Dunvegan Castle sur Skye Island

Was tun in Insel Skye: die schönsten Aktivitäten & Highlights 2026

Insel Skye, wo die Wolken den Boden berühren

Ihr gälischer Name ist Eilean a' Cheo: die Insel der Nebel. Das ist kein Werbeslogan. Wolken verfangen sich in den Gipfeln der Cuillin, ziehen in die Täler hinab und hüllen die kurvigen Straßen in Grau. Innerhalb weniger Stunden wechselt das Wetter von strahlendem Sonnenschein zu waagerechtem Regen und einem doppelten Regenbogen über einem Loch. Diese Unberechenbarkeit gehört fest dazu. Bis 1995 war Skye nur per Fähre zu erreichen. Heute führt eine kostenlose Brücke vom Festland hinüber, doch die Insel hat sich ihren wilden, isolierten Charakter bewahrt.

Ein Ziel für Naturliebhaber, nichts für Zartbesaitete

Skye ist etwas für Wanderer, Fotografen und Träumer, denen ein wenig Regen nichts ausmacht. Die Insel ist 80 km lang und 40 km breit, aber kein Punkt liegt weiter als 8 km vom Meer entfernt. Die schmalen, oft einspurigen Straßen mit ihren Ausweichstellen, den sogenannten passing places, erfordern Geduld. Außerhalb der Ortschaften gibt es kaum Mobilfunkempfang. Und Schafe überqueren die Straße ohne Vorwarnung.

Wenn du überlaufene Strände, Einkaufszentren oder ein pulsierendes Nachtleben suchst, bist du hier falsch. Unterkünfte müssen im Sommer Monate im Voraus gebucht werden. Ohne Reservierung stehen viele Restaurants vor verschlossenen Türen. Von Juni bis August können dich zudem die midges, die berüchtigten schottischen Gnitzen, bei Windstille zur Verzweiflung bringen. Wer diese Bedingungen akzeptiert, findet hier Landschaften, die in Europa ihresgleichen suchen.

Budget: Das ländliche Schottland hat seinen Preis

Rechne mit 100 bis 150 GBP (ca. 120-180 Euro) pro Nacht für ein ordentliches B&B, deutlich mehr für gehobene Hotels. Ein Restaurantbesuch kostet zwischen 20 und 40 GBP (ca. 24-48 Euro). Mietwagen ab Edinburgh oder Glasgow kosten ab 40 GBP (ca. 48 Euro) pro Tag. Der Eintritt zum château de Dunvegan liegt bei 16 GBP (ca. 19 Euro) pro Erwachsenem.

Die Halbinsel Trotternish: Der wilde Norden

Der Norden der Insel bietet die spektakulärsten Aussichten. Der Old Man of Storr, ein 50 Meter hoher Felsmonolith, der schon von der Straße aus sichtbar ist, zieht viele Besucher an. Die Wanderung zum Fuß der Formation dauert etwa eine Stunde hin und zurück. Der Weg ist steil, aber für durchschnittliche Wanderer gut machbar.

Weiter nördlich liegt der Quiraing, der größte Erdrutsch des Vereinigten Königreichs. Die 7 km lange Wanderrunde windet sich zwischen Felsnadeln, Grasplateaus und schwindelerregenden Abhängen hindurch. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Äußeren Hebriden. Der Parkplatz ist im Sommer oft schon ab 9:00 Uhr überfüllt.

Conseil d'ami : Sei vor 8:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr am Quiraing, um den Menschenmassen zu entgehen und das beste Licht zu nutzen. Der Sonnenuntergang ist bei gutem Wetter unvergesslich.

Kilt Rock und der Mealt-Wasserfall

Diese Basaltklippen stürzen 60 Meter tief ins Meer. Ihr Name leitet sich von den vertikalen Säulen ab, die an die Falten eines schottischen Kilts erinnern. Von einer Aussichtsplattform lässt sich der Mealt Falls beobachten, der direkt in den Ozean fällt. Der Zugang ist kostenlos, das Parken jedoch gebührenpflichtig.

Der Westen der Insel: Burgen und Destillerien

Das château de Dunvegan überragt seit 800 Jahren das gleichnamige Loch. Es ist das am längsten durchgehend bewohnte Schloss Schottlands und befindet sich bis heute im Besitz des MacLeod-Clans. Im Inneren ist die berühmte Fairy Flag ausgestellt, eine Seidenfahne, die laut Legende von Feen stammt. Die botanischen Gärten laden zu einem einstündigen Spaziergang ein. Vom Schloss aus starten Bootsausflüge zu den Robbenkolonien.

Nur wenige Kilometer entfernt produziert die Destillerie Talisker einen der torfigsten Whiskys Schottlands. Die Führung dauert etwa eine Stunde und beinhaltet eine Verkostung. Reserviere unbedingt online, da die Plätze schnell vergeben sind. Seit 2017 gibt es mit Torabhaig im Süden der Insel eine weitere Destillerie.

