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Eine Woche in St. Petersburg auf den Spuren von Anastasia

Aus dem Französischen übersetzt — Original auf Französisch lesen

Hallo zusammen!

Sankt Petersburg, das Venedig des Nordens

Dreifaltigkeitsbrücke, Sankt Petersburg

Ich bin mir sicher, dass ihr, genau wie ich als Kind, und besonders ihr Mädels, davon geträumt habt, die Disney-Prinzessin Anastasia zu sein, oder? Mich jedenfalls haben die Romanows und alles, was dazugehört, immer total fasziniert!
Mit dieser Begeisterung im Gepäck bin ich also mit meinem Liebsten für eine Woche nach Sankt Petersburg aufgebrochen.

Als wir ankamen, unser Gepäck schnell im Hotel abstellten und die Stadt erkundeten, war ich sofort von der Schönheit dieser Metropole verzaubert. Sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird nicht umsonst „Venedig des Nordens“ genannt. Die breiten Alleen, die in riesige Plätze münden, die Gebäude selbst und die Kanäle, alles erinnert daran, dass Peter der Große hier eine Stadt schaffen wollte, die sich zum Westen hin öffnet.

Unterwegs in „St. Pit“

Wappen der Stadt Sankt PetersburgSich in der Stadt fortzubewegen ist überhaupt kein Problem. Natürlich könnt ihr Taxis nehmen, aber ich empfehle euch die öffentlichen Verkehrsmittel: Sie sind günstiger und sehr gut ausgebaut, ihr könnt problemlos zwischen U-Bahn, Bus und Straßenbahn wechseln. Wundert euch nicht bei der Metro: Bevor ihr euren Bahnsteig erreicht, werdet ihr das Gefühl haben, tief in die Erde abzutauchen. Das Netz gehört zu den tiefsten der Welt, da man die sumpfigen Bodenschichten umgehen und direkt durch den Granit graben musste!

Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang. Ich verrate euch hier einen Teil dessen, was wir gesehen haben, wobei es noch so viel mehr gibt, allein schon durch die Stadt zu schlendern ist ein absolutes Highlight für die Augen!

Sehenswürdigkeiten

Die historische Haseninsel

Peter-und-Paul-FestungZum Einstieg empfehle ich euch das Herzstück und den Gründungsort der Stadt: die Peter-und-Paul-Festung auf der Haseninsel. Sie wurde zu Ehren des Apostels Petrus benannt (nicht nach Peter dem Großen) und Anfang des 18. Jahrhunderts zur Verteidigung gegen die Schweden errichtet. Neben den Festungsmauern (die an die Bauweise von Vauban in Frankreich erinnern) und den Gebäuden könnt ihr dort die Peter-und-Paul-Kathedrale besichtigen.

Die großen Museen und Kulturstätten

Kulturfans dürfen auf keinen Fall die berühmte Eremitage an der Newa verpassen. Ihr habt die Qual der Wahl aus rund 60.000 ausgestellten Werken von insgesamt 3 Millionen Stücken: Besonders berühmt ist das Museum für seine 31 Picasso-Werke und über 25 von Matisse. Die Sammlung wurde von Katharina II. begründet, die eine große Kunstliebhaberin war, und im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut, auch durch die Beschlagnahmung privater Sammlungen während der Sowjetzeit! Plant mindestens einen halben Tag für den Besuch ein. Und schaut nicht nur auf die Kunstwerke: Hebt den Kopf und bewundert den Palast selbst.

Die Stadt bietet zudem viele große Plätze. Einer davon ist der Platz der Künste: Zwei Museen, das Russische Museum und das Ethnographische Museum, , eine Philharmonie, ein Kabarett sowie ein Opern- und Balletttheater (Mussorgski-Theater) umgeben ihn und erklären seinen Namen. In der Mitte des Platzes seht ihr die Statue des berühmten Puschkin. Mein Schatz und ich konnten ein Ballett besuchen (man muss entweder weit im Voraus buchen oder, wie wir, an den Abenden der Vorstellungen Schlange stehen und auf Glück bei den Restkarten hoffen…). Aber das alles reicht nicht an das prachtvolle und weltberühmte Mariinski-Theater heran (ehemals Kirow-Theater, für Kenner), das so viele berühmte Tänzer wie Baryshnikov hervorgebracht hat.

Die religiösen Bauwerke

Auferstehungskirche (Blutkirche)Natürlich könnt ihr Sankt Petersburg nicht verlassen, ohne die berühmte Auferstehungskirche (auch Blutkirche genannt) direkt am Gribojedow-Kanal gesehen zu haben. Mit ihren traditionellen russischen Zwiebeltürmen ist sie schon von weitem sichtbar und wurde genau an der Stelle errichtet, an der Zar Alexander II. 1881 ermordet wurde. Wenn wir schon bei Kirchen sind: Besucht auch die Smolny-Kathedrale am Ufer der Newa. Dieses ehemalige Gotteshaus in seinem erstaunlichen Pastellblau dient heute als majestätischer Konzertsaal. Zuletzt ist auch die Isaakskathedrale einen Abstecher wert, allein schon, weil sie eine der größten Kirchen Europas ist. Sie ragt über 100 Meter in die Höhe.

Und viele weitere Highlights

Ganz in der Nähe der Auferstehungskirche werdet ihr sicher ein überraschendes Gebäude bemerken. Was wie eine Art Winterzirkus aussieht, ist in Wahrheit der Kaiserliche Marstall, in dem die schönsten Pferde vor Wind und Wetter geschützt und von ihren Pflegern umsorgt wurden.

Ein Besuch des Kreuzers Aurora ist zweifellos ein eher ungewöhnliches Erlebnis. Berühmt dafür, mit einem Kanonenschuss das Signal für den Angriff auf den Winterpalast, den damaligen Sitz der provisorischen Regierung, während der bolschewistischen Oktoberrevolution 1917 gegeben zu haben, wirkt das Schiff trotz seines hohen Alters noch immer majestätisch. Um es zu finden, halten Sie beim Verlassen der Eremitage einfach Ausschau nach den drei Schornsteinen.

Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen, aber ich möchte hier keine endlose Aufzählung aneinanderreihen. Ich kann Sie nur dazu ermutigen, selbst hinzufahren und den Zauber dieses Ortes zu entdecken. Gute Reise!

Kommentare (1)

und hinterlasse einen Kommentar.
  • Dudy
    Dudy
    Sympa l'article, mais la fan de Disney en moi doit corriger: Anastasia n'est pas un film de Disney! ;) Mais tout aussi bien je suis d'accord!!

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