Genève et son jet d'eau

Top 8 der schönsten Städte in SchweizRanking 2026

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Die Lieblingsstädte in Schweiz unserer Mitglieder, von der Redaktion empfohlen

#1 Genf +41 Empf.

Genf widerlegt das Klischee einer unterkühlten Schweizer Stadt. Mit Blick auf den Genfersee und den Mont-Blanc bietet die kosmopolitische Metropole eine Altstadt mit Kopfsteinpflastergassen, Parks für entspannte Picknicks zwischen Museumsbesuchen und eine überraschende alternative Szene. Vom ikonischen Jet d'Eau über die Gänge des Palais des Nations und die Bains des Pâquis, in denen man ganzjährig badet, bis hin zu traditionsreichen Chocolatiers verbindet Genf schweizerische Präzision mit einer Lebensart, die an die französische Leichtigkeit erinnert.

#2 Bern +10 Empf.

Mit weniger als 150.000 Einwohnern ist Bern für eine europäische Hauptstadt zwar überschaubar, doch als Sitz der Schweizer Bundesregierung ist die Stadt politisch das Herz des Landes. Die Altstadt schmiegt sich an eine Schleife der Aar und zählt zu Recht zum Unesco-Welterbe. Dank der Nähe zu den Alpen und dem imposanten Naturpark Gantrisch bietet Bern eine erstklassige Ausgangslage für alle, die die Schweiz näher kennenlernen möchten.

 

Die elegante Berner Altstadt

Der Großteil der Gassen und die insgesamt sechs Kilometer langen Arkaden der Berner Altstadt stammen noch aus dem 14. Jahrhundert. Das Stadtbild ist geprägt von historischen Sandsteingebäuden wie dem Berner Münster, dessen Grundstein 1421 gelegt wurde. Besonders bemerkenswert ist das von Erhart Kung geschaffene Portal mit seinen 294 Figuren, die das Jüngste Gericht darstellen. Wer die 312 Stufen des Kirchturms erklimmt, wird mit einem weiten Blick über die Stadt und die Alpenkulisse belohnt.

Ein weiteres Zentrum des öffentlichen Lebens ist der weitläufige Bundesplatz. Die 26 Wasserfontänen stehen symbolisch für die Kantone der Schweiz. Direkt angrenzend befindet sich das Bundeshaus mit seinen markanten grünen Kuppeln. Beim Bummel durch die Innenstadt passierst du unweigerlich die Zytglogge, den historischen Zeitglockenturm. Zu jeder vollen Stunde erwachen dort die Figuren von Bär, Hahn, Narr und Chronos zum Leben.

 

Sehenswürdigkeiten in Bern

Wer Parks und Pflanzen liebt, sollte den Rosengarten besuchen. Neben hunderten Sorten von Rosen und Schwertlilien bietet er einen der besten Panoramablicke auf die Stadt. Direkt unterhalb der Anlage befindet sich der Bärengraben, denn der Bär ist das Wappentier der Stadt. Für Familien ist der Tierpark Dählhölzli ein beliebtes Ziel, wo man neben einheimischen Tieren auch Leoparden, Wölfe oder Papageientaucher beobachten kann.

Kulturell hat Bern einiges zu bieten. Das Zentrum Paul Klee ist allein schon wegen seines geschwungenen, modernen Gebäudes von Renzo Piano einen Besuch wert. Das Kunstmuseum blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist seit 1879 in Betrieb. Fans der Wissenschaft erfahren im Einsteinhaus, wo der berühmte Physiker einst lebte und arbeitete, mehr über seine Zeit in Bern.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Bern ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Ein besonderes Erlebnis ist der vierte Montag im November. Dann findet der traditionelle Zibelemärit statt, ein riesiger Zwiebelmarkt, bei dem sich in der ganzen Stadt alles um die Zwiebel in verschiedensten Variationen dreht.

 

Anreise

Am einfachsten erreichst du die Schweizer Hauptstadt per Zug oder Flugzeug über Zürich, Genf oder Lausanne, von wo aus die Weiterreise mit der Bahn schnell und bequem möglich ist.

Must-See

#3 Lugano +5 Empf.

