Nepal besuchen: Ein Gipfel der Spiritualität
Eingebettet zwischen den Riesen China und Indien, liegt auf der legendären Seiden- und Salzstraße das Nepal des Buddha. Das Land ist etwa ein Viertel so groß wie Frankreich. Einst ein Paradies für Hippies, hat es sich heute zum Königreich für Trekking-Fans entwickelt und verbindet Spiritualität, Kultur, Natur und Sport. Mit jährlich rund 300 hinduistischen und buddhistischen Festen lässt die nepalesische Folklore Zeit und Raum vergessen. Du hast hier die Gelegenheit, den Bengalen-Tiger in freier Wildbahn zu erleben und die köstliche Küche zu probieren, die fein mit Gewürzen und Koriander abgestimmt ist.
Das Kathmandutal, ein natürlicher Talkessel westlich des Mount Everest
Kathmandu, eine lebendige Hauptstadt voller Kontraste
Die Hauptstadt Katmandou gleicht einem Ameisenhaufen und erinnert in ihrer Intensität ein wenig an Indien. Brich am besten früh am Morgen zum Durbar Square auf. Dieser symbolträchtige religiöse Ort wird nach dem Erdbeben von 2015 noch immer restauriert. Das Kumari Ghar, ein farbenfrohes Haus aus dem 18. Jahrhundert, ist den Kumari gewidmet, jungen Mädchen, die als lebende Göttinnen verehrt werden, bis sie mit der Pubertät ihren Status verlieren. Bestaune anschließend den Bhagwati Temple, den Jagannath Temple und den Taleju Temple.
Verpasse nicht die filigranen Elfenbeinfenster, die sich rechts nach der großen Glocke befinden. Die Terrasse des Cafés Taleju View bietet einen schönen Panoramablick über das gesamte Areal. Über Asan Tole gelangst du zurück in das quirlige Einkaufsviertel Thamel. Auf dem Makhan Tole solltest du einen Blick in den geheimnisvollen Tempel Machendranath Bahal werfen. Zwischen 8:00 und 10:00 Uhr singen dort häufig Musiker ihre Psalmen.
Ein Tal voller weiterer Schätze
Wenn du nicht direkt im touristischen Zentrum von Thamel übernachten möchtest, sind Bhaktapur, Patan und Nagarkot gute Alternativen.
Bhaktapur, auch Bhadgaon genannt, ist die wohl schönste Stadt des Tals. Für den Zutritt wird eine Gebühr von etwa 1500 NPR (ca. 13 Euro) erhoben. Als Wiege der newarischen Kultur ist sie für ihre außergewöhnlichen Handwerker, ihre Gastfreundschaft und ihr ziviles Engagement bekannt. Die Stadt verzaubert mit gepflasterten Fußgängerzonen, kleinen Garküchen und zahlreichen Tempeln. Hier wurde der Film Little Bouddha gedreht. Besuche unbedingt den Royal Palace, den Palast der 55 Fenster, den Pashupatinath Temple, den Platz Taumadhi Tole mit dem Tempel von Nyatapola sowie den Dattatraya Temple.
Die ehemalige Königsstadt Lalitpur (früher Patan genannt) beherbergt die vier größten Stupas Asiens. Sie ist sehr angenehm zu bereisen und bietet Highlights wie den prachtvollen Königspalast, ein beeindruckendes Museum und das schicke Viertel Jhamsikhel, das viele Expats anzieht.
Die legendäre Annapurna-Runde
Das 200 km lange Plateau, das die Hauptstadt mit den Startpunkten der Treks verbindet, ist verkehrstechnisch eher chaotisch. Die Orte Gorkha und Bandipur eignen sich hervorragend für entspannte Zwischenstopps. Der am Phewa-See gelegene Ort Pokhara ist der ideale Ausgangspunkt für zahlreiche Trekking-Touren. Zudem kannst du dich hier beim Rafting, Canyoning, Kajakfahren, Paragliding, Ultraleichtfliegen oder Mountainbiken austoben.
Der Chitwan-Nationalpark
Das ehemalige königliche Jagdgebiet besticht durch eine bemerkenswerte Artenvielfalt und lässt sich am besten mit einem Guide erkunden, sei es im Jeep, zu Fuß oder im Einbaum. Bei einer Safari durch den tropischen Dschungel kannst du Nashörner, Krokodile, Hirsche, Affen, Elefanten und mit etwas Glück sogar Bengalen-Tiger beobachten.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die ideale Reisezeit liegt zwischen April und Oktober, während der Trockenzeit.
Wie kommt man hin?
Von Deutschland aus fliegst du in der Regel mit einem Zwischenstopp (zum Beispiel in Istanbul, Doha oder Dubai) zum internationalen Flughafen Katmandou (Flughafen Tribhuvan). Die Reisezeit beträgt je nach Aufenthalt etwa 12 bis 15 Stunden. Die Kosten für ein Hin- und Rückflugticket in der Economy-Klasse liegen je nach Saison und Fluggesellschaft meist zwischen 600 Euro und 1000 Euro.
Wie bewegt man sich fort?
Es ist nicht möglich, vor Ort einen Mietwagen ohne Fahrer zu leihen. Auch wenn die Straßenverhältnisse einigermaßen akzeptabel sind, ist der Verkehr unberechenbar. Taxis sind innerhalb der Städte das beste Fortbewegungsmittel, sofern du den Preis vorher aushandelst.