Übernachten in Andorra
Das Fürstentum lässt sich in einer Stunde durchqueren, und die Hälfte aller Besucher bekommt kaum mehr als die Einkaufsstraße zu sehen. Gustavo, der vor Ort war, warnt davor: Wer den Kleinstaat nur auf zollfreies Shoppen reduziert, verpasst das Eigentliche, das direkt oberhalb des Talbodens beginnt.
Im Folgenden stellen wir drei Ausgangspunkte vor, je nachdem, was du vor hast. Ein solides Zimmer in der Hauptstadt gibt es ab etwa 80 €*; für ein kleines Hotel in den Bergen zahlst du eher um die 150 €*. In der Hochsaison zum Skifahren verdoppeln sich diese Preise.
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Viele sehen Andorra nur als einen Supermarkt an, in dem man steuerfreie Zigaretten und Alkohol kaufen kann. Glücklicherweise ist es weit mehr als das.
Wie viele Nächte pro Gegend?
Eine Stunde reicht aus, um das Fürstentum zu durchqueren, weshalb ein einziges Basislager völlig ausreicht. Es kommt lediglich darauf an, nach Saison und Programm das passende auszuwählen.
- Skiurlaub, 7 Nächte: Alles in Arinsal oder La Massana, Skilifte direkt ab dem Ort. In den Skigebieten zu übernachten ist zwar teurer, spart dir aber täglich zwei Fahrten über schneebedeckte Bergstraßen.
- Wochenende, 2 Nächte: Die Hauptstadt: Thermen, Museen, Restaurants und Geschäfte im Umkreis von wenigen Gehminuten sowie eine Busverbindung ins Schneetreiben ganz ohne Mietwagen.
- Eine Sommerwoche: 4 Nächte in Ordino für die nördlichen Täler und den Sorteny-Park, 3 in der Hauptstadt für Kultur und die Caldea-Thermen. Genau diese Aufteilung zeigt das Land, das Gustavo beschreibt.
- Kleines Budget: Die Hauptstadt außerhalb der Schulferien ab ca. 80 €* pro Nacht, mit Linienbussen für den Tagesausflug auf die Pisten.
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Die Karte der Gegenden in Andorra
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Andorra la Vella und Escaldes Talgrund
für die Thermen, Museen und günstigsten Preise
Europas höchstgelegene Hauptstadt besteht im Kern aus wenigen Straßen und vereint Hotels, Geschäfte sowie die Thermen von Caldea an einem Ort. Gustavo hebt die Kirche Sant Esteve hervor und empfiehlt vor allem einen Blick auf „die Umgebung voller natürlicher Schätze“. Dies ist der günstigste Ausgangspunkt im Land, mit den besten Busverbindungen und ideal zum Skifahren, ohne direkt im Skigebiet zu wohnen. Die Kehrseite ist die Kulisse: ein dichter, eng bebauter und stark befahrener Talgrund.
Viele sehen Andorra nur als einen Supermarkt an, in dem man steuerfreie Zigaretten und Alkohol kaufen kann. Glücklicherweise ist es weit mehr als das.
Die Orte in dieser Gegend
Wo man in dieser Gegend übernachtet
Andorra Park Hotel Luxus
Am Hang gelegen, mit Blick ins Tal und Sommerpool. Die einzige Adresse in der Hauptstadt, bei der man sich eher wie in den Bergen als in der Stadt fühlt.
NH Andorra la Vella Mittelklasse
Verlässliche Adresse direkt an der Einkaufsstraße, praktisch für einen Kurztrip, bei dem man spät zurückkommt. Schnörkellose Zimmer, genau das, was man hier erwartet.
Hotel Best Andorra Center Mittelklasse
Hallenbad, Sauna und Fitnessraum inklusive, direkt im Zentrum. Die Option, die einen Regentag erträglich macht, ohne dass man vor die Tür muss.
Pluspunkte
- Außerhalb der Schulferien zahlst du hier weniger als anderswo im Fürstentum.
- Thermen, Museen und Restaurants sind zu Fuß erreichbar.
- Busverbindungen zu allen Skigebieten, ohne oben am Berg übernachten zu müssen.
Minuspunkte
- Stark bebauter Talgrund, der zu den Stoßzeiten recht laut ist.
