Mietwagen am Flughafen Fuerteventura
Puerto del Rosario ist zwar die Hauptstadt von Fuerteventura, doch die allermeisten Mietwagen werden direkt am Flughafen Fuerteventura (FUE) übernommen, der rund 5 km südlich der Stadt liegt. Für die große Mehrheit der Besucher ist dies der zentrale Ankunftspunkt, egal ob sie per Direktflug oder mit Zwischenstopp über die anderen Kanarischen Inseln anreisen.
Die Schalter der internationalen und lokalen Autovermietungen befinden sich direkt im Terminal oder in unmittelbarer Nähe. Einige lokale Anbieter betreiben ein Depot, das zu Fuß oder per kostenlosem Shuttlebus in wenigen Minuten erreichbar ist. Ein Punkt zum Nachprüfen vor der Buchung, da dies bei der Ankunft zu längeren Wartezeiten führen kann.
Das Fahrzeug direkt am Flughafen in Empfang zu nehmen, ist hier klar im Vorteil: Die Entfernungen zwischen den Dörfern der Insel sind beträchtlich und der öffentliche Nahverkehr ist außerhalb der Hauptverkehrsachsen nur schwach ausgebaut.
Warum ein Mietwagen auf Fuerteventura fast unerlässlich ist
Fuerteventura ist eine langgestreckte Insel, auf der sich Strände, Dörfer und Natursehenswürdigkeiten über mehr als 100 km von Norden nach Süden verteilen. Ohne eigenes Auto wird der Weg zu den Stränden von Corralejo, zur Halbinsel von Jandía oder in die Dörfer des Inselinneren umständlich.
Zwar verbindet das Busnetz (Tiadhe) die größeren Orte, allerdings fahren die Busse vor allem außerhalb der Touristensaison eher selten. Wer die Insel im eigenen Takt erkunden möchte, fährt mit einem Mietwagen am besten.
Was kostet ein Mietwagen auf Fuerteventura?
Die Preise schwanken je nach Saison und Fahrzeugklasse deutlich. Ein Kleinwagen ist meist günstiger zu haben als ein SUV oder ein Geländewagen, wobei letztere für Fahrten auf den unbefestigten Pisten im Süden der Insel (vor allem nach Cofete) gefragt sind.
- Hauptsaison (Weihnachten, Februar-März, Sommer): Die Preise ziehen spürbar an, daher lohnt sich eine rechtzeitige Buchung, um einen vernünftigen Tarif zu sichern.
- Nebensaison (November, Anfang Dezember): Die Tarife fallen in der Regel moderater aus und die Auswahl an verfügbaren Autos ist größer.
- Allradfahrzeuge kosten zwar mehr in der Miete, sind aber für bestimmte Schotterpisten im Süden wie den Weg zum Strand von Cofete oft die sicherste Wahl.
Gut zu wissen: Kontrolliere im Mietvertrag, ob Fahrten auf unbefestigten Straßen erlaubt sind. Manche Vermieter verbieten dies ausdrücklich und übernehmen bei Schäden auf solchen Pisten keinerlei Kosten.
Der Wind als Faktor beim Fahren
Fuerteventura ist bekannt für kräftige Winde, die Kitesurfer begeistern, beim Autofahren jedoch anspruchsvoll sein können. Vor allem auf Küstenstraßen und exponierten Abschnitten wie rund um Corralejo oder im Inselsüden können plötzliche Böen auftreten.
Das ist kein Grund, auf einen Mietwagen zu verzichten, erfordert aber erhöhte Aufmerksamkeit, besonders bei leichten oder unbeladenen Fahrzeugen.
Lokale Anbieter versus große Marken auf Fuerteventura
Am Flughafen Fuerteventura teilen sich internationale Großkonzerne und etablierte lokale Autovermietungen den Markt. Die lokalen Agenturen kennen die örtlichen Besonderheiten wie Schotterpisten, Windverhältnisse oder den Zustand kleinerer Straßen genau und können ein passendes Fahrzeug für die geplante Route empfehlen.
Große Ketten punkten dagegen meist mit einer einheitlicheren Flotte und standardisierten Abläufen, was manchem Reisenden bei der Klärung von Fragen Sicherheit gibt. Die Entscheidung hängt im Wesentlichen davon ab, ob der Fokus auf persönlicher Betreuung und fairen Preisen oder auf internationalem Standard liegt.
Formalitäten und Fahrpraxis auf der Insel
Der deutsche, österreichische oder Schweizer Führerschein wird auf Fuerteventura problemlos akzeptiert, für einen Urlaubsaufenthalt ist kein zusätzliches Dokument nötig. Es gelten die spanischen Verkehrsregeln: Rechtsverkehr und die üblichen Tempolimits (außerhalb geschlossener Ortschaften meist 90 bis 100 km/h, in Städten 50 km/h).
Vermieter verlangen häufig ein Mindestalter von 21 Jahren, wobei für Fahrer unter 25 Jahren je nach Anbieter wie sonst auch in Spanien eine Jungfahrergebühr anfällt.