Besuch im Schloss Nogent-le-Roi
In der Gemeinde Nogent-le-Roi im Département Eure-et-Loir steht ein Schloss aus dem 19. Jahrhundert. Es ist von einem weitläufigen Park umgeben, der heute als Sport- und Freizeitgelände dient.
Geschichte
Als Karl VII. die Herrschaft Mitte des 15. Jahrhunderts an Pierre de Brézé übergab, ließ dieser dort ein Schloss errichten. Es entstand auf den Grundmauern einer alten Festung aus dem 11. Jahrhundert.
Während der Französischen Revolution wurde das Gebäude vollständig zerstört. Im Jahr 1796 erwarb der Architekt Laurent Morin aus Chartres die Ruinen vom Département. Später verkaufte er das Areal an Armand Pierre Claude Emmanuel Testu und Jacques Michel Vallou. Im Kaufvertrag wurde der Zustand des Geländes damals so beschrieben, dass lediglich das Erdgeschoss und die Kellergewölbe erhalten waren.
Anschließend wurde dort ein herrschaftliches Wohnhaus errichtet, das von 1822 bis 1860 bestand. Danach beauftragte Eugène Mesquite den Architekten Alfred Chapelain mit dem Bau des heutigen Schlosses.
Die erhaltenen Überreste der ursprünglichen mittelalterlichen Festung sowie eine Windkraftanlage aus der Zeit des Zweiten Kaiserreichs stehen seit 1993 unter Denkmalschutz (monuments historiques).
Der Park von Schloss Nogent-le-Roi
Das Schloss selbst ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, doch der angrenzende, grüne Park bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.
Der bewaldete Park bewahrt seinen natürlichen und ursprünglichen Charakter, was so weit geht, dass dort eine Dammwildherde in Freiheit lebt. Zudem begegnen dir bei einem Spaziergang Esel, Pfauen und weitere Hoftiere.
In diese ländliche Kulisse sind zudem eine Golf-Driving-Range, Tennisplätze, eine BMX-Bahn, Kinderspielplätze, Picknickbereiche sowie ein Kletterwald integriert. All dies fügt sich harmonisch in die naturbelassene Umgebung ein.
So bietet diese grüne Oase einen idealen Rückzugsort für die ganze Familie.
Das Schloss sieht von außen ziemlich gut aus, liegt in einer schönen grünen Umgebung und bietet einen tollen Blick auf die Region. Ich weiß nicht, ob man das Innere besichtigen kann, aber am 15. August war das nicht der Fall.
Was jedoch einen Abstecher wert ist, vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist der große Park rundherum: Wiesen, Bauernhoftiere (Hühner, Hahn, Ziegen, Kaninchen), Pferde, Ponys, Esel, Maultiere, Damwild, ein kostenloser Spielplatz, ein Kletterpark (kostenpflichtig), Paintball (kostenpflichtig) und Tennis (glaube ich auch kostenpflichtig).