Wo du deinen Mietwagen in Montenegro abholst
Zwei Flughäfen bündeln die meisten Autovermietungen:
Wenn sich dein Aufenthalt auf die Küste (
Manche Reisende landen auch in
Was kostet ein Mietwagen in Montenegro?
Der Durchschnittspreis für einen Mietwagen in Montenegro liegt bei etwa 30 Euro pro Tag (ca. 33 USD), wobei es saisonale Schwankungen gibt.
Zwei Faktoren beeinflussen den Endpreis hier noch stärker als anderswo in Europa:
- Im Voraus buchen: Wer ohne Reservierung an einem Schalter in Tivat oder Podgorica auftaucht, zahlt fast immer 20 bis 30 % mehr.
- Juli und August meiden: In der Hauptsaison steigen die Preise spürbar, während die Nebensaison traditionell im September beginnt.
Wichtig zu wissen: Für einen Sommerurlaub in Montenegro hat die rechtzeitige Buchung oft einen größeren Einfluss auf den Endpreis als die Wahl des Vermieters selbst.
Mit dem Mietwagen über die Landesgrenzen
Viele Reisen verbinden Montenegro mit den Nachbarländern (Croatia, Bosnien, Albanien). Das ist möglich, aber an Bedingungen geknüpft.
Das Fahren eines montenegrinischen Mietwagens im Ausland ist gestattet, sofern bei der Buchung eine grenzüberschreitende Zusatzoption hinzugebucht wird. Diese deckt in der Regel Bosnien und Herzegowina, Albanien, Kosovo und Serbien ab.
Die Grüne Karte (internationale Versicherungskarte) wird für solche Fahrten häufig verlangt. Du musst das nicht selbst organisieren: Die Autovermietung kümmert sich darum, sobald du bei der Buchung das jeweilige Zielland auswählst.
Vorsicht bei der Kombination mit Dubrovnik im Sommer: Der Grenzübertritt zwischen Kroatien und Montenegro kann in der Hochsaison viele Stunden dauern. Vor allem erlauben manche Vermieter das Verlassen des Anmietlandes überhaupt nicht, prüfe diesen Punkt also unbedingt vor der Buchung.
Auto fahren in Montenegro: Was sich im Vergleich zu Deutschland unterscheidet
Das Straßennetz ist im Großen und Ganzen in gutem Zustand, aber der kurvenreiche und bergige Charakter der Strecken verlängert die Fahrzeiten vor allem im Landesinneren erheblich. Auf bestimmten Abschnitten kommt man kaum über 60 km/h hinaus, selbst wenn die Höchstgeschwindigkeit höher ausgeschildert ist.
Das Land hat keine klassischen Autobahnen, sondern nur National- und Nebenstraßen, und es gibt keine flächendeckende Maut. Nennenswerte Ausnahmen sind:
- Der Sozina-Tunnel (Podgorica-Bar): ein 4 km langer Tunnel mit einer Maut von 2,50 Euro (ca. 2,75 USD) für PKW.
- Die Fähre Lepetani-Kamenari in der Bucht von Kotor: Sie verkehrt das ganze Jahr über Tag und Nacht für 4,50 Euro (ca. 4,95 USD) pro Auto.
Eine weitere Besonderheit: Winterreifen oder Schneeketten sind zwischen dem 15. November und dem 30. März auf Bergstrecken vorgeschrieben. Wenn du außerhalb der Sommersaison reist, vergewissere dich, dass der Mietwagen entsprechend ausgestattet ist.
Auf kleinen Bergstraßen ist besondere Vorsicht geboten: Die Fahrbahn ist bisweilen mit Steinen übersät, die von den Felswänden herabgefallen sind, und die Leitplanken sind nicht immer in gutem Zustand. Viele kleinere Tunnel sind unbeleuchtet, was beim ersten Mal überraschend sein kann.
Parken an der Küste: Der wahre Knackpunkt
Nicht das Fahren bereitet Reisenden die meisten Probleme, sondern die Parkplatzsuche. Im Juli und August ist es mühsam, an der montenegrinischen Küste zu parken: Man braucht Geduld und muss einige Runden drehen, bis man einen Platz findet.
