Terre de Singes: Makaken in Freiheit und eine farbenfrohe Voliere
Ein scharlachroter Ara landet direkt auf deiner Schulter. Nur zwei Meter entfernt beobachtet dich ein Berberaffe neugierig, bevor er sich wieder der Fellpflege seines Artgenossen widmet. Dieser hautnahe Kontakt mit Wildtieren macht den Reiz dieses Parks in Seine-et-Marne aus, der seit 2016 besteht.
Warum ein Besuch in Terre de Singes lohnt
Der 21 Hektar große Park setzt auf das Prinzip der Immersion statt auf Beobachtung aus der Distanz. Besucher bewegen sich direkt im Territorium der Tiere. Etwa fünfzig Makaken leben völlig frei in ihrem Waldgebiet, während du in den Volieren Papageien und Loris aus nächster Nähe begegnest. Die 2021 eröffnete Erweiterung namens l'Archipel des Singes umfasst weitere neun Arten auf einem drei Hektar großen Areal, das durch Wasserläufe in verschiedene Inseln unterteilt ist.
Die vier immersiven Safaribereiche
Safari Magots
Der Rundweg beginnt im Wald der Berberaffen. Diese aus Nordafrika stammenden Primaten bewegen sich frei zwischen den Besuchern und können jederzeit hinter der nächsten Wegbiegung auftauchen. Tierpfleger begleiten die Gäste und erzählen dabei Wissenswertes über das Sozialverhalten dieser Affen mit den markanten runden Gesichtern.
Safari Perroquets und Safari Loriquets
Die große, 1500 m² umfassende Voliere beheimatet über hundert Vögel, darunter Gelbbrustaras, bunte Sittiche und Amazonen mit leuchtend grünem Gefieder. Manche Tiere kommen neugierig auf Besucher zu. In einer zweiten, intimeren Voliere leben die Regenbogenloris. Gegen eine kleine Gebühr kannst du sie mit Nektar füttern und erleben, wie sie sich auf deinen Händen niederlassen.
Tipp vom Experten: Nimm deine Ohrringe ab, bevor du die Papageienvoliere betrittst. Die Vögel lieben glänzende Gegenstände und so mancher Besucher hat hier schon sein Schmuckstück verloren.
L'Archipel des Singes: Das neue Highlight
Diese 2021 eingeweihte Erweiterung präsentiert auf neun Themeninseln Primaten aus der Neuen Welt. Die Stars des Bereichs sind die Totenkopfaffen, kleine Primaten mit goldenem Fell, die sich frei um die Besucher herum bewegen. Das Erlebnis ähnelt dem Lemuren-Gehege im benachbarten Parc des Félins.
Der Weg führt zudem vorbei an Brüllaffen mit ihren eindrucksvollen Rufen, Gelbbrustkapuzinern und Klammeraffen mit ihren langen, geschickten Armen. Den asiatischen Teil bilden Mützenlanguren und Wanderus.
Besonders sehenswerte Arten:
- Dscheladas aus Äthiopien mit ihrer leuchtend roten Brust
- Liszt-Äffchen mit ihrer weißen Mähne
- Zwergseidenäffchen, die zu den kleinsten Primaten der Welt zählen
- Goldene Löwenäffchen, eine stark bedrohte Art, die seit 2024 hier lebt
Programm und Gastronomie
Mehrmals täglich füttern die Pfleger die Tiere in Anwesenheit des Publikums. Diese kommentierten Fütterungen finden bei den Liszt-Äffchen, Dscheladas, Loris und Makaken statt. Die genauen Zeiten sind am Eingang ausgehängt. Das Restaurant Le Magot serviert Salate, Sandwiches und warme Gerichte mit Blick auf die Gehege. Für Kinder gibt es den Spielplatz Magoland mit Rutschen und Klettergerüsten.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Ich fand den Parc des Félins in Nesles schon klasse und konnte es daher kaum erwarten, diesen neuen Park zu entdecken, der den Affen gewidmet ist. Ich wurde nicht enttäuscht, denn genau wie bei den Raubkatzen sind die Gehege relativ groß und ermöglichen es den Tieren, sich richtig wohlzufühlen. Man kann viele verschiedene Primatenarten entdecken, während man über angelegte Stege spaziert, was die Erfahrung sehr angenehm macht.