Was tun in Kiew: die schönsten Aktivitäten & Highlights

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Kiew im Überblick

Die geheimnisvolle Kyiv, die Hauptstadt der Ukraine, wird vom Fluss Dnepr durchströmt und begeistert durch eine faszinierende Mischung aus Gegensätzen: Bedeutende sakrale Bauwerke und eine große architektonische Vielfalt treffen hier auf ein lebendiges Zentrum und zahlreiche Grünanlagen, die die Stadt äußerst einladend machen. Als Wiege der Kiewer Rus, dem ersten slawischen Staat, wird die Stadt oft als «Mutter der russischen Städte» bezeichnet. Sie pflegt ihre Traditionen wie kosakische Reitershows und die filigrane Kunst der bemalteten Ostereier mit Hingabe. Auch Kunstliebhaber und Opernfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Bei dieser Gelegenheit kannst du den nationalen Bortsch probieren, begleitet von Galuschki, einer Art kleinen Teigtaschen: einfach köstlich!

Das Klima ist mäßig kontinental mit langen, kalten Wintern und milden Sommern, in denen die Temperaturen im Schnitt bei 20 bis 25 Grad liegen.

Ein einzigartiger und spiritueller Ort

Die majestätische Sophienkathedrale gehört zum Weltkulturerbe und gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Ganz in Weiß und Grün gehalten, sollte sie einst mit ihrem Gegenstück in Istanbul konkurrieren. Im Inneren ist die mit Mosaiken geschmückte Kuppel schlicht atemberaubend. Verpasse auch nicht das barocke St. Michaelskloster mit den goldenen Kuppeln in zarten Lavendeltönen, das dem Schutzpatron Kiews gewidmet ist, sowie die rokokohafte St.-Andreas-Kirche und die lichtdurchflutete Wladimirkathedrale.

Das imposante Höhlenkloster von Kiew, die sogenannte Lawra, ist das meistbesuchte Denkmal des Landes. Es handelt sich um einen riesigen Komplex mit drei unterirdischen Höhlensystemen, die zu Katakomben ausgebaut wurden. Bei Kerzenschein bewegst du dich hier in einer tief spiritualisierten Atmosphäre, umgeben von sakralen Gesängen und Gebeten.

Die Gedenkstätte von Babyn Yar im Stadtteil Syrez nordwestlich des Zentrums erinnert an die Tausenden von Jüdinnen und Juden, die 1941 von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Am Kai 10 starten zahlreiche Themenkreuzfahrten, die unter anderem Panoramafahrten, Passagen durch Schleusen und Touren zur Mündung des Flusses Desna anbieten. Eine wunderbare Art, die Stadt vom Wasser aus kennenzulernen!

Wer mehr über die Kosaken erfahren möchte, ist im Freilichtmuseum Mamajewa Sloboda genau richtig. Die Vorführungen, die den Tag über stattfinden, sind beeindruckend.

Wenn du etwas mehr Zeit hast, bringt dir das Museum der Stadt Kiew alle Facetten der Metropole näher. Freunde zeitgenössischer Kunst zieht es ins Mystetskiy Arsenal.

Etwa 12 km außerhalb des Zentrums widmet sich das Museum für Volkskunst und ländliches Leben in Pyrohovo dem historischen Alltag vom 16. bis zum 19. Jahrhundert mit originalen Kirchen, Windmühlen, Brunnen und Handwerksbetrieben. Bist du im Juni vor Ort, solltest du das Fest Iwan Kupala nicht verpassen.

Ein lebendiges und charmantes Südufer

Ein Spaziergang führt dich über den Prachtboulevard Chreschtschatyk im stalinistischen Stil direkt zum Majdan Nesaleschnosti, wobei Majdan auf Ukrainisch Platz bedeutet. Hier thront eine 61 Meter hohe Siegessäule. An warmen Tagen finden auf dem Platz große Konzerte statt. Die Kastanienalleen und die entspannte Stimmung machen den Ort sehr attraktiv.

Setze deinen Weg ins Viertel Lypky fort, wo im 19. Jahrhundert die Oberschicht residierte. Ein absolutes Highlight ist das rätselhafte Haus mit den Chimären im Jugendstil.

Ganz andere Eindrücke erwarten dich im Stadtteil Podil mit seiner maritimen und alternativen Atmosphäre. Du erreichst ihn bequem mit einer kleinen blauen Standseilbahn. Starte am besten an der Mohyla-Akademie, der ältesten Universität des Landes mitsamt ihrem botanischen Garten, bevor du dich in den verwinkelten Gassen mit ihren bunten Fassaden verlierst. Auch das Bohème-Viertel Andrijewskij-Abstieg, in dem einst der berühmte Schriftsteller Michail Bulgakow lebte, gehört unbedingt auf die Liste.

Im Sommer stehen die Inseln im Dnepr ganz im Zeichen von Badefreuden, Erholung und Outdoor-Sportarten. Auf der Insel Truchanow liegt mit dem Hydropark ein großes Erholungs- und Freizeitgelände.

Die Markthalle Bessarabski, oft auch Bessarabka genannt, zählt zu den ältesten der Stadt. Sie ist absolut pittoresk, bietet gut gefüllte Stände und eine herzliche Atmosphäre. Hier bekommst du sogar Kaviar.

Reist du mit Kindern, lohnt sich ein Abstecher in den Zoo, der mit naturnah gestalteten Flusslandschaften und einem Streichelzoo punkten kann.

Wann ist die beste Reisezeit?

Für eine Städtereise empfiehlt sich vor allem der Frühling zwischen April und Juni.

Wie kommt man hin?

Der ukrainische Luftraum ist seit Februar 2022 für die zivile Luftfahrt gesperrt: Kiew ist nicht mehr mit dem Flugzeug erreichbar. Die Anreise erfolgt über Land, meist mit dem Zug aus Polen.

Wie kommt man vor Ort von A nach B?

Die internationalen Züge kommen am Hauptbahnhof an, von wo aus das städtische Netz übernimmt.

Am praktischsten und günstigsten kommst du mit dem gut ausgebauten Straßenbahn- und U-Netz voran.

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