Bohol ist eine Insel in der Provinz Visayas im Süden der Philippinen. Im Gegensatz zu Manila ist die Region noch recht ursprünglich. Die Einheimischen sprechen hier Visaya, einen lokalen Dialekt.
Hier ist mein Erfahrungsbericht, der euch hoffentlich Lust auf eine Reise in diese Region macht.
Anreise und Unterkunft
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um nach Bohol zu gelangen: per Flugzeug, dem gängigsten Transportmittel zwischen den Inseln (Inlandsflughafen Tagbilaran), oder mit dem Boot ab Cebu (das über einen internationalen Flughafen verfügt).
Der touristischste Teil ist die Insel Panglao, die durch zwei Brücken mit Bohol verbunden ist. Von Tagbilaran, der Hauptstadt von Bohol, erreicht man sie mit dem Bus in etwa 25 Minuten.
Auf Panglao gibt es zahlreiche Hotels für jedes Budget. Ihr könnt die Preise übrigens hier vergleichen.
Die lokalen Behörden haben die Infrastruktur auf der Insel ausgebaut, da sie das große touristische Potenzial erkannt haben.
Am besten sucht ihr euch ein Hotel in der Nähe des White Beach (Alona Beach). Dort trifft man auf viele verschiedene Nationalitäten (Russen, Deutsche, Italiener, Franzosen...) und die Stimmung ist entspannt. Das liegt zweifellos an den vielen Tauchern und den zahlreichen Tauchschulen vor Ort.
Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auf Bohol
Am Alona Beach kann man wunderbar entspannen. In einer der vielen Bars direkt am Strand könnt ihr Musik hören und etwas trinken. Am Abend solltet ihr unbedingt gegrillten Fisch probieren und dazu einen lokalen Rum genießen.

Tauchen
Wie bereits erwähnt, gibt es in dieser Gegend unzählige Tauchschulen. Ihr könnt dort problemlos einen Schnuppertauchgang buchen oder an Ausflügen teilnehmen. Die Unterwasserwelt der Philippinen ist weltberühmt, und Panglao ist ein absolut empfehlenswerter Spot.

Wenn ihr etwas anderes sehen möchtet, bietet Bohol viele weitere Attraktionen. Am Alona Beach werden euch von verschiedenen Anbietern Ausflüge und Touren vermittelt. Handelt die Preise ruhig aus und vergleicht die Angebote. Eine Inselrundfahrt lässt sich gut an einem Tag machen, dafür mietet man am besten einen Van inklusive Fahrer.
Hinagdanan Cave:
Von Panglao aus beginnen die Ausflüge meist mit einem Besuch der Hinagdanan-Höhle.
Die Erkundung der Höhle dauert nur wenige Minuten; im Inneren gibt es ein kristallklares Wasserbecken und einige Fledermäuse. Nichts Weltbewegendes, aber ein netter kleiner Auftakt.

Der Bohol Python and Wildlife Park
Früher konnte man in dieser Farm die größte Python der Welt sehen, doch das Tier verstarb 2013. Aktuell ziehen die Besitzer neue Pythons auf, die vielleicht in einigen Jahren den Rekord brechen werden. Man kann gefahrlos in die Gehege gehen und Fotos machen.
Dazu gibt es eine Show mit einem Ladyboy, Gesang, Tanz und die Möglichkeit, einige Tiere in Gefangenschaft zu sehen.



Can-olin, das Schmetterlingsschutzgebiet
Hier lernt man alles über den Lebenszyklus von Schmetterlingen und kann Fotos mit dutzenden Exemplaren in allen Farben machen.
Die Schmetterlinge leben in diesem Bereich in Freiheit und flattern den Besuchern um die Köpfe. Ein wirklich schönes Erlebnis.
Der Besuch ist kurz, 15 bis 20 Minuten reichen völlig aus.

Die Bambus-Hängebrücke
Diese Brücke führt über den Loboc River. Es macht Spaß, über eine Konstruktion aus reinem Bambus und Seilen zu laufen. Trotz ihres fragilen Aussehens ist sie sehr stabil, auch wenn sie beim Überqueren ordentlich wackelt.
Das Beste: Nach der Überquerung kann man sich für den bescheidenen Preis von 1 Euro eine frische Kokosnuss gönnen.

