Salzburg besuchen: Die barocke Stadt, in der Mozarts Noten nachklingen
Drei grün gekrönte Hügel erheben sich über pastellfarbene Dächer, während die Salzach zwischen geschmückten Schmiedeeisenfassaden dahinfließt. Du befindest dich an einem Ort, an dem jede gepflasterte Gasse die Echos eines Walzers festzuhalten scheint, an dem sich der Duft von Pralinenschokolade mit dem historischer Brauereien mischt und an dem der italienische Barock im Herzen der Alpen Quartier bezogen hat.
Willkommen in dieser vierten Stadt Österreichs, die ihren Reichtum dem Salz und ihren Ruhm einem 1756 geborenen Wunderkind verdankt.
Ein Ziel für Romantiker und Musikliebhaber, weniger für Ruhesuchende
Die Altstadt dieser zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Stadt birst in der Hauptsaison vor Besuchern. Wenn du Ursprünglichkeit abseits der Massen suchst, planst du deine Reise am besten für Oktober oder Februar. Liebst du jedoch atemberaubende barocke Architektur, klassische Musik und eine märchenhafte Winterstimmung, bist du hier genau richtig.
Beim Budget kannst du mit etwa 80-100 €* pro Tag rechnen, wenn du in einem guten Hotel unterkommst. Die gute Nachricht: Das historische Zentrum lässt sich komplett zu Fuß erkunden und die Salzburg Card (ab 34 €* für 24 Stunden) schließt Verkehrsmittel und den Eintritt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ein. Ein Auto brauchst du erst, wenn du die umliegenden Seen oder das Salzkammergut erkunden möchtest.
Salzburg und seine Umgebung erkunden
Eintauchen in die fürstliche Vergangenheit
Es führt kein Weg an der Festung Hohensalzburg vorbei, die seit 1077 über der Stadt thront. Mit der Standseilbahn ab der Festungsgasse erreichst du eine der größten mittelalterlichen Burganlagen Europas. Drinnen lohnen das Zeughaus und der Goldener Saal den Besuch, doch der wahre Schatz bleibt der Panoramablick auf die Alpen und die Dächer der Altstadt.
Am Fuße der Festung vereint das DomQuartier fünf Museen rund um den prächtigen Dom mit seiner imposanten Kuppel. Das Ensemble bietet einen faszinierenden Weg durch europäische Gemälde, sakrale Kunst und fürstliche Gemächer. Verpasse nicht die Aussichtsterrasse mit Blick auf den Domplatz.
Die Residenz, in der einst die Fürsterzbischöfe regierten, entfaltet ihre barocke Pracht im Herzen der Stadt. Direkt daneben spielen das Glockenspiel und seine 35 Glocken dreimal täglich Mozart-Melodien.
Ein Tipp unter Freunden: Besuche die Festung früh morgens vor der Ankunft der Reisebusse oder am späten Nachmittag, wenn das goldene Licht die Alpen in Brand setzt.
Auf den Spuren von Mozart und dem Barock
Die Getreidegasse als Haupteinkaufsstraße fasziniert durch ihre schmiedeeisernen Schilder und gewölbten Passagen. In Nummer 9 zeigt das zum Museum umgestaltete Mozarts Geburtshaus das frühe Leben des Komponisten anhand von Instrumenten, Notenblättern und persönlichen Gegenständen. Die Stimmung bleibt trotz des Andrangs intim.
Auf der anderen Seite des Flusses bieten das Schloss Mirabell und seine bezaubernden Gärten einen romantischen Rahmen mit freiem Blick auf die Festung. 1606 erbaut und im 18. Jahrhundert barock umgestaltet, gilt es als eines der Juwelen der Stadt. Der Marmorsaal lädt regelmäßig in prunkvollem Ambiente zu Konzerten ein.
Die 696 gegründete Stift St. Peter bleibt eines der ältesten aktiven Klöster Europas. Der von Arkaden umgebene, romantische Friedhof strahlt eine zeitlose Ruhe aus. Nicht weit entfernt diente das Stift Nonnberg als Kulisse für den berühmten Musikfilm Meine Lieder, Meine Träume, der 1964 in der Umgebung gedreht und ein Jahr später uraufgeführt wurde.
Ein Tipp unter Freunden: Schlendere sehr früh am Morgen durch die Getreidegasse, um den Zauber ohne den Trubel zu erleben. Die traditionellen Handwerksschilder an den Fassaden belohnen jeden Blick nach oben.
Entfliehen in Gärten und auf Anhöhen
Wenige Kilometer südlich überrascht das Schloss Hellbrunn mit raffinierten Wasserspielen aus dem 17. Jahrhundert. Der erbauende Fürsterzbischof liebte es, seine Gäste mit versteckten Brunnen reinzulegen, die über ein ausgeklügeltes Hydrauliksystem gesteuert werden. Der weitläufige Park beherbergt zudem den Salzburger Zoo, was besonders Familien anspricht.
Um dem Trubel zu entkommen, wanderst du auf den Kapuzinerberg (640 Meter), der von der Steingasse oder der Linzergasse zugänglich ist. Der Aufstieg belohnt dich mit einem spektakulären Blick auf barocke Dächer und die umliegenden Berge. Er ist weniger überlaufen als die Festung und der perfekte Ort für den Sonnenuntergang.