Lugano liegt im Kanton Tessin, dem italienischsprachigen Teil der Schweiz. Eingebettet zwischen dem Monte Brè und dem San Salvatore, erstreckt sich die Stadt direkt am Luganersee, unmittelbar an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Als einer der wichtigsten Finanzplätze und Kongressstandorte des Landes ist die Stadt wirtschaftlich bedeutend. Das milde, fast mediterrane Klima verdankt sie ihrer Lage am südlichen Alpenrand. Dies sorgt für eine üppige, subtropische Vegetation, die du am besten im Parco Ciani erlebst, einer weitläufigen Anlage direkt am Seeufer. Nutze den Spaziergang für einen kulturellen Abstecher: Im Park befinden sich auch die Villa Ciani mit ihren Kunstausstellungen sowie das Naturhistorische Museum.

 

Die Highlights von Lugano

Mit ihren historischen Gebäuden rund um die Piazza della Riforma und der für die Lombardei typischen Fußgängerzone im Zentrum versprüht Lugano das Flair von Norditalien. Besichtige die Kathedrale San Lorenzo, ein Wahrzeichen der Region, bevor du zum Seeufer hinuntergehst. Dort lädt eine Promenade zum Flanieren ein, gesäumt von charmanten Arkaden, in denen sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants verbergen. Besonders exklusive Adressen findest du in der Via Nassa.

Ganz in der Nähe steht die prachtvolle Kirche Santa Maria degli Angioli. Sie beherbergt ein beeindruckendes Fresko, das die Passion und Auferstehung darstellt und von Bernardino Luini, einem Schüler von Leonardo da Vinci, geschaffen wurde. Für Kunstinteressierte lohnt sich ein Besuch des Museo d'arte della Svizzera italiana (MASI) sowie des LAC, einem Zentrum für zeitgenössische Kunst.

Kulturbegeisterte schätzen zudem das Museum der Kulturen, das ethnografische Einblicke in europäische, asiatische und afrikanische Regionen bietet. Das Hermann-Hesse-Museum, in einem traditionellen Wohnhaus in der Nähe von Lugano untergebracht, widmet sich dem Leben und Werk des Schriftstellers.

 

Eine außergewöhnliche Naturkulisse

Lugano besticht durch seine geografische Lage. Neben dem See, der im Sommer zu einer Abkühlung einlädt, rahmen die Berge das Stadtbild ein. Der Monte San Salvatore erinnert mit seiner markanten Form fast an den Zuckerhut in Rio de Janeiro. Um die Bergwelt zu erkunden, stehen zwei Standseilbahnen zur Verfügung. Die eine führt von Cassarate auf den Monte Brè und eröffnet Zugang zu zahlreichen Wanderwegen, darunter der schöne Olivenpfad entlang des Sees. Die andere startet in Lugano-Paradiso und bringt dich auf den Monte San Salvatore. Vom Gipfel aus hast du einen beeindruckenden Panoramablick über die Stadt und die umliegende Natur bis hin zu den hohen Gipfeln der Alpen im Westen.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Dank des milden Klimas ist Lugano ganzjährig ein lohnendes Ziel. Lediglich der Januar und Februar sind oft kühler und feuchter, weshalb man diese Monate bei der Reiseplanung eher meiden sollte.

 

Anreise

Lugano ist hervorragend angebunden. Mit dem Zug oder Bus erreichst du die Stadt in unter zwei Stunden direkt ab Zürich oder Mailand, was den Ort zu einem idealen Ausgangspunkt für Rundreisen macht.

#4 Zürich +4 Empf.

Zürich hat weit mehr zu bieten als sein Image als Stadt der Banken und Luxusboutiquen. Es ist ein überaus angenehmes Reiseziel, das sich perfekt für ein Wochenende eignet. Die Stadt besticht durch ihre charmante Altstadt und ihre privilegierte Lage direkt zwischen See und Bergen.