Die Fairy Pools und Glen Brittle

Die Fairy Pools sind dank Instagram zur meistfotografierten Attraktion auf Skye geworden. Diese natürlichen Becken mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser reihen sich entlang eines Bachlaufs am Fuße der Cuillin aneinander. Der Hin- und Rückweg dauert etwa 90 Minuten. Manche Mutige gehen dort schwimmen, obwohl das Wasser selten über 10°C warm wird.

Der kostenpflichtige Parkplatz ist von Mai bis September dauerhaft überlaufen. Nach Regenfällen kann der Weg sehr schlammig werden. Die Magie der Orte entfaltet sich am besten früh am Morgen oder in der Nebensaison, wenn die Reisebusse noch nicht da sind.

Conseil d'ami : Wenn dir die Fairy Pools zu voll sind, wandere weiter zur Talisker Bay. Dieser Strand mit schwarzem Sand ist deutlich weniger frequentiert und nach einem 30-minütigen Fußweg erreichbar.

Neist Point und das Ende der Welt

Der Leuchtturm am Neist Point markiert den westlichsten Punkt der Insel. Die Zufahrtsstraße ist so schmal, dass Begegnungen mit anderen Fahrzeugen zur echten Herausforderung werden. Vom Parkplatz führt ein Pfad in 20 Minuten hinunter zum Leuchtturm. Die Klippen bieten einen weiten Blick auf die Äußeren Hebriden. Zwischen April und September ist dies einer der besten Orte, um Wale und Delfine zu beobachten.

Wo kann man auf der Insel Skye essen und trinken?

Die kulinarische Szene auf Skye basiert vor allem auf Meeresfrüchten. The Oyster Shed in der Nähe der Talisker-Destillerie serviert in rustikalem Ambiente Austern, Krabben und Hummer. The Chippy in Portree hat für seine Fish and Chips bereits mehrfach Preise gewonnen. Für ein gehobenes Erlebnis bietet das Restaurant Loch Bay bei Dunvegan einen Michelin-Stern.

Das legendäre Three Chimneys zählt regelmäßig zu den besten Restaurants Schottlands und serviert ein Degustationsmenü mit regionalen Produkten. Reserviere hier mehrere Wochen im Voraus. Für eine einfachere Mahlzeit bieten die Pubs in den Dörfern cullen skink an, eine cremige Suppe mit geräuchertem Schellfisch, die typisch für die Highlands ist.

Wo kann man auf der Insel Skye und Umgebung übernachten?

Portree ist der praktischste Ausgangspunkt mit der größten Auswahl an Geschäften und Restaurants. Die bunten Häuser am Hafen sind das klassische Postkartenmotiv der Insel. Wer es ruhiger mag, findet in den B&Bs rund um Broadford oder auf der Halbinsel Sleat spektakuläre Aussichten.

Das Skeabost Hotel verbindet schottischen Charme mit eigenem Lachsfluss. Das Kinloch Lodge im Süden der Insel bietet ein Herrenhaus-Erlebnis mit Gourmetküche. Für das kleine Budget gibt es in Portree und Broadford mehrere Jugendherbergen. Campingplätze ermöglichen es, direkt in der Natur zu übernachten, sofern man die midges in Kauf nimmt.

Wie kommt man zur Insel Skye und wie bewegt man sich fort?

Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus fliegt man am besten nach Edinburgh oder Glasgow, von dort sind es 4,5 bis 5 Stunden Fahrt. Der Flughafen von Inverness verkürzt die Anreise auf 2 Stunden. Das Unternehmen Citylink bietet Busverbindungen von Edinburgh, Glasgow und Inverness bis nach Portree an, doch ein eigenes Auto ist zur Erkundung der Insel unerlässlich.

Die CalMac-Fähre verbindet Mallaig und Armadale in 30 Minuten. Diese Anreise ist romantischer als die Fahrt über die Brücke, allerdings müssen die Plätze im Sommer vorab gebucht werden. Eine kleine private Fähre verkehrt zwischen Ostern und Oktober zwischen Glenelg und Kylerhea. Auf der Insel erfordern die einspurigen Straßen Geduld und Höflichkeit an den passing places.

Wann ist die beste Reisezeit?

Mai und Juni bieten die längsten Tage bei noch moderatem Besucheraufkommen. Der April ist zwar kühl, aber die Natur beginnt zu grünen. Der Sommer bringt die meisten Touristen und die midges. Der Herbst lockt mit leuchtenden Farben und weniger Besuchern, allerdings sind die Tage kürzer und das Wetter rauer. Der Winter ist ideal für Fotografen, die dramatisches Licht suchen, doch manche Straßen können dann unpassierbar sein.

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Skye, Schottland im Kleinformat

Wenn ihr für eure Reise nach Schottland wenig Zeit habt, zum Beispiel nur eine Woche, dann empfehle ich euch einen Aufenthalt auf der Isle of Skye. Es ist ein echtes kleines Konzentrat von Schottland, was Landschaften, Kultur und so weiter angeht.
Ihr könnt mit der Fähre von Mallaig aus anreisen oder über die Straße kommen. Man muss diesen Ort mindestens einmal im Leben gesehen haben :)

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