Radfahrer schätzen die 180 Kilometer Radwege, die sich durch Stadt und Umgebung ziehen, vor allem entlang der Salzach mit Blick auf den Untersberg.
Ein Tipp unter Freunden: Reserviere dein Ticket für Hellbrunn online, um besonders im Sommer Schlangen zu vermeiden. Stell dich darauf ein, bei den Wasserspielen nass zu werden.
Im Takt von Festivals und lebendiger Kultur
Von Ende Juli bis Ende August verwandelt sich die Stadt während der Salzburger Festspiele, einem der weltweit renommiertesten Opern- und Klassikfestivals, in eine Riesenbühne. Opern, Konzerte und Theaterstücke bespielen historische Säle und öffentliche Plätze, wobei einige Aufführungen sogar kostenlos auf einer Großleinwand am Kapitelplatz übertragen werden.
Im Januar zieht die Mozartwoche Musikbegeisterte mit Konzerten und Rezitals an. Im Oktober bringt das Festival Jazz & The City Kirchen und Weinkeller zum Klingen. Der futuristische Hangar-7 am Flughafen beherbergt derweil die historische Flugzeugsammlung von Red Bull und das Sternerestaurant Ikarus.
Ein Tipp unter Freunden: Besuche auch ohne Festzeltkarte die kostenlosen Konzerte auf dem Kapitelplatz oder genieße öffentliche Proben an ausgewählten Orten. Die Atmosphäre ist unvergleichlich.
Wo in Salzburg essen und trinken?
Die Salzburger Küche verbindet alpine Tradition mit bayerischen und italienischen Einflüssen. Der unbestrittene Star: die Salzburger Nockerl, ein süßes Soufflé, das die drei Stadtberge (Mönchsberg, Kapuzinerberg, Gaisberg) symbolisiert. Heiß serviert und mit Puderzucker bestäubt, genießt du dieses luftige Dessert in historischen Adressen wie dem Bärenwirt (seit 1663) oder dem St. Peter Stiftskulinarium, das als eines der ältesten Restaurants Mitteleuropas gilt.
Ein weiteres kulinarisches Symbol sind die Mozartkugeln, diese 1890 erfundenen Pralinen aus Pistazienmarzipan und Schokolade. Für das handwerkliche Original führt der Weg zur Café Konditorei Fürst. Auf der deftigen Seite probierst du ein Schnitzel oder Knödel, begleitet von einem lokalen Stiegl-Bier, das seit 1492 gebraut wird.
Das Augustiner Bräu als größter Biergarten Österreichs bietet mit seinen geselligen Holztischen unter Kastanienbäumen ein authentisches Erlebnis. Für gehobene Gastronomie verwöhnen das Restaurant Esszimmer oder das Ikarus im Hangar-7 anspruchsvolle Gaumen.
Wie kommst du nach Salzburg und wie bewegst du dich fort?
Aus Deutschland fährst du meist mit der Bahn: ab München sind es nur 1,5 Stunden . Der Flughafen W. A. Mozart selbst wird vor allem aus europäischen Drehkreuzen angeflogen. Die Fahrt ins Zentrum kostet mit dem Bus (Linie 2 oder 27) 4 €* bei 20 Minuten Fahrzeit oder 20-25 €* mit dem Taxi. Ab Wien dauert die Zugfahrt direkt 2,5 Stunden , ab München sind es gerade mal 1,5 Stunden . Busse verbinden die Stadt zudem mit Innsbruck, Graz und Linz.
Vor Ort lässt sich die kompakte Altstadt am besten zu Fuß erkunden. Das Stadtbusnetz der Obusse bedient die Außenbezirke und Ziele wie Hellbrunn effizient. Die Salzburg Card schließt unbegrenzte öffentliche Verkehrsmittel ein und bleibt die günstigste Option für Besucher.
Ein Auto im Zentrum zu parken ist mühsam und teuer (15-20 €* pro Tag). Die Contipark-Parkhäuser am Stadtrand mit Shuttle in die Innenstadt sind vorteilhafter. Fahrräder sind dank zahlreicher Radwege entlang der Salzach eine hervorragende Alternative.
Wann ist die beste Reisezeit?
Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Der Sommer (Juli bis August) zieht wegen der Musikfestspiele die Massen an, aber die Hitze kann schwül sein und die Preise steigen rasant. Frühling (April bis Mai) und Herbst (September bis Oktober) kombinieren angenehmes Wetter, mäßigen Andrang und farbenprächtige Gärten.
Der Winter verwandelt die Stadt vom 20. November bis 6. Januar mit fünf Weihnachtsmärkten im historischen Zentrum in eine Märchenkulisse, darunter der spektakuläre Christkindlmarkt auf dem Domplatz. Die schneebedeckten Alpen im Hintergrund und die festliche Stimmung machen die Kälte mehr als wett. Zu meiden: Mitte August während des Festivalgipfels, es sei denn, du kommst gezielt für die Konzerte.
Ich habe die sehr romantische Atmosphäre in den Straßen von Salzburg geliebt, deren Architektur wirklich gut erhalten ist. Ich persönlich würde einen Besuch im Mozart-Geburtshaus empfehlen. Die Besichtigung ist sehr interessant und ich finde es faszinierend, einen Einblick in das Privatleben einer so berühmten historischen Persönlichkeit wie ihm zu bekommen :)