Brighton besuchen
Brighton liegt im Südosten von England im Vereinigten Königreich, eingebettet in die Grafschaft East Sussex direkt an der Ärmelkanal-Küste. Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem beliebten Bade- und Kurort. Wegen der engen Verbindung zur britischen Hauptstadt und dem lebendigen Treiben wird die Stadt oft als London on Sea bezeichnet. Die Eisenbahnanbindung an Londres im Jahr 1841 gab dem Tourismus den entscheidenden Schub. Aus der viktorianischen Ära stammen prägende Gebäude wie das Grand Hôtel, das noch heute direkt an der Strandpromenade thront.
Ein Wahrzeichen der britischen Freizeitkultur
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Brighton zwei Seebrücken. Der East Pier, heute als Brighton Palace Pier bekannt, beherbergt Spielhallen und Gastronomie und ist bis heute ein zentraler Anlaufpunkt. Der West Pier hingegen hatte weniger Glück: Einst ein prunkvoller Ort für Konzerte und Theater, musste er 1975 wegen Baufälligkeit für die Öffentlichkeit gesperrt werden. Nach mehreren Bränden sind heute nur noch die Ruinen im Meer zu sehen, die ein markantes Fotomotiv direkt vor der Küste bilden.
Ein weiteres architektonisches Highlight ist der Royal Pavilion. Er wurde vom Prince Regent, dem späteren König George IV., in Auftrag gegeben und mischt anglo-indische Stilelemente mit auffälligen Kuppeln. Heute dient das Gebäude als Kunstmuseum mit bedeutenden Sammlungen zu Design, Mode und bildender Kunst.
Charme einer englischen Küstenstadt
Das Stadtzentrum, bekannt als The Lanes, besticht durch sein Labyrinth aus engen Gassen, kleinen Läden, Pubs und Restaurants. Lass dich einfach treiben und mach einen Abstecher in die Blaker Street, um die bunten Fassaden der Häuser zu sehen. Weiter nördlich erstreckt sich North Laine, ein Viertel voller Street-Art und Antiquitätenläden. Es gilt als Geburtsort der Mods-Kultur, jener Bewegung, die in den 1960er Jahren Jazz-Liebhaber, maßgeschneiderte Anzüge und den Kult um Motorroller vereinte.
Die Strandpromenade, die schon der Maler John Constable auf Leinwand festhielt, ist bestens ausgebaut. Richtung Hove säumen die typischen, bunten Holzhütten, die Hove Beach Buts, den Weg. Wer den Überblick sucht, fährt mit dem British Airways i360 in die Höhe. Der 162 Meter hohe Aussichtsturm bietet einen weiten Blick über die Küste und die Stadt. Auf der Ostseite der Stadt führt der Undercliff Walk auf einer fünf Kilometer langen Strecke direkt unterhalb der Kreidefelsen am Meer entlang.
Wann ist die beste Reisezeit?
Für einen Besuch in Brighton sind das Frühjahr und der Sommer ideal, um das milde Küstenwetter auszukosten. Besonders lebendig wird es während der Gay Pride, einer der größten Veranstaltungen dieser Art im Vereinigten Königreich, da Brighton als LGBT-Hauptstadt des Landes gilt.
Anreise
Der nächstgelegene internationale Flughafen ist London Gatwick, von wo aus direkte Züge nach Brighton fahren. Reisende, die mit dem Eurostar ankommen, erreichen Brighton bequem von den Londoner Bahnhöfen Saint-Pancras oder Victoria aus. Mit dem Auto ist die Stadt über die A23, die Küstenstraße A259 oder die A27 gut an das Fernstraßennetz angebunden.
Das englische Santa Monica! Ich habe den Spaziergang am Meer sehr genossen. Mit seinem berühmten, stets belebten Pier, den Restaurants und dem Riesenrad bietet Brighton eine schöne, authentische Kulisse, um zu flanieren und sich an den Strand zu setzen. In der Innenstadt bin ich lange durch die Lanes gelaufen, wunderschöne kleine Gassen voller Teestuben, Geschäfte mit bunten Fassaden und Kunstgalerien. Was die Besichtigungen angeht, empfehle ich euch den Royal Pavilion, ein beeindruckendes Museum für Mode, sowie den British Airways i360 Turm, von dem aus man einen herrlichen Blick auf den Pier und die Küste hat.