Besuch im Redpath-Museum
Direkt auf dem Campus der Université McGill in Montreal befindet sich ein Naturkundemuseum aus dem späten 19. Jahrhundert. Es ist schlichtweg das älteste Naturkundemuseum Kanadas.
Geschichte
Das Redpath-Museum wurde 1882 dank einer Spende von Peter Redpath errichtet, einem Industriellen, der durch die Zuckerproduktion zu Reichtum gekommen war. Der Bau diente dazu, den 25. Jahrestag der Ernennung des Geologen und Naturforschers Sir John William Dawson zum Leiter der Université McGill zu würdigen.
Ursprünglich war das Museum als Arbeitsstätte für Professoren und Studenten konzipiert. Auch in Zeiten, in denen es für die breite Öffentlichkeit geschlossen war, blieb es für das Lehrpersonal und die Studierenden stets zugänglich.
Der Entwurf stammt von der Architekturfirma Alexander Cowper & A.D. Steele. Die Arbeiten begannen im Sommer 1880 im nordwestlichen Teil des Universitätsgeländes. Die Architektur orientiert sich an klassischen griechischen Vorbildern. Nach zweijähriger Bauzeit öffnete das Museum am 24. August 1882 offiziell seine Türen.
Im Laufe der Jahrzehnte erlebte das Gebäude drei wesentliche Veränderungen. Im Jahr 1950 wurde der Innenraum vollständig saniert. Ab 1970 wandelte sich das Haus zu einem Forschungszentrum, das nur noch wenig Raum für Ausstellungen bot. Schließlich ermöglichten Fördermittel des Ministère de la culture du Québec (kulturelles Ministerium von Québec) im Jahr 2003 die Restaurierung zahlreicher Exponate.
Das Redpath-Museum erleben
Die Sammlungen des Redpath-Museums umfassen heute mehr als 1 Million Exponate. Sie gliedern sich in die Bereiche Ethnologie, Biologie, Paläontologie, Mineralogie und Geologie.
Die Eingangshalle ist den Meerestieren gewidmet. Hier treffen heute noch lebende Arten auf solche, die bereits vor Millionen von Jahren ausgestorben sind.
In der zweiten Etage befindet sich die Mineraliensammlung sowie eine Ausstellung mit 1200 Muscheln. Daneben sind die Schädel eines Triceratops und eines Tyrannosaurus ausgestellt.
Zu den bemerkenswertesten Stücken zählen zweifellos die 3 Mumien, die bereits 1859 aus Ägypten nach Kanada gebracht wurden. Die älteste von ihnen ist rund 3500 Jahre alt.
Ein Ort, der Wissenschaft und Geschichte über Generationen hinweg bewahrt.
Dieses Museum befindet sich in einem sehr schönen, perfekt erhaltenen historischen Gebäude. Ich fand den Besuch wirklich sehr interessant. Die Sammlungen sind ziemlich reichhaltig und abwechslungsreich. Es ist ein Museum, das man ohne Probleme mit Kindern besuchen kann. Sie können dort die zahlreichen Fossilien oder die ausgestellten Tiere bestaunen. Mir hat es sehr gut gefallen.