Die East Side Gallery besuchen
Die East Side Gallery ist eine Freiluftgalerie auf einem ehemaligen Mauerabschnitt in Berlin, der direkt an der Mühlenstraße verläuft. Auf einer Länge von 1,3 Kilometern ist das Bauwerk heute mit Street-Art und Graffiti übersät. Insgesamt 118 Gemälde von Künstlern aus 21 verschiedenen Ländern zieren die Mauer, ergänzt durch zahlreiche Friedensbotschaften und Hoffnungszeichen von bekannten Autoren sowie anonymen Besuchern.
Eine gigantische Open-Air-Galerie in Berlin
Dieser Teil der Berliner Mauer zählt heute zu den größten Freiluftausstellungen der Welt. Die Werke von Künstlern und Privatpersonen erstrecken sich über mehr als einen Kilometer mitten im Stadtzentrum. Zu den bekanntesten Motiven gehört der Bruderkuss von Dmitri Vrubel, der in vielen Geschichtsbüchern abgebildet ist und die Staatsmänner Erich Honecker und Leonid Breschnew bei ihrer ikonischen Begrüßung zeigt. Das Trabi-Gemälde von Birgit Kinder ist ein weiteres weltbekanntes Motiv, das einen Trabant, den legendären Kleinwagen aus der ehemaligen DDR, beim Durchbrechen der Mauer darstellt.
Ein historisches Zeugnis unter dem Druck von Stadtplanung und Spekulation
Obwohl dieser Mauerabschnitt heute noch steht, ist sein Erhalt aufgrund von Immobilienprojekten immer wieder ein Thema. Da das Denkmal mitten in der Stadt liegt, wird die Mauer bei städtebaulichen Maßnahmen manchmal als Hindernis betrachtet. Im Jahr 2006 wurde beispielsweise im Rahmen des Projekts MediaSpree ein 89 Meter langes Mauerstück um wenige Meter nach Westen versetzt, um den Zugang zum Berliner Fluss, der Spree, zu erleichtern.
Dieser erhaltene Teil der Berliner Mauer ist ein echtes Stück Geschichte und ein absolutes Muss. Einige Graffitis sind wirklich wunderschön. Auch wenn nicht alle Werke gleich gut sind, lohnt es sich auf jeden Fall, einen Blick darauf zu werfen. Die Mauer ist frei zugänglich und kostenlos.