Troldhaugen, die Villa, in der Grieg mit Blick auf den Fjord komponierte
Ein kleines gelbes Holzhaus an einem Hang, das sanfte Plätschern des Sees Nordås unterhalb, und am Ende des Gartens eine winzige Blockhütte, in der kaum ein Klavier Platz fand. Genau hier, in Troldhaugen (Hügel der Trolle), komponierte Edvard Grieg einen Großteil seines Werks zwischen 1885 und seinem Tod im Jahr 1907.
Warum Troldhaugen besuchen?
Grieg ist der weltweit bekannteste norwegische Komponist, berühmt vor allem für Peer Gynt und sein Klavierkonzert in a-Moll. Seine Witwe, die Sängerin Nina Grieg, vermachte das Anwesen der Stadt Bergen, die es 1928 in ein Museum umwandelte. Es ist heute eines der wenigen Domizile eines Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, das mit seinem ursprünglichen Mobiliar nahezu unberührt erhalten geblieben ist.
Die Villa und die Komponistenhütte
Das Innere der Villa hat seine historische Atmosphäre bewahrt: der Salon mit dem Steinway-Flügel, die persönlichen Gegenstände des Paares und der Blick auf den Fjord aus den Fenstern. Das emotionale Herzstück des Ortes liegt jedoch ein Stück weiter unten am Wasser: die Komponisthytta (Komponistenhütte), jene nur wenige Quadratmeter große Schreibhütte, in die sich Grieg zum Komponieren zurückzog, weit weg von den Besuchern, die ihn bereits in der Villa störten.
Nicht weit entfernt ruht das Paar in einem direkt in den Fels gehauenen Grab mit Blick auf den See, eine letzte Ruhestätte, die so schlicht ist wie der Komponist selbst.
Konzerte und der Troldsalen
Zum Museum gehört der Troldsalen, ein 1985 errichteter Konzertsaal, dessen großes Fenster hinter dem Klavier den Blick auf den Fjord freigibt. Dort finden während der Sommersaison regelmäßig klassische Konzerte statt, bei denen oft das Werk von Grieg im Mittelpunkt steht, meist zur Mittagszeit.
Ein Tipp unter Freunden: Informiere dich vor deinem Besuch über die Konzertzeiten. Einem Konzert in diesem Saal beizuwohnen, während man den Fjord im Hintergrund sieht, verändert das gesamte Erlebnis: Man versteht besser, woher diese Musik kommt, wenn man sie genau an dem Ort hört, an dem sie einst entstand.
Geeignet für
- Liebhaber klassischer Musik und Musikgeschichte
- Einen ruhigen Ausflug außerhalb des Stadtzentrums von Bergen
- Besucher mit Interesse an skandinavischer Kultur des 19. Jahrhunderts
Weniger geeignet für
- Besucher in Eile, die einen schnellen Rundgang suchen
- Alle, die absolut keinen Bezug zu Grieg oder seinem Werk haben
Öffnungszeiten
- Mai bis September: täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr.
- Oktober bis April: täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr.
- Geschlossen am 24., 25., 26., 31. Dezember sowie am 1. Januar.
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane etwa 2 bis 3 Stunden ein, um die Villa, das Komponistenhäuschen und das angrenzende Museum zu erkunden. Rechne mit einem halben Tag, wenn du eines der täglichen Konzerte besuchen möchtest, die im Musiksaal stattfinden.
*Angaben können sich ändern
Dieses Museum, das in einem für Bergen typischen Haus untergebracht ist, ist wirklich sehr interessant. Es zeichnet das Leben und den Werdegang des berühmten norwegischen Komponisten Edvard Grieg nach. Egal, ob man ihn kennt oder nicht, die ausgestellten Sammlungen dürften einem gefallen. Ich persönlich hatte nach dem Besuch richtig Lust, seine Werke anzuhören und weiter zu erkunden.