Château de Bourscheid

Was tun in Luxemburg: Top 4 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Luxemburg, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 4 schönsten Städte in Luxemburg

#1 Vianden +29 Empf.

In diesem Ort in den luxemburgischen Ardennen, wo Victor Hugo während seines Exils fünfmal Zuflucht suchte, beeindruckt vor allem das tausendjährige Schloss auf einem Felsvorsprung. Es zählt laut CNN zu den zwanzig schönsten Burgen Europas und überragt die bunten mittelalterlichen Gassen sowie das friedliche Tal der Our. Der einzige Sessellift Luxemburgs bietet eine einzigartige Perspektive auf diese Kulisse, die an eine Märchenlandschaft erinnert.

#2 Luxemburg +17 Empf.

Luxemburg ist eine grüne, kosmopolitische Hauptstadt, die ihr historisches Erbe mit einer beeindruckenden Naturkulisse verbindet. Die Altstadt thront auf steilen Klippen und zeigt einen Kontrast aus mittelalterlicher Bausubstanz und moderner Architektur der europäischen Institutionen. Die Kasematten der Bock-Festung sowie das Tal der Pétrusse bieten markante Ausblicke. Mit einer vielfältigen Museumslandschaft und einem aktiven Musikleben ist die Stadt kompakt und ideal für einen Kurztrip geeignet.

#3 Esch an der Sauer +15 Empf.

Esch an der Sauer liegt in einer perfekten Schleife der Sauer und wirkt wie eine mittelalterliche Kulisse, die die Zeit vergessen hat. Die Burgruine, die das Dorf überragt, stammt aus dem Jahr 927. Weiße Häuser mit Schieferdächern drängen sich am Fuß des Hügels zusammen, während der nahegelegene Stausee Obersauer zum Schwimmen und Kajakfahren einlädt. Ein kompakter Ausschnitt der luxemburgischen Ardennen für Reisende, die absolute Ruhe suchen.

#4 Remich +14 Empf.

An den Ufern der Mosel pflegt dieses kleine luxemburgische Winzerstädtchen eine Weinkultur, die bis in die Römerzeit zurückreicht. Die Caves St Martin, die tief in den Kalkstein gehauen wurden, produzieren einen Crémant, der es mit jedem Champagner aufnehmen kann. Drei Kilometer Uferpromenade voller Terrassen, Bootsfahrten in Richtung Schengen und ein Radweg durch die Weinberge machen den Ort zu einem Ziel für alle, die Entschleunigung und guten Wein suchen.

Luxemburg besuchen: Ein europäischer Winzling mit vielen Gesichtern

Eingezwängt zwischen Frankreich, Belgien und Deutschland sorgt Luxemburg immer wieder für Staunen. Das kleine Land mit einer Fläche von 2.500 km² hat weit mehr zu bieten als den Ruf als Finanzplatz. Hinter der Kulisse verbergen sich eine enorme kulturelle Dichte und eine abwechslungsreiche Natur. Zwischen mittelalterlichen Burgen auf steilen Felsen, grünen Flusstälern und einer hochmodernen Hauptstadt hält das Großherzogtum für alle, die sich Zeit für eine Erkundung nehmen, zahlreiche Überraschungen bereit.

Ist das Ziel das Richtige für dich?

Luxemburg richtet sich an neugierige Reisende, die abseits der großen Touristenströme nach Authentizität suchen. Wenn du feine Sandstrände oder monumentale Bauwerke erwartest, wirst du hier nicht fündig. Suchst du jedoch die Herausforderung, ein ganzes Land in wenigen Tagen zu durchqueren, und schätzt du bukolische Landschaften, gut erhaltene mittelalterliche Architektur sowie herzliche Begegnungen, dann bist du hier genau richtig.

Ein wichtiger Hinweis vorab: Luxemburg gehört zu den teuersten Reisezielen in Europa. Ein Kaffee kostet schnell über 4 Euro, und auch die Übernachtungspreise liegen auf einem hohen Niveau. Der Vorteil dabei ist jedoch, dass die Qualität der Dienstleistungen durchweg exzellent ist und die Sicherheit im Land als absolut gilt.

