Besuch im Bruce-Peninsula-Nationalpark
Die Bruce-Halbinsel verdankt ihren Namen James Bruce, dem ehemaligen Generalgouverneur von Kanada. Mit ihren dichten Wäldern, schroffen Klippen und dem türkisfarbenen Wasser ist sie ein landschaftlich reizvolles Ziel, das bei Reisenden sehr beliebt ist.
Geschichte
Bevor die Briten das Gebiet erreichten, war das Land von indigenen Völkern besiedelt. Insbesondere zwei Stämme teilten sich das Tal des Saugeen River. Für die Neuankömmlinge war die Region aus zwei Gründen wirtschaftlich interessant, denn die Wälder versprachen lukrative Erträge und die fischreichen Gewässer boten ideale Bedingungen für den kommerziellen Fischfang.
Wirtschaftliche Nutzung
Im Jahr 1881 wurde das erste Sägewerk errichtet. Die Ausbeutung der Wälder verlief so effizient, dass bis 1920 der Großteil des ursprünglichen Baumbestandes auf der Halbinsel verschwunden war. Die zurückgelassenen Holzreste verschärften zudem die Gefahr von Waldbränden massiv.
Ähnlich erging es der Fischerei. Durch Überfischung und das Auftreten der invasiven Meerneunaugen in den Großen Seen in den 1930er Jahren kam der kommerzielle Betrieb schließlich zum Erliegen. Da die industrielle Nutzung wegfiel, verließen viele Menschen die Gegend, was der Natur die Möglichkeit zur Erholung gab und den Weg für den heutigen Tourismus ebnete.
Der Park
Eingebettet zwischen der Georgian Bay und dem Lake Huron erstreckt sich der Park über eine Fläche von 155 km². Ein Besuch hält einige Höhepunkte bereit. An der Nordspitze der Halbinsel liegt das kleine Fischerdorf Tobermory, wo du in einem der Restaurants auf der Terrasse direkt am Wasser essen kannst.
Der Bruce Trail ist ein bekannter Wanderweg mit einer Gesamtlänge von 890 km. Er führt über die Klippen des Niagara Escarpment. Der Weg ist anspruchsvoll, belohnt dich aber mit beeindruckenden Aussichten.
Die Grotto ist über einen 1,5 km langen Pfad erreichbar. Dort erwarten dich eindrucksvolle Höhlenformationen, die von kristallklarem, türkisfarbenem Wasser umspült werden.
Natürlich kannst du vor Ort auch Kanu fahren, Kajak fahren oder tauchen. Für Naturliebhaber gehört dieses Gebiet zu den schönsten Orten in Ontario.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Der Park liegt in der Nähe von Tobermory, aber um dorthin zu gelangen, ist ein Auto unerlässlich. Wir haben den Tag auf den Wanderwegen des Parks verbracht. Es gibt dort sehr schöne Strecken, je nachdem, wie fit man ist. Die Wege wechseln zwischen Landschaften mit Blick auf den See und Pfaden durch den Wald. Zwei Tipps: Informieren Sie sich unbedingt, bevor Sie loswandern, denn manche Touren dauern den ganzen Tag! Und nehmen Sie Wasserflaschen mit, was wir bei unserer Wanderung leider nicht gemacht haben.