Manchester Art Gallery
Dieses öffentliche Kunstmuseum liegt direkt im Stadtzentrum von Manchester im Nordwesten Englands. Die historisch bedeutende Galerie erstreckt sich über drei Gebäude, drei Etagen und zwei Säle. Der älteste Bereich, die Manchester Art Gallery, steht unter Denkmalschutz und beherbergt eine Sammlung von mehr als 25.000 Kunstobjekten.
Sechs Jahrhunderte Kunstgeschichte
Die Manchester Art Gallery ist vor allem für ihre Sammlung britischer Kunst des 19. Jahrhunderts bekannt, insbesondere für die Werke der Präraffaeliten. Der Fokus auf moderne Kunst festigte sich 1925, als der Sammler Charles Rutherston seine Kollektion moderner Werke stiftete. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen kamen zahlreiche britische Gemälde und Skulpturen hinzu. Nach 1945 wurde der Bestand durch bedeutende Arbeiten von Thomas Gainsborough, Joshua Reynolds und George Stubbs erweitert.
Dank einer Schenkung von Assheton Benett, die rund 100 Werke umfasst, konnte die Sammlung der europäischen alten Meister um holländische und flämische Gemälde des 17. Jahrhunderts ergänzt werden. Heute umfasst das Archiv über 2.000 Ölgemälde sowie zahlreiche Studien und Dokumente.
Viele Werke, die einen direkten Bezug zur Geschichte der Stadt haben, sind in einem eigens dafür vorgesehenen Saal ausgestellt.
Das eng mit der Galerie verbundene Museum of Costume (Kostümmuseum) ergänzt das Angebot mit einer umfangreichen Sammlung aus den Bereichen bildende Kunst, Kunsthandwerk und Mode. Insgesamt umfasst der Bestand etwa 14.000 Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Aquarelle, Drucke und Fotografien. Die Abteilung für Kunsthandwerk enthält 13.000 Objekte aus Glas, Keramik und anderen Materialien, während das Kostümmuseum selbst rund 21.000 Kleidungsstücke und Accessoires bewahrt.
Wechselnde expositions temporaires (Sonderausstellungen) beleuchten sowohl historische als auch zeitgenössische Kunst. Ein umfangreiches Programm mit interaktiven Workshops bietet zudem praktische Einblicke für Kinder.
Highlights der Sammlung
Die historische Ausstellung zu Ford Madox Brown im Jahr 2011 war die erste ihrer Art seit 1964. Brown gilt als faszinierender Pionier des präraffaelitischen Stils.
Für diese Werke solltest du dir Zeit nehmen:
- Hylas und die Nymphen von John William Waterhouse
- Der Tod des Königs Artus von James Archer
- Das Begräbnis eines Wikingers von Frank Dicksee
- Die Sirenen und Odysseus von William Etty
- Der Sündenbock von William Holman Hunt
- Die Dame von Shalott von William Holman Hunt
Uncertain Futures
Diese Installation aus dem Jahr 2021 gibt 100 Frauen über 50 Jahren eine Stimme, die über ihre Erfahrungen in der Welt nach der Pandemie berichten. Über einen Zeitraum von 15 Monaten tauschten sich die Frauen aus verschiedenen Gemeinschaften Manchesters via Zoom über die Herausforderungen ihres Arbeitsalltags seit Beginn der Krise aus. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der University of Manchester, der Manchester Metropolitan University und der Künstlerin Suzanne Lacy aus Los Angeles. Uncertain Futures zielt darauf ab, auf Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten bei den beruflichen Chancen für Frauen aufmerksam zu machen. Durch Interviewauszüge und eine begleitende Tonspur werden zentrale gesellschaftliche Fragen in den Fokus gerückt.
Zuerst einmal ist der Eintritt kostenlos. Man kann freiwillig spenden, wenn man möchte, aber man kommt auch ohne Zahlung rein.
Ihr habt also absolut keine Ausrede, dieses Museum nicht zu besuchen, das meiner Meinung nach der wichtigste kulturelle Ort in Manchester ist.
Es gibt verschiedene Werke aus unterschiedlichen Epochen zu sehen. Es sind auch einige Manuskripte des Genies Leonardo da Vinci dabei. Allein diese Stücke sind den Besuch wert.