Nauplia besuchen
Nur 140 km von Athen entfernt liegt Nauplia, das Juwel der Peloponnes. Im Herzen des Argolischen Golfs gelegen, besticht diese Halbinsel, die durch den berühmten Korinth-Kanal vom Festland getrennt ist, mit einem ganz besonderen Charme zwischen Meer und grüner Natur. Als erste Hauptstadt von Griechenland nach der türkischen Besatzung im Jahr 1829 bewahrt Nauplia in ihren Straßen die vielfältigen Einflüsse ihrer bewegten Geschichte, was sie zu einem Reiseziel mit echtem Charakter macht. Historische Pracht verbindet sich hier mit der Gelassenheit eines Badeortes. Man nennt sie auch die Stadt der Liebe, und vor allem ist sie ein Ort für einen gelungenen Urlaub.
Ein historisches Zentrum voller Charme
Im Zentrum der Altstadt ist der Syntagma-Platz, auch Platz der Verfassung genannt, der Dreh- und Angelpunkt des Lebens. Ob bei Tag oder bei Nacht, der Platz pulsiert und ist der ideale Ausgangspunkt, um die architektonischen Wunder und das Erbe von Nauplia zu erkunden. Zwei ehemalige Moscheen, Vouleftikon und das Trianon, erinnern an die osmanische Ära, während die Panagia-Kirche von außen schlicht wirkt, im Inneren jedoch mit prunkvollen Vergoldungen und Kronleuchtern überrascht. Nicht weit entfernt beherbergt ein prächtiges venezianisches Gebäude das Archäologische Museum. Überall säumen neoklassizistische Häuser die Wege. Wenn du die rue Staikopoulo hinaufgehst, findest du bezaubernde kleine Geschäfte, die zum erstaunlichen Komboloi-Museum führen, das den berühmten griechischen Gebetsketten gewidmet ist. In vier Räumen tauchst du in die Welt der Objekte aus Bernstein, Elfenbein oder Holz ein, die hier ganz losgelöst von religiösem Kontext präsentiert werden. Bunte Fassaden, gepflasterte Fußgängerzonen, kleine Brunnen und Statuen verleihen dem historischen Zentrum einen fast italienisch anmutenden Charme. Restaurants gibt es an jeder Ecke, wo Souvlaki, frischer Fisch, Honig, Olivenöl oder lokale Weine Nauplia zu einem Erlebnis für den Gaumen machen.
Zwischen Zitadellen und Strand
Mit Blick auf das Inselchen Bourtzi, eine Festung aus dem Jahr 1473, ist der Hafen von Nauplia ein Muss, schon allein wegen der Aussicht. Die Uferpromenade führt zur Kiesbucht Arvanitia, ein etwa 25-minütiger Spaziergang zwischen Felsen und Grün mit dem Meer zu Füßen, der die Sanftheit der Stadt unterstreicht. Als majestätische Wahrzeichen thronen zwei Festungen an den Enden der Stadt. Die auf 216 m Höhe gelegene Zitadelle von Palamidi stammt aus dem Jahr 1711 und galt mit ihren acht durch Mauern und Wachtürme verbundenen Bastionen als uneinnehmbar. Der Aufstieg lohnt sich, wobei man entweder das Auto nimmt oder die Treppe mit 857 oder 999 Stufen erklimmt, je nachdem, wem man glaubt. Die Festung überragt die Stadt und bietet neben einem Geschichtskurs auch einen beeindruckenden Panoramablick. Auf ihrer felsigen Halbinsel liegt die Zitadelle von Akronauplia, die mit 45 m Höhe zwar niedriger, aber deutlich älter ist. Sie besteht aus drei Burgen, wurde im Laufe der Besatzungen oft umgebaut und ist ebenfalls ein bedeutender historischer Ort. Nauplia ist eine gelungene Mischung aus Romantik und beeindruckenden Monumenten, ein überaus verführerisches Ziel.
Wann ist die beste Reisezeit
Von April bis November ist das Klima sehr mild. Wir empfehlen die Nebensaison, um die großen Touristenströme des Sommers zu vermeiden.
Anreise
Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus erfolgt die Anreise meist per Flugzeug nach Athen, dem nächstgelegenen Flughafen. Die 140 km lange Strecke nach Nauplia wird in der Regel mit dem Bus zurückgelegt, die stündlich verkehren. Mit dem Mietwagen ist die Fahrt unkompliziert.
Nafplio ist ein kleiner Hafen voller Charme, der eine vorteilhafte Lage für die Erkundung des Peloponnes bietet.
Ob mit dem Auto oder dem Boot, Sie können problemlos andere Inseln oder die Highlights der Region wie Korinth oder Mykene erreichen.
Lust auf ein wenig Entspannung? Vor Ort finden Sie Strände, Restaurants und eine angenehme Innenstadt, die mit ihren bunten Häusern zum Bummeln einlädt.