58ea862c0e992

Jütland: Wo Land auf Meer und eine steife Brise trifft

Aus dem Französischen übersetzt — Original auf Französisch lesen

Wenn man an Dänemark denkt, kommen einem sofort Kopenhagen und die kleine Meerjungfrau in den Sinn. Doch das Land hat so viel mehr zu bieten. Zu Frühlingsbeginn haben wir uns aufgemacht, um <strong>Jütland</strong> zu erkunden, jene dänische Region, die wie ein Ausläufer des europäischen Festlands nördlich von Deutschland in die See ragt.

Tag 1

Wir sind direkt von Paris zum <strong>Flughafen Billund</strong> geflogen, einem idealen Ausgangspunkt, um die Region zu bereisen. Hier befindet sich auch das Legoland, das wir für den nächsten Tag eingeplant haben. An unserem ersten Tag fahren wir Richtung Westen, zur Nordseeküste. Nadel- und Laubwälder sowie Sumpfgebiete wechseln sich mit großen Bauernhöfen und perfekt gepflegten Dörfern ab. Zahlreiche Windräder prägen die Landschaft, mal einzeln stehend, um Gehöfte zu versorgen, mal in großen Windparks. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt erreichen wir das Dorf <strong>Søndervig in der Gemeinde Ringkøbing, gelegen zwischen der offenen See und dem Ringkøbing Fjord.</strong> Wir werden herzlich empfangen und beziehen schnell unser Apartment im Ferienpark <a href="http://www.danland.de/ferienparks/sondervig/" target="_blank" rel="nofollow"><strong>Danland</strong></a>. Man muss dazu sagen, dass zu dieser Jahreszeit in dem kleinen Badeort noch kaum Touristen unterwegs sind. Die Anlage bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, zumindest Anfang April; im Sommer dürfte es hier deutlich lebhafter zugehen.

<img alt="Das DanCenter in Søndervig" src="/Avygeo/uploads/2539/articles/thumb_pic_58ea912f378be.jpg" style="float:left; height:193px; width:346px"/>Wir nutzen den sonnigen späten Nachmittag für einen Strandspaziergang. Der Strand ist durch Dünen geschützt, die das Dorf vor den Winden der <strong>Nordsee</strong> bewahren. Von den Dünenkämmen aus kann man die Windräder in der Ferne sehen, und die endlosen Sandstrände laden zum Wandern ein.

Man sollte sich allerdings nicht zu lange am Strand aufhalten, denn hier wird früh zu Abend gegessen, selbst in der Pizzeria!

Tag 2

Zurück nach Billund, um den <strong><a href="https://www.legoland.com/" target="_blank" rel="nofollow">Legoland</a>-Park</strong> zu besuchen, ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Gleich am Eingang wird man von detailgetreuen Nachbildungen bekannter Landschaften und Monumente aus Legosteinen begrüßt: der Eiffelturm (natürlich!), aber auch alte Windmühlen oder eine (typisch dänische) Offshore-Windkraftanlage samt Montageschiff.

<img alt="Offshore-Windkraftanlage aus Legosteinen" src="/Avygeo/uploads/2539/articles/thumb_pic_58ea922ccc8d7.jpg" style="float:right; height:179px; width:320px"/><img alt="Traditionelle Windmühle aus Lego" src="/Avygeo/uploads/2539/articles/thumb_pic_58ea943834ff3.jpg" style="float:left; height:177px; width:315px"/>

Aber Legoland bietet auch jede Menge „actionreichere“ Fahrgeschäfte für Groß und Klein, die nicht unbedingt etwas mit den bunten Steinen zu tun haben. Und nicht zu vergessen: die Shops, an denen man nur schwer vorbeikommt!

Tag 3

Während die Faulenzer unter uns den Vormittag lieber im Erlebnisbad des Danland verbringen, machen sich andere auf den Weg zum <strong><a href="http://poullacour.com/" target="_blank" rel="nofollow">Poul La Cour Museum</a> in Askov</strong>. Dänemark gilt seit den 1980er Jahren als Pionier in Sachen <a href="http://www.windpower.org/en/" target="_blank" rel="nofollow">Windenergie</a>, und Poul La Cour, ein Ingenieur des späten 19. Jahrhunderts, wird als der „offizielle“ Ahnherr dieser „modernen Mühlen“ gefeiert. Das von Freiwilligen betriebene Museum ist allerdings eher etwas für Spezialisten.

