Hallo zusammen!
Ich möchte euch heute von einer Woche berichten, die ich in Köln verbracht habe.
Der Kölner Karneval
Die Stadt ist von Paris aus in 3 Stunden mit dem Zug zu erreichen und hat wirklich viel zu bieten. Ich war im November mit zwei Freunden dort, um den berühmten Kölner Karneval zu erleben. Auch wenn die Session offiziell am 11. November um 11:11 Uhr beginnt (die 11 ist schließlich die Zahl der Narren, wie jeder weiß!), finden die Höhepunkte in der Woche vor Aschermittwoch statt.
Weiberfastnacht
So richtig los geht es an Weiberfastnacht. An diesem Tag sollten die Herren der Schöpfung ihre Krawatten lieber zu Hause lassen: Die Frauen, die ihnen begegnen, schneiden sie kurzerhand ab. Zum Trost gibt es dafür ein „Bützchen“ auf die Wange.
Vor der jubelnden Menge am Gürzenich werden dem Kölner Dreigestirn die Stadtschlüssel überreicht, das offizielle Startsignal für die tollen Tage: Das Bier fließt in Strömen! Apropos: Sucht gar nicht erst nach Alternativen, das einzige Bier, das ihr während des Karnevals serviert bekommt, ist Kölsch.
Die Karnevalszüge
Am Samstag findet der Geisterzug statt, ein etwas kritischerer und alternativer Umzug.
Der absolute Höhepunkt ist jedoch der Rosenmontagszug. Über 10.000 Menschen ziehen auf Festwagen oder zu Fuß ab der Chlodwigplatz durch die Straßen, zur großen Freude von 1 bis 2 Millionen Zuschauern am Wegesrand. Es werden natürlich Kamelle und Rosen in die Menge geworfen.
Am Dienstag wird dann der Nubbel verbrannt, die Strohpuppe und das Symbol des Karnevals, was das Ende der Feierlichkeiten einläutet. Viele verbrennen kleine Nubbel-Puppen und rufen: „Es ist immer die Schuld des Nubbel!“ So hofft man, die kleinen Sünden, die man während der tollen Tage begangen hat, symbolisch hinter sich zu lassen …
Sehenswürdigkeiten der Stadt
Der Kölner Dom
Köln hat natürlich weit mehr zu bieten als nur Karneval. Bei meinen früheren Besuchen habe ich die Stadt mit ihren zwölf romanischen Kirchen und dem UNESCO-Welterbe-Dom ins Herz geschlossen.
Der Kölner Dom gilt nach dem Brandenburger Tor als das zweitbekannteste Wahrzeichen Deutschlands. Mit seinen 157 Metern Höhe ist er der Sitz des Erzbischofs und die zweithöchste Kirche Deutschlands (nach dem Ulmer Münster mit 161,5 m) sowie die drittgrößte weltweit. Seine Dimensionen sind beeindruckend: Die Westfassade umfasst eine Gesamtfläche von 7.100 Quadratmetern und zum Glück müssen die Fenster nicht jede Woche geputzt werden, sie erstrecken sich über 10.000 Quadratmeter! Wer die 533 Stufen eines der Türme erklimmt, wird mit einem fantastischen Panorama belohnt.
Das Rathaus
Das ist aber noch nicht alles. Es gibt auch das Kölner Rathaus, das älteste Rathaus Deutschlands. Verpasst nicht die volle Stunde, wenn der Platzjabbeck (unter der Turmuhr) seine Zunge herausstreckt. Außerdem könnt ihr das wunderschöne Glockenspiel mit seinen 48 Glocken hören. Es spielt täglich um 9, 12, 15 und 18 Uhr eine der 24 Melodien aus seinem Repertoire.
Das Haus der Eau de Cologne
Ein Besuch im Haus des Eau de Cologne ist ein Muss: Das eng mit der Stadt verbundene Duftwasser wurde 1709 von dem Parfümeur Johann Maria Farina kreiert, eine Mischung aus ätherischen Ölen von Zitrone, Orange, Bergamotte, Mandarine, Limette, Zeder, Grapefruit sowie verschiedenen Kräutern und einem hohen Alkoholgehalt. Noch heute wird das Eau de Cologne in der Stadt nach dem Originalrezept hergestellt. Für Puristen gibt es dazu sogar ein eigenes Museum.
Die Altstadt
Die Kölner Altstadt, die einst von der alten Stadtmauer und ihren Toren begrenzt wurde. In dem Bereich zwischen dem Alter Markt, dem Fischermarkt und der romanischen Kirche Groß St. Martin könnt ihr den historischen Charakter des alten Kölns spüren, auch wenn es heute nur noch ein kleiner Teil dessen ist, was vor den Zerstörungen des Krieges existierte. Die Befestigungsanlagen und vier mittelalterliche Tore sind noch heute zu sehen.
Die romanischen Kirchen
Natürlich solltet ihr mindestens eine der zwölf romanischen Kirchen der Stadt besuchen, die sich oft zwischen hohen, bunten Häusern verstecken. Sie bilden einen wunderbaren Kontrast zur Lebendigkeit der Stadt! Besonders erwähnenswert ist Groß St. Martin direkt am Rhein. Apropos: Gönnt euch eine Bootsfahrt auf dem Rhein, das lohnt sich, besonders bei Nacht, wenn die Stadt beleuchtet ist und noch schöner wirkt.
Ein wenig außerhalb der Stadt liegt das Schloss Augustusburg (etwa 15 km entfernt), das ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört.
Wo man abends ausgehen kann
Das Belgische Viertel
Wenn du abends ausgehen möchtest, empfehle ich dir einen Abstecher in das Belgische Viertel. Die Gegend ist absolut angesagt und du findest dort zahlreiche Clubs, in denen vor allem Elektro läuft. Der Hohenzollernring ist besonders lebendig und immer gut besucht. Für ein echtes Kölner Erlebnis (ja, ich musste erst googeln, wie man die Einwohner der Stadt nennt!) lege ich dir ans Herz, zumindest einen Teil des Abends im Alcazar zu verbringen. Dort kannst du in entspannter Atmosphäre bei guter Musik etwas essen oder trinken.
Das Studentenviertel
Falls du auf der Suche nach einer Stimmung wie im Pariser Quartier Mabillon bist, wirst du im Kölner Studentenviertel (Kwartier Latäng) fündig. Sobald es dunkel wird, trifft sich die Kölner Jugend in den zahlreichen Bars, Restaurants und Clubs rund um den Zülpicher Platz.
Kurz gesagt: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer besonders ausdauernd ist, kann versuchen, das lebhafte Nachtleben mit einem vollgepackten Sightseeing-Tag zu kombinieren. Viel Erfolg dabei!
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