Geschichte, Kulinarik und Kunst

Die Zürcher Altstadt ist das erste Ziel, das du erkunden solltest. Sie wird durch die Limmat in zwei Hälften geteilt. Auf der rechten Flussseite fällt sofort das imposante Grossmünster mit seinen zwei markanten Türmen ins Auge. Auf der linken Seite laden die mittelalterlichen Gassen der Schipfe zum Bummeln ein, wo du historische Fassaden und kleine Handwerksläden entdecken kannst. Das Fraumünster ist besonders für seine Kirchenfenster bekannt, die von Marc Chagall und Augusto Giacometti gestaltet wurden. Von der Lindenhof-Anhöhe mit ihren 90 Linden hast du zudem einen fantastischen Blick über das Stadtzentrum.

Das Viertel ist auch der ideale Ort, um in einem traditionellen Restaurant ein herzhaftes Käsefondue zu genießen. Fans von Gruyère, Vacherin und Appenzeller kommen hier voll auf ihre Kosten. Zum Abschluss empfiehlt sich eine Auswahl an legendären Schweizer Schokoladen. Die Konditorei Sprüngli ist dabei die wohl bekannteste Adresse in Zürich, wenn nicht sogar in der ganzen Schweiz. Nach dem Essen kannst du dich in den Thermalbädern entspannen oder eines der zahlreichen Museen besuchen. Das Landesmuseum beherbergt eine umfangreiche Sammlung historischer Schweizer Artefakte und das Kunsthaus ist für seine bedeutende Sammlung von Werken aus dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart bekannt. Wer es ausgefallener mag, besucht das FIFA Museum oder das Museum für digitale Kunst.

Natur pur

Abseits der eleganten Einkaufsstraßen zeigt sich Zürich von seiner natürlichen Seite. Die Stadt liegt direkt an einem 42 Kilometer langen See, der bei den Zürchern im Sommer als Badestelle sehr beliebt ist. Eine 3 Kilometer lange Promenade am Ufer lädt zum Spazierengehen oder Joggen ein. Auf dem See werden zudem Bootsfahrten und kleine Rundfahrten angeboten. Wenn du im November vor Ort bist, solltest du die Expovina nicht verpassen, eine Weinmesse, die direkt auf den Schiffen stattfindet. Wer die Berge liebt, sollte mindestens einen Tag für einen Ausflug in die Schweizer Alpen einplanen. Zahlreiche Wanderwege stehen zur Auswahl, doch auch der Uetliberg (869 Meter) ist ein lohnendes Ziel, den du bequem zu Fuß oder mit der Bahn erreichen kannst.

Die beste Reisezeit

Für sonnige Tage ist die Zeit von Juni bis August ideal. Die Monate von November bis März sind zwar die kältesten, aber die Temperaturen bleiben in der Stadt meist moderat.

Anreise

Ein Flug von Paris nach Zürich kostet etwa 120 Euro bei einer Flugzeit von 1 Stunde und 20 Minuten. Alternativ ist die Anreise mit dem Zug aus der französischen Hauptstadt möglich, die etwa 4 Stunden und 20 Minuten dauert. Wer aus Straßburg anreist, erreicht Zürich mit dem Auto sogar in rund 2 Stunden und 30 Minuten.

Must-See

#5 Luzern +2 Empf.

Luzern liegt in der Zentralschweiz direkt am Vierwaldstättersee. Die Altstadt ist bemerkenswert gut erhalten und bewahrt zahlreiche mittelalterliche Zeugnisse, darunter die Museggmauer. Diese 870 Meter lange Stadtmauer diente einst als Schutzwall gegen Angreifer. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kapellbrücke, die sich über die Reuss spannt. Diese gedeckte Holzbrücke ist für ihre zahlreichen Wandbilder aus dem 17. Jahrhundert bekannt. In der Mitte der Brücke steht der Wasserturm, ein mittelalterlicher Turm mit einer Höhe von 34 Metern.

 

Eine Stadt im Herzen der Schweiz

Schlendere durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und entdecke die verschiedenen Plätze und ihre Geschichte. Der Weinmarkt ist ein eleganter öffentlicher Platz mit einem Brunnen, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1481 zurückreichen. Gleich nebenan beeindruckt der Hirschenplatz durch die Qualität seiner vielen verzierten Fassaden, die unter Denkmalschutz stehen.

