Visum, Tourismusabgabe und Gebühren: Was dein Reisebüro vor der Buchung klären muss
Das Visum: Für deutsche Staatsangehörige in der Regel unkompliziert, Vorsicht bei Zusatzkosten
Für deutsche Staatsangehörige ist die Ausgangslage erfreulich: Du erhältst bei der Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate normalerweise kostenlos ein Touristenvisum für die mehrfache Einreise, das für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen gültig ist. Reisende aus Österreich oder der Schweiz prüfen am besten die Bestimmungen für ihre Staatsangehörigkeit.
Für einen klassischen, kürzeren Urlaub ist im Vorfeld kein bürokratischer Aufwand nötig.
Sei vorsichtig bei Anbietern im Netz, die für deutsche Staatsbürger Geld für ein solches Visum verlangen. Sollte dein Reiseveranstalter im Angebot eine Position für ein Visum aufführen, verlange unbedingt eine schriftliche Erklärung.
Die wichtigste Nebenkostenposition: Die Tourismusabgabe
Wichtig zu wissen: Nicht das Visum kostet extra, sondern die lokale Bettensteuer (das sogenannte „Tourism Dirham“). Diese Abgabe wird fast immer direkt vor Ort im Hotel fällig, zusätzlich zum über das Reisebüro gezahlten Reisepreis, und richtet sich nach der offiziellen Hotelkategorie.
Frage vor der Buchung nach, ob diese Taxe im genannten Preis enthalten ist oder ob du sie beim Check-in begleichen musst. Genau hier entstehen bei der Ankunft im Hotel häufig Missverständnisse.
Dubai und Abu Dhabi: Wann ist die beste Reisezeit für das Budget?
In den Emiraten verhält es sich mit der Saison genau umgekehrt als an den klassischen Badeorten am Mittelmeer.
November bis März: Die Hauptsaison mit bestem Reisewetter
Zwischen November und März bewegen sich die Tagestemperaturen meist zwischen 24 und 31°C bei geringer Luftfeuchtigkeit. Dezember und Januar gelten als Hochsaison: Das bedeutet höhere Hotelpreise und vollere Sehenswürdigkeiten, dafür aber ideale Wetterbedingungen.
Sommer: Günstige Preise, extreme Hitze
In den Sommermonaten Juli, August und September klettert das Thermometer tagsüber regelmäßig über 40°C. Der Tourismus geht in dieser Zeit stark zurück, was die Preise purpless sinken lässt und die Wartezeiten an den Hotspots verkürzt.
Der beste Kompromiss: November und April
Der November erweist sich als ausgeglichenster Monat, da das Wetter bereits angenehm ist und die Preise noch unter dem Dezember-Niveau liegen. Für Abu Dhabi bieten sich April, Oktober und die ersten drei Novemberwochen an, um gutes Wetter, erträgliche Besucherzahlen und faire Preise zu verbinden.
Ein seriöses Reisebüro ordnet deinen Urlaubswunsch realistisch in diesen Kalender ein, anstatt dir unkommentiert eine Reise mitten im Hochsommer zu verkaufen.
Reisen während des Ramadam: Worauf du achten solltest
Vor Ort in Abou Dhabi und DubaïDubaï haben Restaurants auch während des Ramadan geöffnet und servieren wie gewohnt Speisen, während Behörden oft verkürzte Öffnungszeiten haben.
Es gelten einige Verhaltensregeln: Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit sind an bestimmte Zonen gebunden, und Ausflüge wie Wüstensafaris finden in dieser Zeit oft ohne Live-Musik oder Alkoholausschank im Camp statt. Gute Reiseveranstalter weisen dich im Vorfeld auf solche Besonderheiten hin, statt dich vor Ort überraschen zu lassen.
Typische Stolperfallen vor der Buchung
Pauschalreisen in die Golfregion sind gelegentlich von dubiosen Geschäftspraktiken betroffen, die vor allem von unseriösen Anbietern vor Ort ausgehen.
- Sogenannte „Ferienclubs“, die Touristen in Hotels ansprechen, um überteuerte Übernachtungspakete zu verkaufen, haben nichts mit einem regulären Reisebüro zu tun.
- Zwischenhändler in der Nähe von Einkaufszentren oder Sehenswürdigkeiten vermitteln manchmal private Fahrten zu Wucherpreisen, die ein Vielfaches eines regulären Taxis kosten.
- Ein ungenaues Angebot des Reiseveranstalters bezüglich der Bettensteuer führt oft zu unerwarteten Zusatzkosten an der Rezeption.
Diese Maschen begegnen dir meist erst vor Ort und lassen sich durch die Wahl eines transparenten Anbieters mit klar aufgeschlüsselten Leistungen anstelle eines vagen All-inclusive-Versprechens vermeiden.
Lokale Agenturen aus den Emiraten versus deutsche Veranstalter: Der Preisvergleich
Für eine Reise in die Emirate stehen dir lokale Agenturen vor Ort, deutsche Reiseveranstalter und internationale Online-Plattformen zur Auswahl.
| Reiseart | Preisspanne |
|---|---|
| Eine Woche Flug und 4-Sterne-Hotel | 1.500 bis 2.300 €* |
| Eine Woche Flug und 5-Sterne-Hotel | 2.300 bis 3.500 €* |
| Pauschalreise mit Business-Class-Flug | ab 5.000 €* |
| Kombinationsreise Dubai und Abu Dhabi | variiert je nach Saison und Hotelklasse |
Lokales Reiebüro oder deutscher Anbieter: Wo liegen die Unterschiede?
Ein lokaler Partner direkt in den Emiraten bietet durch seine genaue Marktkenntnis häufig ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bei Ausflügen und Transfers.
Auf der anderen Seite sind Vertragssicherheit, deutschsprachiger Support und der Gerichtsstand bei Unstimmigkeiten mit einem in der EU sitzenden und deutschsprachigen Anbieter oft unkomplizierter.
Drei Punkte, die schwarz auf weiß im Vertrag stehen sollten
- Ist die lokale Tourismusabgabe im Reisepreis inbegriffen oder zahlst du sie im Hotel?
- Sind die Transfers vom Flughafen zum Hotel und zurück im Preis enthalten?
- Welcher offiziellen Landeskategorie entspricht die gebuchte Unterkunft? (Manche auf Buchungsportalen als 5-Sterne-Häuser geführten Hotels besitzen diese Einstufung vor Ort offiziell nicht.)