Bootsfahrt auf dem Loboc River
Die Fahrt findet auf einem Restaurant-Boot statt. Man kann philippinische Spezialitäten genießen, während man den Fluss hinaufgleitet und die Landschaft bewundert.
Das Boot fährt flussaufwärts bis zum Gebiet eines ehemaligen Stammes. Die Nachfahren dieses Stammes leben heute vom Tourismus und führen in traditioneller Kleidung einige Aspekte ihres früheren Lebens vor.

Das Tarsier-Reservat
Koboldmakis (Tarsier) sind kleine Primaten mit riesigen Augen. Sie sind das Wahrzeichen der Insel.
Man kann sie an den Ästen hängen oder ruhen sehen. Wie ihre Verwandten, die Faultiere, sind sie eher gemütliche Zeitgenossen. Koboldmakis sind eine geschützte Art, daher wird darum gebeten, keinen Lärm zu machen und beim Fotografieren auf den Blitz zu verzichten.


Der Mahagoniwald
Dies ist ein Wald, der vor etwa vierzig Jahren von Studenten angelegt wurde. Sie pflanzten auf einer Strecke von 2 Kilometern tausende Mahagonibäume.
Die Bäume sind inzwischen hoch gewachsen und es hat etwas Ästhetisches, diese perfekt ausgerichteten Reihen entlang der Straße zu betrachten. Zudem ist die Luft dort herrlich frisch.

Chocolate Hills
Die Chocolate Hills sind zweifellos die berühmtesten Hügel der Philippinen. Sie bestehen aus nicht weniger als 1268 Erhebungen, die durch Erosion nach dem Rückzug des Meeres entstanden sind. In der Regenzeit sind sie mit sattem Grün bedeckt, doch wenn das Klima trockener wird, färben sie sich braun, daher auch der Name „Chocolate Hills“.
Einige der Hügel sind über Treppen zugänglich, sodass man von oben einen tollen Blick auf die Umgebung genießen kann.

Bootsausflüge zu den Nachbarinseln
Vor dem Alona Beach liegen Dutzende „Bankas“, die traditionellen Auslegerboote aus Bambus. Diese Boote samt Besatzung kann man für ein paar Stunden mieten, um die umliegenden Inseln zu erkunden.
Virgin Island
Virgin Island ist eine unbewohnte Insel, die etwa 25 Minuten von Panglao entfernt liegt.
Je nachdem, wann man ankommt, kann man die Sandbank sehen und knietief im Wasser darauf spazieren gehen. Es ist ein tolles Gefühl: Man befindet sich mitten auf dem Meer und kann doch hunderte Meter weit stehen. Man kann am Rand der Sandbank schwimmen oder sogar mit Maske und Schnorchel die Unterwasserwelt erkunden. Die Korallenriffe dort sind wirklich wunderschön.



Balicasag Island
Nach Virgin Island kann man die Bootsfahrt fortsetzen und zum Essen nach Balicasag Island fahren. Die Insel liegt etwa 45 Minuten von Panglao entfernt. Die Unterwasserwelt dort steht unter Schutz, daher muss man eine Eintrittsgebühr zahlen, um zwischen Fischen und Korallen schwimmen zu dürfen.
Wie bereits erwähnt, kann man dort essen, entweder man kauft etwas vor Ort oder man spricht sich vor der Abfahrt mit dem Bootskapitän ab, der einem eine Mahlzeit zubereiten kann.
Auf Balicasag kann man je nach Saison Delfine oder Meeresschildkröten beobachten, allerdings nur, wenn man sehr früh von Panglao aus aufbricht (gegen 5 Uhr morgens).


Fazit
Auf Bohol gibt es für jeden Geschmack die passende Aktivität. Diese kleine Insel in der Region Visayas steigt nach und nach zu einem der Top-Reiseziele auf den Philippinen auf. Ein Beweis dafür ist der Bau des internationalen Flughafens von Panglao, der 2017 in Betrieb genommen wurde. Er wird die Erreichbarkeit für Touristen aus Korea, China und Japan deutlich verbessern.
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