Überquere anschließend die historische Spreuerbrücke, die ebenfalls die beiden Ufer der Reuss verbindet, um zum südlichen Teil zu gelangen. Hier findest du die prunkvolle Jesuitenkirche. Auch ein Besuch der Sammlung Rosengart lohnt sich, wo unter anderem bedeutende Werke von Picasso und Klee ausgestellt sind. Weiter östlich am Seeufer steht das Kultur- und Kongresszentrum Luzern, kurz KKL, das 1999 nach Entwürfen des international renommierten Architekten Jean Nouvel erbaut wurde. Für die exzellente Akustik des Konzertsaals zeichnete der US-amerikanische Akustiker Russell Johnson verantwortlich. In unmittelbarer Nähe befinden sich zudem die Anlegestellen für eine Fahrt mit den historischen Dampfschiffen auf dem See.

Zurück zur Natur in den Bergen

Luzern ist von markanten Gipfeln umgeben. Verpasse nicht die Gelegenheit, den Pilatus oder die Rigi zu besuchen. Beide Berge sind mit Seilbahnen erschlossen und bieten tolle Möglichkeiten zum Wandern sowie weite Ausblicke auf Luzern und das umliegende Tal.

Um mehr über die letzte Eiszeit zu erfahren, die die Geologie der gesamten Region geprägt hat, empfiehlt sich ein Abstecher in den Gletschergarten.

 

Geschichte der Schweiz erleben

Wenn du dich für die humanistischen Werte interessieren, die die Geschichte der Schweiz geprägt haben, sind zwei Gedenkstätten besonders sehenswert. Da ist zum einen das Löwendenkmal, eine direkt in einen ehemaligen Sandsteinbruch gehauene Skulptur, die an die Schweizergardisten erinnert, die beim Schutz von König Ludwig XVI. in Frankreich ihr Leben ließen. Unweit davon befindet sich das Bourbaki-Panorama, eines der wenigen noch erhaltenen monumentalen Rundbilder der Welt, das an ein tragisches Ereignis des Deutsch-Französischen Krieges im 19. Jahrhundert erinnert.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Luzern ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Wenn es zeitlich passt, solltest du das Lucerne Festival nicht verpassen. Das renommierte Festival für klassische Musik findet zu verschiedenen Terminen im Jahr statt.

 

Anreise

Luzern ist hervorragend an das schweizerische Bahn- und Busnetz angebunden. Zudem verbindet die Autobahn A4 Luzern in nur 50 Minuten mit Zürich.

#6 La Chaux-de-Fonds +1 Empf.

La Chaux-de-Fonds liegt auf rund 1000 Metern Höhe mitten im Jura in der Schweiz, unweit von Neuchâtel. Die Stadt ist ein Paradebeispiel für durchdachte Stadtplanung. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1794 wurde sie nach den Entwürfen von Charles-Henri Junod schachbrettartig neu angelegt. Dieses neue Layout war gezielt auf die Bedürfnisse der Uhrenindustrie zugeschnitten, die in diesem Teil der Schweiz eine zentrale Rolle einnahm. Zudem ist die Stadt der Geburtsort des berühmten Architekten und Stadtplaners Le Corbusier, der hier mehrere Bauwerke hinterließ, darunter die Maison Blanche, die er für seine Eltern entwarf.

 

Uhrenstadt in der Schweiz

Ein Teil von La Chaux-de-Fonds gehört aufgrund seines einzigartigen, auf die Uhrenherstellung ausgerichteten Stadtbildes zum Unesco-Welterbe. Die Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte Umgestaltung der Stadt ist bis heute spürbar, etwa an der Ausrichtung der ehemaligen Werkstätten sowie den breiten Avenuen und öffentlichen Plätzen, die den Arbeitsweg der Beschäftigten erleichtern sollten.

La Chaux-de-Fonds ist eine Station der Schweizer Uhrenstraße, die sich durch die Juraberge von Genève bis nach Bâle zieht. Wer tiefer in die Geschichte und das Design der Zeitmesser eintauchen möchte, sollte das Musée International d’Horlogerie besuchen. Dort sind rund 4500 Exponate aus der Zeit vom 17. Jahrhundert bis heute ausgestellt.

