Besuch der Quart-Türme
Die Quart-Türme sind Überreste der ehemaligen Stadtmauer von Valencia in Spanien. Diese Befestigungsanlagen entstanden im Mittelalter, um die Stadt vor feindlichen Angriffen zu schützen. Die Quart-Türme zeichnen sich durch ihre zylindrische Form an der Vorderseite, die abgeflachte Rückseite und den befestigten Zinnenkranz aus. Sie gelten als prägnantes Beispiel für die gotische Militärarchitektur. Als eines der vier historischen Stadttore bewachten sie den westlichen Zugang. Die Serranos-Türme im Norden sind ebenfalls erhalten geblieben und besitzen einen fünfeckigen Grundriss. Die übrigen Tore existieren heute nicht mehr, darunter die San Vicente-Türme im Süden und die puerta del Mar im Osten, die den Weg zum Hafen von Valencia ebnete.
Die Stadtmauern von Valencia
Die Quart-Türme wurden im 15. Jahrhundert nach den Entwürfen von Pere Bofill errichtet. Er orientierte sich dabei am Castell Nuovo, einer gotischen Festung im italienischen Neapel. Ihren Namen verdanken die Türme dem Umstand, dass sie einst den Weg zum nahegelegenen Ort Quart de Poblet markierten.
Zeitweise dienten die Quart-Türme als Frauengefängnis. Heute beherbergen sie eine Sammlung historischer Schlösser. Ein Aufstieg auf die Türme lohnt sich für den Ausblick über die Altstadt von Valencia.
Zeugen der Napoleonischen Kriege
Wer genau hinsieht, erkennt die zahlreichen Einschläge von Projektilen und Kanonenkugeln an der Außenfassade. Die Stadtmauern waren während des Spanischen Unabhängigkeitskrieges gegen die französischen Truppen Napoleons im Jahr 1808 heftigen Angriffen ausgesetzt. Dies war einer der letzten großen Angriffe auf die Befestigungsanlagen von Valencia, bevor die Mauern im Jahr 1865 abgerissen wurden, um der Stadterweiterung Platz zu machen.
Diese Zwillingstürme sind die Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Valencia, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde.