Das Kloster, das Erdbeben und Kanonenkugeln überstand
Hinter dem massiven Torbogen nahe dem Ploče-Tor überrascht eine gotische Treppe durch ihre asymmetrischen Proportionen: Die Stufen werden nach oben hin breiter, ein architektonischer Kniff, der einen feindlichen Reiterangriff verlangsamen sollte.
Das ist das erste Anzeichen dafür, dass dieses Kloster nie ein reiner Ort der Andacht war.
Warum das Dominikanerkloster in Dubrovnik besuchen?
Die im 13. Jahrhundert gegründete Anlage entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem der reichsten Klosterkomplexe an der Adriaküste. Seine Lage direkt an den nördlichen Stadtmauern der Altstadt ist kein Zufall: Die Dominikaner beteiligten sich aktiv an der Verteidigung von Dubrovnik, was den fast trutzigen Charakter einzelner Fassaden erklärt.
Im Gegensatz zu anderen sakralen Bauwerken der Stadt überstand das Kloster das verheerende Erdbeben von 1667 mit vergleichsweise geringen Schäden, wodurch ein Großteil seines künstlerischen Erbes erhalten blieb. Heute beherbergt es eines der schönsten Museen für sakrale Kunst in Dalmatien.
Der Kreuzgang, eine unerwartete Oase der Kühle
Der gotische Renaissance-Kreuzgang, der im späten 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde, bildet das stille Herz des Klosters. Seine Bögen aus hellem Stein rahmen einen Garten mit Orangenbäumen ein, deren Duft sich mit dem mineralischen Geruch des von der Sonne erwärmten Gesteins vermischt.
Die Zuschreibung des Baus an den Florentiner Architekten Maso di Bartolomeo wird unter Historikern zwar diskutiert, doch der toskanische Einfluss zeigt sich deutlich im Rhythmus der Kolonnaden.
Dieser Ort bildet einen krassen Kontrast zum Trubel auf dem Stradun, der Hauptstraße direkt unterhalb. Viele Besucher verweilen hier länger als geplant, einfach um die Ruhe zu genießen.
Die Schätze des Museums: Venezianische Malerei und Reliquiare
Der Kapitelsaal und das ehemalige Refektorium beherbergen eine beachtliche Sammlung von Gemälden aus dem 15. und 16. Jahrhundert, darunter Werke der dalmatinischen Schule und von venezianischen Meistern beeinflusste Leinwände. Besonders ins Auge sticht ein Gemälde des Heiligen Blasius, des Schutzpatrons der Stadt, der ein Modell von Dubrovnik in den Händen hält, ein in der lokalen Kunst wiederkehrendes Motiv.
Der Kirchenschatz bewahrt zudem Silberreliquiare und liturgische Gegenstände, die vom früheren Reichtum der Republik Ragusa zeugen, wie Dubrovnik früher hieß.
Ein Tipp unter Freunden: Komm am späten Vormittag, wenn das Licht schräg in den Kreuzgang fällt. Zu dieser Zeit werfen die Arkaden ihre fotogensten Schatten, und es ist im Vergleich zum frühen Nachmittag meist ruhiger.
Geeignet für
- Liebhaber von Gotik und Renaissance-Architektur
- Fans sakraler Kunst und historischer Malerei
- Alle, die eine ruhige Auszeit abseits der Menschenmassen auf dem Stradun suchen
Weniger geeignet für
- Eilige Besucher, die nur einen schnellen Überblick über die Stadt wollen
- Reisende, die ausschließlich einen rein spirituellen Ort ohne Museumscharakter suchen
Öffnungszeiten
Täglich: von 9:00 bis 18:00 Uhr.
Am 25. Dezember geschlossen.
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane etwa 45 Minuten bis 1 Stunde ein, um den Kreuzgang, das Museum und die Kirche in deinem eigenen Tempo zu erkunden. Nimm dir etwas mehr Zeit, wenn du dir die Gemälde der Schule von Dubrovnik in der Pinakothek im Detail ansehen möchtest.
*Angaben können sich ändern
Ich fand den Besuch des Dominikanerklosters in Dubrovnik wirklich toll. Die Besichtigung ist ziemlich umfassend, besonders die bemerkenswert gut erhaltenen gotischen Kreuzgänge haben mir gefallen. Es ist ein ruhiger und friedlicher Ort. Auch der Besuch des angrenzenden Museums ist sehr interessant. Ich kann euch nur wärmstens empfehlen, dort vorbeizuschauen.