Ein nützlicher Trick für die Hochsaison: kostenlose Außenparkplätze am Rand der Altstädte ansteuern, statt direkt ins Zentrum zu fahren, und den Weg zu Fuß fortsetzen. Das geht oft schneller und ist bisweilen entspannter.
Kleinwagen oder SUV: Die Wahl je nach Route
Kleinwagen mit Schaltgetriebe
- Einfacher in den Küsten-Altstädten zu parken
- Wendiger auf engen Serpentinenstraßen
- Mietpreis meist niedriger
SUV oder Automatik
- Spurtreuer auf langen Bergstrecken (Durmitor, Kolašin)
- Hilfreich abseits der Hauptverkehrsachsen
- Mehr Fahrkomfort auf schadhaften Straßenbelägen
Da die Straßen überwiegend asphaltiert sind, kommen die meisten Reisenden mit einem klassischen Zweiradantrieb aus. Ein SUV oder Automatikgetriebe lohnt sich vor allem dann, wenn man ausgiebig in den Bergen unterwegs ist und viele Haarnadelkurven vor sich hat.
Versicherung: Die Falle, in die die meisten Reisenden tappen
Die lokalen Fachbegriffe sollten vor dem Unterschreiben entschlüsselt werden. Die Haftpflichtversicherung ist obligatorisch, und die Schadensabwehr ist Standard, beinhaltet im Schadensfall jedoch eine Selbstbeteiligung.
Eine Option wie Null Selbstbeteiligung oder Vollkaskoversicherung senkt diesen Eigenanteil in der Regel auf null, erfordert keine Kaution auf der Kreditkarte und bietet Schutz vor fast allen Verkehrsunfällen.
Wichtig zu wissen: Selbst mit einer Null-Selbstbeteiligung-Versicherung erlischt der Schutz, wenn du bei einem Unfall nicht die Polizei (122) an den Unfallort rufst, da ein Polizeibericht für die Schadensregulierung durch den Versicherer zwingend erforderlich ist.
Einen seriösen Anbieter vor Ort erkennen
Der lokale Markt ist eine Mischung aus großen internationalen Marken und kleinen unabhängigen Vermietern, wobei die Seriosität an den Flughafenschaltern stark schwanken kann. Erfahrungsberichte erwähnen mitunter aufdringliches Personal, das am Schalter Zusatzversicherungen verkaufen will, oder Fälle, in denen ein Fahrzeug bei verspätetem Eintreffen bereits an einen anderen Kunden vergeben wurde.
Ein paar Verhaltensweisen minimieren das Risiko:
- Eine Online-Buchung mit schriftlichen Bedingungen einer Verhandlung am Schalter vorziehen.
- Schriftlich bestätigen lassen, ob die Rückgabe an einer anderen Station erlaubt ist.
- Vor der Abfahrt bei grenzüberschreitenden Fahrten unbedingt das Dokument der Grünen Karte verlangen.
- Sofort bei der Übernahme Fotos vom Fahrzeug machen, noch bevor man den Parkplatz verlässt.
Häufige Fragen
Braucht man für das Fahren in Montenegro einen internationalen Führerschein?
Welches Mindestalter gilt für die Anmietung eines Mietwagens in Montenegro?
Wird in Montenegro eine Kaution verlangt und in welcher Form?
Was tun bei einer Reifenpanne oder einem Autodefekt auf einer einsamen Bergstraße?
- Versuche nicht, den Reifen selbst an einer engen und unübersichtlichen Straßenrand zu wechseln
- Gib sofort deinen genauen Standort an, da das Mobilfunknetz in Bergregionen manchmal schwach ist
- Bewahre Fotobeweise des Vorfalls auf
Sind die Straßen zum Nationalpark Durmitor mit einem normalen Mietwagen gut befahrbar?
Kann man die Autovermietung in Montenegro in Euro bezahlen?
Funktionieren GPS und Navigations-Apps in Montenegro zuverlässig?
- Lade vor der Abreise eine Offline-Karte herunter.
- Prüfe die Netzabdeckung deines europäischen Roaming-Tarifs.
- Nimm ein von der Agentur bereitgestelltes GPS-Gerät mit, wenn du mehrere Tage in den Bergen unterwegs bist.