in Kanada und beheimatet über 65.000 Tiere. Seeotter und Stellersche Seelöwen sind die Stars der Anlage. Plane für den Besuch zwei Stunden ein und buche deine Tickets vorab online.
Tipp vom Insider: Um den Park ohne den großen Andrang zu erleben, solltest du vor 9:00 Uhr kommen oder den Park über die Pipeline Road statt über die Georgia Street betreten. Das Morgenlicht im Unterholz ist beeindruckend und die Chance, Weißkopfseeadler zu entdecken, steigt deutlich.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Mein absoluter Favorit, dieser Stadtpark auf einer Halbinsel!
Ich bin diesen Naturraum zu Fuß abgelaufen, man kann ihn aber auch mit dem Fahrrad erkunden, da ein Radweg direkt am Ufer entlangführt.
Während meiner Entdeckungstour habe ich die Natur mitten in der Stadt genossen, man läuft am Wald entlang und auf der Meerseite habe ich sogar einen Seehund gesehen!
Für Fotoliebhaber sind die Aussichten auf Vancouver und die modernen Hochhäuser einfach herrlich.