Besuch im Kolumbus-Museum
Im Süden von Las Palmas besitzt das historische Viertel Vegueta einen ganz eigenen Charakter. Unter den vielen beeindruckenden Gebäuden zieht vor allem das ehemalige Gouverneurshaus die Blicke auf sich. Während es im Jahr 1478 noch das Machtzentrum darstellte, beherbergt es heute das Kolumbus-Museum. Dieses faszinierende Haus widmet sich der Geschichte der Kanaren, ihrer Verbindung nach Amerika und den großen Seefahrern, unter denen Christoph Kolumbus sicher der bekannteste ist. Da er während seiner Entdeckungsreisen hier Station machte, ist ihm ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet.
Legendäre Seefahrer und faszinierende Kulturen
Mit ihren drei Innenhöfen, von denen einer eine gotische Brunnenumrandung und Arkaden aus der Renaissance aufweist, ist die Architektur des Gebäudes allein schon einen Besuch wert. Der Kolonialstil ist beeindruckend, und im Inneren finden sich Schätze wie eine hölzerne Balustrade aus dem Kloster Santo Domingo, das einst von Piraten zerstört wurde. In diesem geschichtsträchtigen Ambiente zeigen dreizehn Ausstellungsräume die Kulturen der Kanaren und Amerikas vor der Ankunft der Europäer. Das erste Obergeschoss gehört Christoph Kolumbus und seinen Reisen, da alle Expeditionen auf den Kanaren stoppten, um ihre Vorräte aufzufüllen. Sogar das Zimmer, in dem der Entdecker wohnte, wurde rekonstruiert. Schiffsmodelle von Karavellen, historische Artefakte und Navigationsinstrumente lassen die Besucher tief in das Zeitalter der Entdeckungen eintauchen. In der Krypta stehen die Völker und ihre Kulturen im Mittelpunkt, unterteilt in eine mexikanische und eine amazonische Sammlung sowie eine herausragende Ausstellung zum Thema Smaragd mit 160 Originalstücken. Die zweite Etage ist der Insel selbst sowie der Geschichte von Las Palmas und ihrer Entwicklung zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert gewidmet. Kunst spielt hier ebenfalls eine Rolle, mit Gemälden aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, die von mexikanischen, flämischen und kanarischen Künstlern stammen. Das Kolumbus-Museum bietet in seinem prachtvollen Rahmen eine ebenso lehrreiche wie abwechslungsreiche Reise in die Vergangenheit.
Insgesamt hat mir Las Palmas im Vergleich zum Rest der Kanaren nicht so gut gefallen.
Das Haus von Christoph Kolumbus ist da eine Ausnahme. In diesem für die Kolonialzeit typischen Anwesen reihen sich verschiedene Innenhöfe aneinander, die alle individuell gestaltet sind. Auch das Innere ist ein Zeugnis der Kolonialzeit. Christoph Kolumbus hat hier auf seinen Reisen nach Amerika mehrmals Station gemacht und wurde vom Gouverneur beherbergt.
Das Haus ist heute ein Museum mit alten Entdeckerkarten, Miniaturschiffen, einer nachgebauten Schiffskabine, Gemälden sowie Erklärungen in mehreren Sprachen, darunter auch Französisch, zur Seefahrt und zum Leben der großen Entdecker.