Darüber hinaus prägte der Art Nouveau das Stadtbild des frühen 20. Jahrhunderts. Hier entwickelte sich eine lokale Spielart, der sogenannte Tannenstil (style sapin), bei dem Ornamente aus der Flora und Fauna des Jura im Mittelpunkt stehen.

 

Freizeit in La Chaux-de-Fonds

Kunstinteressierte finden im Musée des Beaux-Arts eine Sammlung schweizerischer und internationaler Werke, darunter Arbeiten von Matisse, Le Corbusier, Van Gogh und Pissarro. Das Quartier Général, das in den ehemaligen Schlachthöfen untergebracht ist, dient als Zentrum für Gegenwartskunst. Einen Einblick in die bäuerlichen Wurzeln der Uhrmacherei bietet das Musée Paysan et Artisanal, das den Alltag der Familien zeigt, in deren Stuben die ersten Uhren gefertigt wurden.

Für Familien und Tierfreunde ist der Zoo du Bois du Petit-Château ein lohnendes Ziel. Der Eintritt in dieses Naturareal, das neben heimischen Tieren auch ein Vivarium mit Reptilien und Amphibien beherbergt, ist kostenlos. Ein angegliedertes kleines Museum zeigt zudem Exponate zur afrikanischen Fauna.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Wer Schnee liebt, kommt im Winter voll auf seine Kosten. Um die Sehenswürdigkeiten der Stadt entspannt zu erkunden, sind jedoch die Monate Juni bis September am besten geeignet.

 

Anreise

Für die Anreise nach La Chaux-de-Fonds bieten sich Zugverbindungen oder ein Flug nach Genève an, von wo aus es mit dem Zug über Neuchâtel weitergeht. Praktisch: Es gibt eine direkte TER-Zugverbindung zwischen Besançon und La Chaux-de-Fonds, die etwa 1 Stunde und 45 Minuten dauert.

#7 Saignelégier +1 Empf.

Saignelégier liegt auf einem Hochplateau über dem Doubs-Tal direkt an der Grenze zu Frankreich. Das Dorf bildet das Zentrum der Franches-Montagnes, einer rund 200 km² großen Hochebene im Jura. Der Name des Bezirks erinnert an eine Zeit, in der das Gebiet vom Fürstbischof von Steuern befreit wurde, um Siedler in die damals wegen ihres rauen Klimas als feindselig geltende Region zu locken. Die Umgebung von Saignelégier besticht heute durch ihre weiten Weiden, dichten Tannenwälder und eine fast unberührte Abgeschiedenheit, die an skandinavische Weiten erinnert.

 

Ein schönes Dorf im Juragebirge

Im 17. Jahrhundert war Saignelégier Sitz der Kastlane der Seigneurie de la Franche-Montagne. Davon zeugen noch heute einige stattliche Häuser sowie eine schlichte, aber elegante neobarocke Kirche.

Der eigentliche Reiz liegt jedoch in der Natur, den Wasserflächen und den Wanderwegen im parc naturel régional du Doubs. Ein Klassiker ist die beschilderte Wanderung vom Dorf zum Moorsee l’étang de la Gruère, einem ökologisch wertvollen Naturraum. Auf dem Weg dorthin lohnt ein Stopp im Centre Nature Les Cerlatez, das anschaulich erklärt, wie die für diese Region typischen Feuchtgebiete nach der letzten Eiszeit entstanden sind. Auch das étang des Royes, ein deutlich ruhigerer und wilderer See auf dem Gemeindegebiet, ist einen Abstecher wert.

 

Ein Paradies für Pferdefreunde

Reiter kommen in Saignelégier voll auf ihre Kosten, denn die Franches-Montagnes verfügen über ein Netz von mehr als 200 Kilometern Reitwegen. Wer es gemütlicher mag, kann im Dorf eine Ausfahrt mit dem Planwagen oder der Kutsche buchen. Um mehr über die einheimische Pferderasse zu erfahren, empfiehlt sich ein Besuch der Fondation pour le Cheval im benachbarten Weiler Le Roselet, wo alte Pferde, Ponys, Esel und Stuten mit ihren Fohlen ein Zuhause gefunden haben. Ein absoluter Höhepunkt im Kalender ist der jährlich im August stattfindende Marché-Concours national de chevaux, das größte Pferdefest der Schweiz.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Das hängt ganz von deinen Plänen ab. Im Winter laden die verschneiten Landschaften zum Langlaufen und Schneeschuhwandern ein. Im Frühling und Sommer locken lange Wanderungen durch eine Naturlandschaft aus abgelegenen Bauernhöfen, Wiesen und tiefen Fichtenwäldern.

