Besuch im Stadion des 5. Juli 1962
Der algerische Präsident Houari Boumediene eröffnete das Stadion des 5. Juli 1962 im Jahr 1972. Zur Einweihung fand ein internationales Turnier statt, bei dem neben der algerischen Nationalmannschaft auch der AC Mailand und der brasilianische Verein Palmeiras antraten, für den damals Zico spielte. Drei Jahre später war die Anlage Austragungsort der Mittelmeerspiele. In dieser Zeit bot das Stadion 85.000 Plätze, die bei großen Spielen regelmäßig vollständig belegt waren.
Diese bereits beachtliche Kapazität wurde 1990 bei einem Spiel des Afrika-Cups zwischen Algerien und Nigeria deutlich übertroffen, das die Algerier mit 1:0 für sich entschieden. An jenem Abend drängten sich 110.000 Zuschauer in die Ränge. Aufgrund dieses enormen Andrangs musste die Arena im Jahr 1999 umfangreich an die geltenden Sicherheitsstandards angepasst werden.
Ein vielseitiger Sportkomplex
Nachdem die Kapazität zunächst auf 80.000 Plätze reduziert worden war, sank sie im Jahr 2003 infolge eines Erdbebens auf 76.000 Plätze. Dennoch erreichten die Algerier bei einem Freundschaftsspiel zwischen Algerien und Serbien am 3. März 2010 erneut die Marke von 100.000 Zuschauern. Insgesamt verfolgten damals 110.000 Menschen das Geschehen von den Tribünen aus.
Obwohl das Stadion des 5. Juli 1962 immer wieder wegen des Zustands des Rasens und der Sicherheitsvorkehrungen in der Kritik steht, unter anderem nach einem Tribüneneinsturz im Jahr 2013, finden dort weiterhin sportliche Wettkämpfe statt. Die weite, offene Architektur erinnert in ihrer Form an das Olympiastadion in München sowie an verschiedene Arenen in Südamerika. An Spieltagen ist das Stadion des 5. Juli für Fußballbegeisterte ein markanter Anlaufpunkt in Algier.