Den Jardin des Plantes besuchen
Am linken Ufer der Seine, unweit des Panthéon gelegen, vereint der Jardin des Plantes einen botanischen Garten mit jahrhundertealter Tradition, einen zoologischen Park und ein universitäres Forschungszentrum. Als Teil des Muséum national d'histoire naturelle (Nationales Naturkundemuseum) zieht er jährlich tausende Besucher an.
Der Garten wurde 1793 auf Basis des einstigen Heilpflanzengartens von Louis XIII. angelegt. Auf einer Fläche von über 26 Hektar wachsen heute mehr als 10.000 Pflanzenarten, die in 11 verschiedene Bereiche unterteilt sind: die Carrés de la perspective, die Nutzpflanzen, die botanische Schule, den alpinen Garten, den ökologischen Garten, die Grandes Serres (große Gewächshäuser), den Rosen- und Steingarten, den Pfingstrosengarten, den Garten für Bienen und Vögel, das Labyrinth sowie den Garten für Schwertlilien und Stauden. Während der Park von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang frei zugänglich ist, sind 6 Bereiche kostenpflichtig. Dazu gehören die Grande Galerie de l'Évolution (mit dem Kinderbereich und dem Virtual-Reality-Kabinett), die Galerien für Mineralogie und Geologie, für vergleichende Anatomie und Paläontologie, das botanische Museum, die Gewächshäuser sowie der Zoo mit seiner Ménagerie.
Wie viele historische Grünanlagen in Paris ist der Jardin des Plantes eine Mischung aus französischen Gärten, die auf Ästhetik und Symmetrie setzen, und englischen Gärten, die natürliche Landschaften nachbilden. Auf dem Gipfel des Belvederes steht die Gloriette de Buffon, ein kleiner Pavillon aus Bronze aus dem Jahr 1788. Für die damalige Zeit war dieses Bauwerk eine echte architektonische Meisterleistung.
Pädagogische Angebote
An jedem letzten Sonntag im Monat finden um 15:00 Uhr im Auditorium der Grande Galerie de l'Évolution Treffen statt, bei denen man die verschiedenen Berufe im Jardin des Plantes kennenlernen kann. Von April bis Oktober werden zudem zweimal monatlich donnerstags um 14:00 Uhr geführte Rundgänge unter dem Titel Propos de jardiniers angeboten. Informationen dazu erhältst du direkt bei der botanischen Schule.
Das ist mein Lieblingsort in Paris, um ein bisschen ins Grüne zu kommen! Ich liebe es, im Frühling dorthin zu gehen, um den Rosengarten, die Schwertlilien und den wunderschönen japanischen Kirschbaum zu bewundern, aber dieser Garten ist das ganze Jahr über herrlich. Ich komme oft zurück, um die prächtige Libanon-Zeder und die großen Gewächshäuser zu sehen, und ich entdecke immer wieder neue Ecken, wie kürzlich den Alpengarten in der Nähe der botanischen Schule. Es ist ein magischer und sehr angenehmer Ort mit vielen Bänken, auf die man sich setzen kann. Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich die Grande Galerie de l’évolution anzusehen, die direkt daneben liegt.