Eine Hauptstadt zwischen Tradition und Moderne

Luxemburg-Stadt fasziniert durch den Kontrast zwischen historischem Erbe und extremer Moderne. Das Grund-Viertel, das tief im Tal der Alzette liegt, wirkt mit seinen bunten Häusern und engen Kopfsteinpflastergassen wie aus dem Bilderbuch. Ein Aufstieg in die Oberstadt führt dich zu den Kasematten des Bock, einem unterirdischen Gangsystem, das an die Zeit erinnert, als die Hauptstadt als uneinnehmbare Festung galt.

Der Kontrast wird deutlich, sobald man den Kirchberg-Plateau betritt. Hier stehen die gläsernen Türme der europäischen Institutionen direkt neben dem Mudam, dem Museum für Moderne Kunst, einem architektonischen Glanzstück von Ieoh Ming Pei. Zwischen Geschäftsterminen treffen sich die Eurokraten in den Sterne-Restaurants der Innenstadt, was für ein in Europa einzigartiges, kosmopolitisches Flair sorgt.

Unser Tipp: Nutze die kostenlosen Panoramaaufzüge, die die Oberstadt mit dem Grund verbinden. Sie bieten spektakuläre Ausblicke auf die tief eingeschnittenen Täler und sind eine originelle Art, die außergewöhnliche Topografie der Hauptstadt zu erleben.

Märchenhafte Burgen und authentische Dörfer

Luxemburg hat eine höhere Dichte an Burgen pro Quadratkilometer als jedes andere europäische Land. Die Burg Vianden thront majestätisch über dem Ourtal und wurde mit traditionellen mittelalterlichen Techniken bis ins Detail restauriert. Schon Victor Hugo verbrachte hier Zeit und verliebte sich in die Anlage.

Etwas intimer präsentiert sich Clervaux mit seiner Benediktinerabtei und der berühmten Fotoausstellung "The Family of Man" von Edward Steichen. Das Dorf Echternach, die Wiege des Landes, zeigt seine Schätze besonders eindrucksvoll während der Springprozession, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Das Moseltal, ein Paradies für Weinliebhaber

Zwischen Schengen und Wasserbillig sind die Hänge von Weinbergen geprägt, die exzellente Rieslinge und Crémants hervorbringen. Viele Familienweingüter öffnen ihre Türen für Verkostungen, die weit weg vom touristischen Kitsch ein authentisches Erlebnis bieten.

Unberührte Natur und einsame Wanderwege

Das Mullerthal, oft als "Kleine Luxemburger Schweiz" bezeichnet, besticht durch spektakuläre Felsformationen und dichte Wälder. Die Wanderwege schlängeln sich durch zerklüftete Felsen, vorbei an versteckten Wasserfällen und durch jahrhundertealte Buchenwälder. Die Stimmung erinnert an deutsche Mittelgebirgslandschaften, jedoch mit dieser ganz eigenen, sanften Atmosphäre der Grenzregionen.

Im Norden bieten die Luxemburger Ardennen hügelige Panoramen, die mit traditionellen Bauernhöfen durchsetzt sind. Mountainbiker finden hier ein ideales Terrain, während Wanderer die gut ausgeschilderten Wege schätzen, die Dörfer und Aussichtspunkte miteinander verbinden.

Unser Tipp: Lade dir die App "Luxemburg Nature" herunter. Sie zeigt dir alle Wanderwege per Geolokalisierung an und schlägt thematische Touren vor, die deinem Interesse und deinem Fitnesslevel entsprechen.

Industriekultur im Wandel

Die ehemalige Bergbauregion im Süden zeigt eine völlig andere Facette Luxemburgs. Esch-sur-Alzette und Dudelange haben ihre Industriebrachen in avantgardistische Kulturräume umgewandelt. Das Gelände von Belval ist das beste Beispiel für diesen Wandel: Wo einst Hochöfen brannten, befinden sich heute die Universität Luxemburg und die Cité des Sciences.

