Besuch im Parc des Princes
Über 100 Jahre im Wandel
Der Parc des Princes, heute das Zuhause von Paris Saint-Germain, begann seine Geschichte 1897 als Radrennbahn. Nach dem Umbau durch den Architekten Roger Taillibert im Jahr 1972 war das Stadion ein Vierteljahrhundert lang die größte Arena in Frankreich und bot rund 48.000 Sitzplätze. Auch wenn es heute von größeren Arenen überholt wurde, bleibt sein Status legendär. Als Schauplatz historischer Sportereignisse war es Zielankunft der Tour de France, Austragungsort unzähliger internationaler Fußballspiele, der ersten Rugby-League-Weltmeisterschaft sowie zahlreicher Konzerte.
Entgegen landläufiger Meinung hat das Stadion seinen Namen nicht berühmten Sportlern oder Künstlern zu verdanken, die dort auftraten. Der Name leitet sich direkt von seinem Standort ab. Im 18. Jahrhundert befanden sich in der Nähe die königlichen Jagdgebiete. Die Route des Princes führte damals durch dieses Gebiet zu den Naturflächen in der Gemeinde Boulogne-Billancourt. Diese Route wurde 1860 durch Napoleon III. in das Stadtgebiet von Paris eingegliedert.
Während die erste Version des Stadions noch 3.200 Plätze bot, konnten die Kapazitäten durch verschiedene Modernisierungen auf 47.929 Zuschauer gesteigert werden. Das Stadion zeichnet sich durch seine elliptische Form und die markante freitragende Dachkonstruktion aus. Für Flutlichtspiele sind 172 Scheinwerfer direkt in das Dach integriert. Ein Erweiterungsprojekt ist derzeit in Planung, wobei die Bauarbeiten nach den Olympischen Spielen 2024 beginnen könnten.
Ein Spiel besuchen oder das Stadion besichtigen
Das Stadion ist in vier Tribünenbereiche unterteilt, die im Uhrzeigersinn angeordnet sind: die Bereiche Auteuil (Tore I und H), Paris (Tore G, F, E, D, C, B, A), Boulogne (Tore P, O, V) sowie die Présidentielle-Francis Borelli (Tore N, M, L, K, J), benannt nach dem ehemaligen Vereinspräsidenten von 1978 bis 1991.
Besichtigungen des Parc des Princes sind gegen Eintritt möglich. Bei einem Rundgang lässt sich das Stadion in Ruhe erkunden, von den Logen und Umkleidekabinen bis hin zum Trophäensaal und den Konferenzräumen. Zu sehen sind dort auch Kultobjekte wie die Fußballschuhe von Zidane, das Trikot von Ronaldo und verschiedene Goldene Bälle. Das Personal vor Ort gibt während der Tour detaillierte Erklärungen und teilt kleine Anekdoten, was den Besuch besonders kurzweilig macht.
Il y a des escape games au parc des princes ??? Merci pour le tuyau, ça peut être sympa pour les anniversaires d'enfants.