Battambang erkunden: Authentischer Charme in Kambodscha
Eine Stadt mit bemerkenswertem kolonialem Erbe
Im Nordwesten von Kambodscha gelegen, ist Battambang die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Gründung geht auf das 11. Jahrhundert zurück, doch das heutige Stadtbild ist stark von der französischen Kolonialzeit geprägt. Besonders entlang der Rue 1, 2 und 3 finden sich zahlreiche pastellfarbene Fassaden und architektonische Details, die an eine vergangene Ära erinnern. Die historische Bausubstanz bildet eine malerische Kulisse für ausgiebige Spaziergänge durch das Zentrum.
Historische Tempel und kulturelle Stätten
Battambang ist von alten Tempelanlagen umgeben, die vom kulturellen Reichtum der Region zeugen. Der Wat Banan aus dem 11. Jahrhundert wird aufgrund seiner fünf Türme oft mit Angkor Wat verglichen. Er thront auf einem Hügel und bietet einen weiten Blick über das Umland. Ebenfalls für Geschichtsinteressierte empfehlenswert ist der Wat Ek Phnom, ein weiterer Tempel aus dem 11. Jahrhundert.
Das Provinzmuseum von Battambang beherbergt eine Sammlung von Artefakten aus der Zeit vor und während des Khmer-Reiches und vermittelt einen guten Einblick in die lokale Geschichte.
Einzigartige Erlebnisse: Bambuszug und Phare-Zirkus
Der Norry, besser bekannt als Bambuszug, ist ein Wahrzeichen von Battambang. Dieses traditionelle Verkehrsmittel besteht aus einer einfachen Bambusplattform auf Rädern und bietet eine originelle Möglichkeit, die kambodschanische Landschaft zu erkunden.
Ein weiteres kulturelles Highlight ist der Zirkus Phare Ponleu Selpak. Die von Kunststudenten dargebotenen Shows verbinden Akrobatik, Jonglage und Theater und spiegeln die künstlerische Vielfalt Kambodschas wider.
Lokales Leben und lebhafte Märkte
Der zentrale Markt, Phsar Nat, bildet das kommerzielle Zentrum von Battambang. Hier findest du eine große Auswahl an lokalen Produkten, von tropischen Früchten bis hin zu handgefertigten Textilien. Er ist der ideale Ort, um in den Alltag der Einheimischen einzutauchen und lokale Speisen zu probieren.
Battambang ist zudem für seine Handwerksbetriebe bekannt, insbesondere für Holzschnitzerei und Töpferei. Ein Besuch in diesen Werkstätten bietet die Gelegenheit, traditionelle Fertigungsmethoden aus erster Hand zu sehen und authentische Andenken zu erwerben.
Die Umgebung von Battambang
Die Provinz Battambang ist landschaftlich abwechslungsreich. Der zwischen zwei Bergen gelegene See Kamping Puoy ist für seine riesigen Lotusblüten bekannt und dient als beliebter Ort zur Entspannung.
Der Phnom Sampov ist ein Karstberg mit Tempeln und Höhlen, darunter die berühmten Fledermaushöhlen. Jeden Abend strömen dort Tausende von Fledermäusen aus den Felsspalten, was ein beeindruckendes Naturschauspiel darstellt.
Warum Battambang besuchen?
Battambang bietet einen unverfälschten Einblick in Kambodscha abseits der großen Touristenströme. Die Stadt überzeugt durch ihr historisches Erbe, die Natur und eine entspannte Atmosphäre. Es ist das richtige Ziel für Reisende, die Authentizität und kulturelle Einblicke suchen.
Die beste Reisezeit
Für einen Besuch in Battambang empfiehlt sich der Zeitraum zwischen November und März. Während der Trockenzeit ist das Klima angenehm und die Temperaturen sind moderat. Dies sind ideale Bedingungen, um Tempel und Landschaften ohne die Einschränkungen durch starke Regenfälle zu erkunden.
Anreise
Battambang ist von Phnom Penh (6 Stunden) oder Siem Reap (3 Stunden) aus gut über ausgebaute Straßen mit dem Bus oder Taxi erreichbar. Eine alternative und landschaftlich reizvolle Variante ist die Anreise mit dem Boot von Siem Reap über den Tonle Sap See, wobei die Dauer und Verfügbarkeit stark vom Wasserstand abhängen. Für Reisende aus Thailand gibt es zudem Busverbindungen ab Bangkok.
Battambang ist zwar relativ unbekannt, aber dennoch eine der wichtigsten und ältesten Städte Kambodschas.
Ich mochte die Altstadt, die Kolonialhäuser aus der französischen Zeit, den Zentralmarkt, die Pagoden und die Flussufer, die man mit dem Boot erkunden kann. Interessant und ziemlich authentisch, da die Einheimischen ihr Leben leben, ohne sich groß um Touristen zu scheren.
Ein kleiner magischer Ausflug: Mit dem Fahrrad die Dörfer und Reisfelder in der Umgebung besuchen.