<img alt="Ein Fischerboot an der Nordsee bei Søndervig" src="/Avygeo/uploads/2539/articles/thumb_pic_58ea9b04e7914.jpg" style="float:left; height:174px; width:310px"/>Den Nachmittag widmen wir den kleinen Küstenorten. Zuerst besuchen wir <strong>Thorsminde zwischen Meer und Nissum Fjord</strong>, ein Hafenort, an dem zahlreiche Hobbyangler geduldig ihre Ruten auswerfen, während an Leinen aufgehängter Fisch an der frischen Luft trocknet.<img alt="Vestas-Windrad in Hvide Sande" src="/Avygeo/uploads/2539/articles/thumb_pic_58ea9cf4e6c2a.jpg" style="float:right; height:270px; width:152px"/>

Weiter geht es nach <strong>Hvide Sande</strong>, südlich von Søndervig, ebenfalls zwischen Meer und Ringkøbing Fjord gelegen. In diesem Hafenort entdecken wir drei <strong>Vestas-Windräder</strong>, das ist der wichtigste dänische Hersteller für diese Art von Anlagen.

Tag 4

Ein langer Spaziergang am Strand und in den Dünen von Søndervig steht an. Strand bedeutet Sand, aber es ist schwer, gegen das <strong><a href="http://www.sandskulptur.dk/frontpage.aspx" target="_blank" rel="nofollow">Sandskulpturen-Festival</a></strong> anzukommen, das hier jeden Sommer stattfindet! Hinter dem Strand erstrecken sich die Dünen: Die Vegetation ist üppig, muss aber vor den vielen Touristen und der Winderosion geschützt werden.

<img alt="Unsere Sandburg in Søndervig" src="/Avygeo/uploads/2539/articles/thumb_pic_58eaa057026dd.jpg" style="float:left; height:153px; width:274px"/>

<img alt="Die Dünen von Søndervig" src="/Avygeo/uploads/2539/articles/thumb_pic_58eaa193dd947.jpg" style="float:left; height:158px; width:282px"/>

Auch wenn dieser Strand heute so einladend wirkt, trägt er noch immer die Narben des <strong>Zweiten Weltkriegs</strong>. Von den etwa fünfzig Bunkern, die es entlang dieser Küste gibt, sind hier rund zehn sichtbar, auch wenn sie langsam im Sand versinken. Man muss unweigerlich an den kürzlich erschienenen Film „Unter dem Sand“ denken, der von den jungen deutschen Soldaten erzählt, die nach Kriegsende zur Minenräumung an die dänischen Strände geschickt wurden.

Zum Mittagessen haben wir uns im Supermarkt mit verschiedenen Heringskonserven eingedeckt, eine nordische Spezialität, die man in den typischen Touristenrestaurants kaum findet!

Danach folgte ein kleiner Abstecher nach Ringkøbing mit seinem charmanten und ruhigen historischen Zentrum, wo an den noch kahlen Bäumen bunte Ostereier hingen. Den Nachmittag ließen wir in der Bowlingbahn von Søndervig ausklingen, deren Restaurant die wenigen Touristen, die sich zu diesem frühen Saisonbeginn hierher verirrt hatten, herzlich empfing.

Tag 5

Aufbruch in Richtung Herning. Wir legten einen letzten Stopp am Ringkøbing Fjord ein, um die Ruhe dieses Ortes noch einmal zu genießen, mit seiner kleinen, makellos weiß gestrichenen protestantischen Kirche und den vom Westwind geformten Bäumen. Ein Fuß- und Radweg führt direkt am Fjord entlang.Die vom Wind geformten Bäume

Herning ist die größte Stadt der Region, aber als Industriestadt bietet das Zentrum keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Wir fuhren ohne Wehmut weiter Richtung Flughafen Billund und passierten dabei die Werke der großen Windkraftanlagenhersteller wie Vestas und Siemens (ehemals Bonus).

4 Tage sind kurz, es war also nur ein kleiner Vorgeschmack auf Dänemark, insbesondere auf Jütland. Es gibt noch so viele andere Orte, die einen Besuch wert wären.

Kommentare (0)

und hinterlasse einen Kommentar.

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Weitere vorgeschlagene Artikel

Vorgeschlagene Fotoalben