Besuch am Obelisken von Buenos Aires
Der Obelisk von Buenos Aires ist mit seiner schlanken und majestätischen Erscheinung das bedeutendste Denkmal der argentinischen Hauptstadt. Viele Argentinier betrachten ihn als nationales Symbol für ihren Patriotismus. Das Obelisco, wie es im Volksmund heißt, wurde im Jahr 1936 errichtet, um das vierhundertjährige Bestehen der Stadt zu feiern. Mit einer Höhe von exakt 67,5 Metern überragt das Monument die umliegende Bebauung und prägt damit das Panorama. Heute erfüllt der Obelisk eine ähnliche Funktion wie die Leuchtreklamen am Times Square in New York. Wer an ihm vorbeigeht, erfährt durch temporäre Dekorationen am Sockel oft von aktuellen Ereignissen oder wichtigen gesellschaftlichen Themen.
Ein Denkmal mit Geschichte
Der Standort des Obelisken ist historisch bedeutsam. Einst befand sich an dieser Stelle die Kirche San Nicolás de Bari. Sie ist vor allem deshalb in die Geschichte eingegangen, weil dort im Jahr 1816 erstmals offiziell die argentinische Flagge gehisst wurde. An dieses symbolträchtige Ereignis erinnert heute eine Inschrift auf der Nordseite des Obelisken. Als würdiger Nachfolger des einstigen Gotteshauses verkörpert die Säule nun auf ihre Weise den argentinischen Nationalstolz. Der Entwurf stammt vom Architekten Alberto Prebisch. Die Baukosten beliefen sich seinerzeit auf 200.000 Pesos. Für den Bau des 170 Tonnen schweren Kolosses wurden 680 Kubikmeter Zement sowie 1360 Quadratmeter weißer Stein aus Córdoba verarbeitet. Architektonisch folgt der Obelisk den Idealen der damaligen Zeit, die auf monumentale Ausmaße sowie eine klare, reduzierte Linienführung setzten.
Der Obelisk von Buenos Aires! Dieser zentrale Punkt der Stadt liegt genau an der Kreuzung der großen Hauptstraßen. Von der Avenida 9 de Julio und der Avenida Corrientes aus sieht man ihn am besten. Er ist wirklich imposant, ziemlich neu und sehr hoch, aber für mich liegt sein Hauptnutzen darin, dass er ein Treffpunkt mit Freunden ist. Jeder in der Stadt kennt ihn, deshalb ist es einfach. Man kann auch tolle Fotos mit den großen Avenuen in der Umgebung machen. Die U-Bahn-Station Carlos Pellegrini ist der einfachste Zugang, um ihn zu sehen, dazu kommen noch eine Vielzahl an Buslinien.