- Kein Schnee vor dem Hotel: Das Skigebiet ist zwanzig Minuten entfernt
La Massana und Arinsal Nordwestliches Tal
zum Skifahren und Wandern direkt vor der Hoteltür
Hier liegt das Skigebiet von Pal-Arinsal, das sich am einfachsten ohne Auto nutzen lässt: Die Bergbahnen starten direkt im Ort, und von den meisten Hotels läuft man zu Fuß zurück. Im Sommer verwandeln sich dieselbe Hänge in ein Wandergebiet, mit dem pic del Pla de l'Estany am Ende des Weges. La Massana unten im Tal hält im Gegensatz zu vielen anderen Höhenorten seine Geschäfte das ganze Jahr über geöffnet.
Die Orte in dieser Gegend
Wo man in dieser Gegend übernachtet
Hotel Arinsal Mittelklasse
Holz- und Steingebäude im Ortskern, ganz nah an den Liften. Der Klassiker der Gegend und die praktischste Adresse, um ohne Auto Ski zu fahren.
Pluspunkte
- Die Seilbahnen starten direkt im Ort: morgens kein Anfahrtsweg
- Ein Skigebiet, das gut zu Anfängern und Familien passt
- Wanderwege direkt nach der Schneeschmelze, auf genau denselben Hängen
Minuspunkte
- Außerhalb der Skisaison ist abends wenig los
- Die Preise verdoppeln sich während der französischen und spanischen Schulferien
Ordino und die Täler im Norden Norden
wegen Kultur und Ruhe
Dies ist die oft übersehene Seite und diejenige, die Gustavo meint, wenn er von den „Naturschätzen“ des Landes spricht: Steindörfer, das Museumshaus d'Areny-Plandolit und das als Naturpark geschützte Tal des Sorteny. Die ganzjährig geöffneten Dorfhotels kosten hier deutlich weniger als direkt im Skigebiet, und die Hauptstadt ist nur eine Viertelstunde entfernt. Der Haken dabei: sehr ruhige Abende und eine Passstraße, die man im Winter lieber bei Tag fährt.
Wo man in dieser Gegend übernachtet
Hotel Santa Bàrbara De La Vall D'ordino Mittelklasse
Ein Dorfgotel mit Restaurant und Blick auf die Gipfel, nur wenige Kilometer von den Pisten von Pal-Arinsal entfernt. Die perfekte Adresse für ruhige Nächte, ohne auf den Skispaß verzichten zu müssen.
Pluspunkte
- Das am besten erhaltene historische Erbe des Fürstentums
- Stabile Preise, selbst wenn die Skigebiete teurer werden
- Der Naturpark Sorteny direkt vom Dorf aus erreichbar
Minuspunkte
- Keine Partyszene und in der Nebensaison haben nur wenige Lokale geöffnet
- Bergstraßen, die man im Winter bei Nacht lieber meidet
Unsere Tipps für die richtige Buchung
- Grandvalira lässt sich auch ohne Übernachtung vor Ort wunderbar befahren.: Das größte Skigebiet der Pyrenäen erstreckt sich von Canillo bis zum Pas de la Case, und die zugehörigen Stationsdörfer sind die teuersten im ganzen Land. Von der Hauptstadt aus fahren Linienbusse in etwa dreißig Minuten hinauf, von Ordino aus in knapp zwanzig. Wer im Tal bucht und oben fährt, schont die Reisekasse oft spürbar.
- Die Preise folgen dem Schulkalender, nicht dem Wetter.: Im Februar verdoppeln sich die Tarife, da sich die französischen und spanischen Schulferien überschneiden. Januar und März bieten denselben Schnee für deutlich weniger Geld, und der Sommer bleibt die entspannteste Reisezeit: Erst dann zahlt man für die Berge Andorras normale Hotelpreise.
- Was man hier wirklich sucht, wie ein Mitglied anmerkt:: Gustavo bringt den typischen Fehler des gehetzten Besuchers auf den Punkt: Man fährt durch das Fürstentum, nur um einzukaufen, und zieht wieder ab, ohne etwas gesehen zu haben. Er verweist auf die Kirche Sant Esteve in der Hauptstadt und vor allem auf die Umgebung. Eine halbe Tagestour reicht für die Stadt, denn das eigentliche Programm spielt sich oberhalb der Dachgiebel ab.
- Im Pas de la Case zu buchen, nur um an der Grenze zu sein: Das ist die kommerziellste und am wenigsten charmante Ecke des Landes, und an den großen Abreisetagen staut sich dort der Verkehr.
- Ein Hotel im hinteren Tal zu nehmen in der Annahme, man könne direkt losfahren: Seilbahnen mitten aus der Hauptstadt gibt es nicht, zu allen Stationen braucht man entweder den Bus oder das Auto.
- Sich in den nördlichen Dörfern außerhalb der Saison auf das Abendessen verlassen: Viele Lokale machen dicht, sodass oft nur das Hotelrestaurant bleibt.