Diese Umgestaltung beweist die Anpassungsfähigkeit des Landes, das seine Identität neu erfunden hat, ohne dabei die eigene Arbeitergeschichte zu verleugnen.

Luxemburg auf dem Teller: Zwischen ländlicher Tradition und Grenznähe

Die luxemburgische Küche wurzelt in bäuerlichen Traditionen, wurde aber durch deutsche und französische Einflüsse bereichert. Judd mat gaardebounen (geräucherter Schweinekamm mit Saubohnen) gilt als Nationalgericht, das herzhaft und sättigend ist.

Naschkatzen werden bei Quetschentaart (Zwetschgenkuchen) und Äppelkuchen schwach, die im Herbst die Bäckereien duften lassen. Zu den Getränken passen die Weine von der Mosel perfekt, während das Bier der Marke Bofferding der ganze Stolz der Nation bleibt.

Die Gourmet-Restaurants in Luxemburg-Stadt können es problemlos mit ihren Pendants in Paris aufnehmen, geführt von Köchen, die regionale Produkte mit modernen Techniken veredeln.

Wann ist die beste Reisezeit für Luxemburg?

Luxemburg ist das ganze Jahr über eine Reise wert, wobei jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz hat:

  • Der Frühling (April bis Mai) hüllt die Landschaft in zarte Farben und ist ideal für Wanderungen, ohne die Sommerhitze.
  • Der Sommer (Juni bis August) ist die Zeit der Festivals und Veranstaltungen, allen voran die Schueberfouer, das große Volksfest in Luxemburg-Stadt. Die Temperaturen liegen selten über 25 Grad, was angenehme Besichtigungen ermöglicht.
  • Der Herbst verwandelt die Wälder in ein impressionistisches Gemälde und markiert die Zeit der Weinlese an der Mosel. Im Dezember sorgen die Weihnachtsmärkte für eine märchenhafte Stimmung in den historischen Ortskernen.
  • Der Winter ist zwar mild, aber oft feucht. Es ist die ideale Zeit, um Museen zu besuchen und die gemütliche Atmosphäre in traditionellen Restaurants zu genießen.

Wie kommt man nach Luxemburg?

Der Flughafen Findel, nur 6 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, wird von den wichtigsten europäischen Städten direkt angeflogen. Billigfluggesellschaften bieten regelmäßige Verbindungen zu attraktiven Preisen an, was die Lebenshaltungskosten vor Ort etwas ausgleicht.

Der Zug ist die ökologischste und oft auch bequemste Wahl. Von Paris aus dauert die direkte Fahrt mit dem TGV nur 3 Stunden und 15 Minuten. Verbindungen aus Brüssel, Frankfurt oder Zürich erfolgen meist mit einem Umstieg in Metz oder Koblenz.

Mit dem Auto lässt sich das Land besonders flexibel erkunden. Das Autobahnnetz aus Frankreich, Belgien und Deutschland ist perfekt an das Großherzogtum angebunden. Achte jedoch auf die zahlreichen Radarkontrollen und halte dich strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Unterwegs in Luxemburg

Seit März 2020 sind alle öffentlichen Verkehrsmittel in Luxemburg kostenlos, was weltweit ein Novum darstellt. Busse, Züge und Straßenbahnen decken das gesamte Gebiet effizient ab, weshalb das Auto für die meisten Fahrten überflüssig geworden ist.

Die Regionalzüge verbinden die wichtigsten Orte schnell miteinander. Die Strecke von Luxemburg nach Troisvierges führt durch die schönsten Landschaften des Nordens, während die Verbindung nach Wasserbillig entlang der Weinberge der Mosel verläuft.

Für Wanderungen und abgelegene Dörfer bleibt die Mietwagenbuchung dennoch sinnvoll. Die Distanzen sind kurz: Es dauert maximal 1 Stunde und 30 Minuten, um das Land von einer Seite zur anderen zu durchqueren. Das Fahrrad ist dank des nationalen Radwegenetzes und des moderaten Reliefs in vielen Regionen eine attraktive Alternative.

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