Besuch im Gaudí-Hausmuseum
Das Gaudí-Hausmuseum war zwei Jahrzehnte lang, von 1906 bis Ende 1925, der private Wohnsitz des berühmten Architekten Antoni Gaudí aus Barcelona. Es liegt mitten im Parc Güell, einem Park in Barcelona, der für seine üppige Vegetation und die weiteren, ebenfalls von Gaudí entworfenen Elemente bekannt ist. Dazu gehören Bänke und Objekte, die von der Tier- und Pflanzenwelt inspiriert sind, geschwungene Formen aufweisen und mit Mosaiken verziert wurden. Ursprünglich sollte der Park eine Wohnsiedlung nach englischem Vorbild der Gartenstädte beherbergen. Der Eigentümer und Mäzen Eusebi Güell i Bacigalupi gab Ende des 19. Jahrhunderts ein Projekt für 60 Wohnhäuser bei Gaudí in Auftrag. Das Vorhaben scheiterte jedoch schnell und es wurden nur zwei der geplanten Gebäude fertiggestellt.
Was genau ist das Gaudí-Hausmuseum?
Das Gaudí-Hausmuseum existierte bereits vor der Gestaltung des Parks. Entworfen wurde es von dem Architekten Francesc Berenguer. Als Eusebi Güell sein Gartenstadt-Projekt startete, wählte man dieses Gebäude als Musterhaus, um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Als das Vorhaben schließlich eingestellt wurde, entschied sich Gaudí dazu, das Gebäude zu kaufen und es zu seinem Hauptwohnsitz zu machen. Die Architektur des Hauses lehnt sich an seine anderen Werke an. Es besticht durch ein schönes Türmchen, kunstvolle Verzierungen an den Fenstern und Kamine, die mit Mosaiken verkleidet sind.
Einblick in das Privatleben von Gaudí
Das Haus erstreckt sich über vier Etagen, von denen zwei für Besucher zugänglich sind. Dort findet man Sammlungen von Möbeln, Bauplänen und Fotos, die die bedeutendsten Schöpfungen von Gaudí dokumentieren, darunter die Casa Batlló, die Casa Milà oder die Casa Vicens. Zudem wurden zwei Räume originalgetreu nachgebildet, um die Lebensumstände des Architekten während seiner Zeit in diesem Haus zu veranschaulichen: das Schlafzimmer und das Badezimmer. Von der Dachterrasse aus hast du einen schönen Blick auf den Parc Güell.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Ich war neugierig, dieses Haus zu entdecken, und war ein wenig enttäuscht. Ich finde es schade, dass man keinen direkten und kostenlosen Zugang hat, da man für die Besichtigung des Inneren etwa dreißig Minuten braucht. Auch wenn es interessant ist, in den Alltag von Gaudi einzutauchen, fehlt es dem Rundgang ein wenig an Informationen. Meiner Meinung nach kann man sich sehr gut mit der hübschen Fassade von außen begnügen.