 

Anreise

Mit dem Auto erreichst du den Ort über die route 18, die direkt durch das Dorf führt. Alternativ verbindet eine Regionalbahn Saignelégier in 40 Minuten mit La-Chaux-de-Fonds.

Must-See

#8 Lausanne

Als Hauptstadt des Kantons Waadt ist Lausanne die viertgrößte Stadt der Schweiz und liegt direkt am Nordufer des Genfersees. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Hügel und ist von kleinen Wasserläufen durchzogen. Ihr Charakter wird durch das Zusammenspiel aus der mittelalterlichen Altstadt und der beeindruckenden Lage am See geprägt. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Lausanne zum Zentrum zahlreicher internationaler Sportverbände, allen voran das Internationale Olympische Komitee, das sich 1915 hier niederließ. Heute beherbergt die Stadt ein Olympisches Museum, das die Geschichte, Ursprünge und Werte der Spiele beleuchtet. Als wichtiger Bahnknotenpunkt und lebendige Studentenstadt überzeugt Lausanne durch ein vielseitiges Kulturangebot und zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten in der Natur.

 

Die Landschaften von Lausanne

Lausanne ist eine Stadt der Panoramen. Aufgrund der hügeligen Topografie gibt es unzählige Aussichtspunkte, die den Blick auf den Genfersee und die dahinter aufragenden Alpen freigeben. Ein idealer Ort dafür ist die Esplanade de Montbenon, die eine der beeindruckendsten Aussichten über die Stadt bietet.

Die mittelalterliche Altstadt besticht durch die prachtvolle gotische Kathedrale Notre-Dame, die seit 1536 protestantisch ist. Im Inneren sind die alten Fresken und polychromen Ensembles aus dem 13. Jahrhundert sehenswert. Wenn du nach 22:00 Uhr in der Nähe bist, kannst du den traditionellen Ausruf des Nachtwächters hören. Ganz in der Nähe liegt die Place de la Palud, ein von historischen Gebäuden gesäumter Platz mit dem schönen Gerechtigkeitsbrunnen. Hier wurde 1798 die Unabhängigkeit Lausannes von Bern proklamiert. Auch das Palais de Rumine ist einen Besuch wert.

Für entspannte Stunden am Wasser lohnt sich ein Abstieg zum See. Die 1901 erbauten Quais d’Ouchy laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Hier finden sich Strände, Wassersportangebote, Schiffsanlegestellen und Grünflächen wie die Roseraie de la place du général Guisan oder der Parc du Denantou.

 

Kulturelle Aktivitäten in Lausanne

Lausanne punktet mit einer hohen Dichte an Museen, die Themen von Art Brut über Käseherstellung und zeitgenössische Architektur bis hin zu wissenschaftlichen Phänomenen abdecken. Ein zentraler Anlaufpunkt ist das Quartier Plateforme 10. Es vereint verschiedene Stiftungen sowie das Musée des Beaux-Arts, das Musée du Design et des Arts Appliqués und das renommierte Musée de l’Elysée für Fotografie. Mit einem Kombiticket kannst du flexibel zwischen den Sammlungen wechseln und die verschiedenen Kunstformen auf dich wirken lassen.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Die wärmere Jahreszeit ist ideal für einen Besuch. Im Winter kann das Wetter in Lausanne ungemütlich werden und den Aufenthalt beeinträchtigen.

 

Anreise

Die Anreise mit dem Zug ist am bequemsten. Der TGV Lyria verbindet Paris in etwa vier Stunden direkt mit Lausanne. Alternativ kannst du bis Genf fliegen und von dort den Zug nehmen. Vor Ort bringen dich zwei Metrolinien effizient an dein Ziel.

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